eigenes Buch veröffentlichen

der Weg zu meinem Buch 


Geburtsstunde - du brauchst eine Motivation 

Woher kam die Motivation für das "X-MAL ANDERS Ullrich-Turner-Syndrom! Ja, und?! - Buch? 

Das UTS ist Teil unseres Lebens. Wir erfuhren in der Schwangerschaft davon und ich hatte Angst vor dem Unbekannten. Doch durch die Erfahrungen mit Mädchen und Frauen, die ihr Leben mit UTS einfach leben, wurde die Diagnose menschlicher. Und es gehört zu meiner Tochter, die ich liebe. Ich muss es nicht jeden Tag thematisieren, aber Tabuisieren war nie eine Option.  

Durch das Verstehen-wollen suchte ich nach Literatur. Doch die Texte, Broschüren und Bücher, die es gibt, zeigen das Syndrom nicht so, wie ich es mir wünschen würde. Die Buchidee keimte bereits in der Schwangerschaft. Mit der Geburt meiner Tochter kam die Erkenntnis, dass keine Informationsquelle ihr gerecht wurde. 
Ich wollte mit einem Buch den Eventualitäten, Statistiken, Definitionen und Erklärungen, der Diagnose Ullrich-Turner-Syndrom ein Gesicht und Persönlichkeit geben.
Und ganz klar ich machte mir die Mühe für meine Tochter, weil ihre Geburt meine Zeitrechnung veränderte, für mich, für mehr Bekanntheit in Zeiten pränataler Selektion, für Information, Wissen und auch Akzeptanz. 


Titel - jedes Ding braucht einen Namen und wird damit realer und findbar

Damit wird das Vorhaben greifbarer. "X-MAL ANDERS" vereint die Individualität eines Jeden und die Besonderheit des Geschlechtschromosoms X. Es steht für die Variablen unseres Lebens, für Vielfalt und das "viele Wege führen nach Rom"-Denken. 

Erweiternd habe ich die Nennung des Syndroms mit aufgenommen. Für ein "Ah, habe ich schon mal gehört" und die Verbesserung des Themenbezugs. "Ja, und?!" soll die lebensbejahende, mitunter kämpferische und trotzige, Haltung bzw. Einstellung zum Leben einbeziehen. 

einen Verlag finden - ein starker Partner 

Meine Idee "zu verkaufen" ging nicht. Ich habe E-Mails geschrieben, telefoniert und recherchiert. Die ernüchternde Erkenntnis: Zielgruppe zu klein, Thema zu außergewöhnlich, nicht massentauglich, uninteressant, der Aufwand zu groß, kein Manuskript, kein Plan. 

Für einen Verlag braucht es potenzielle Käufer, ein Thema, das eine Vielzahl von Menschen anspricht, was breitgefächert ist und langlebig. Die Aufmachung (Softcover, ohne Bilder, Taschenbuchformat) darf auch gerne kostengünstig in der Produktion sein. 

selbst in die Hand nehmen - mit Individualität und finanzierbar 

Im Netz lassen sich einige Möglichkeiten finden, um ein Buch zu veröffentlichen, zu drucken. Doch welche passt zu mir? Welche ist Abzocke? 

Wo eine Wille ist, finden sich auch Wege... heißt es so schön. Ich denke: Wo ein Wille ist, muss ein Experte her. 

Ich bin einem Verleger ausgesprochen dankbar. Er hat sich die Mühe gemacht mich zu beraten, mir Wege aufgezeigt und zu einem besseren Verständnis über die "Buchorganisation" zum Beispiel bezüglich des Korrektorats, des Buchsatzes, ISBN oder die Aufnahme in das Verzeichnis lieferbarer Bücher beigetragen. Er machte mir auch ein Angebot, was meine finanziellen Möglichkeiten leider überstieg.  

Ich ging in eine Druckerei und ließ mir den Buchdruck erklären. Mit einer Druckdatei kann man - auch online - wirklich einfach und bequem drucken lassen. 

Schlussendlich nahm ich Kontakt auf zum "Freien Deutschen Autorenverband Berlin". Dort erhielt ich den entscheidenden Hinweis. 

Ich fuhr nach Leipzig zu "winterwork", informierte mich dort, ließ mir wieder alles erklären und traf dann sogar erste Entscheidungen. 

Mein Buch entstand mit der edition winterwork, dort wurde sich um die ISBN-Nummer gekümmert, die Verzeichnislistung, Buchsatz, Umschlaggestaltung und das alles in einem angenehmen Austausch. Und mein Buch wird bei winterwork gedruckt. Es wird gedruckt, wenn bestellt wird über den Buchshop oder den üblichen Handel. 

Mein klarer Vorteil ist, dass ich keine 10.000 Exemplare drucken, lagern und schließlich auch verkaufen muss. Ich habe keine Lagerungskosten. 



Die Angebotsmodalitäten und Kosten passten zu meinen Bedürfnissen. Der Probedruck lag am 25. Oktober 2014 in meinem Briefkasten. Am 18. November 2014 habe ich nach einigen Korrekturen, Änderungen und Kontrollen durch meine liebe Katrin, die mich so toll unterstützt hat, die Druckfreigabe ausgesprochen. Seit Dezember 2014, passend zu Weihnachten, kann mein Buch gekauft werden. 

Optik - wie soll es aussehen? 

Inhalt - was steckt drin? 

Mir war ein Hardcover wichtig. Menschen sollen mein Buch zur Hand nehmen, wenn sie Halt brauchen. Es sollte also zum Festhalten sein, aber auch noch in die Tasche passen. Leichte Sprache, in kleinen Häppchen und mit Botschaft soll mein Buch Mut machen und Hoffnung schenken, wenn eine (unbekannte) Diagnose den Atem raubt. 

Und es sollten unbedingt Bilder in mein Buch, diese entstanden im April und Mai 2014. Sie wurden geschossen vom wundervollen Fotografen Matthias Friel, auf den ich über die bezaubernde Silke kam. Auch die Zellmops-Produktbilder mit mir und dem Sohnemann sind von Matthias. Vorallem das Coverbild finde ich so unbeschreiblich großartig. Mir gehen die Superlative dafür aus.

Mein Buch ist ein Erfahrungsschatz mit Persönlichkeit und Liebe gemacht. Den Kontakt zu den Beitragenden kam über Weitersagen zustande und manche habe ich einfach angeschrieben.   


mein Fazit 

  • Ziel und Zielgruppe definieren. 
  • Wenn du motiviert bist, schaffst du das - auch ohne Verlag.
  • Fragen und Erfahrungen anderer helfen ungemein. 
  • Unabhängige Fachkundige wie Autorenvereine können hilfreicher sein als Dienstleister.    
  • Korrektorat ist wichtig. 
  • Ich mache übrigens keinen Gewinn mit meinem Buch. Das ist nicht mein Anliegen. Gelesen soll es trotzdem werden. Werbung ist unerlässlich.  

Fragen oder eigene Erfahrungen sind willkommen!

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