Dienstag, 28. Februar 2017

Am Morgen des Rare Disease Day - X ist eine Variable!

Heute am 28. Februar. 2017 ist Tag der seltenen Erkrankungen. 
Rare Disease Day!

Ich nehme das als Anlass einige Mosaikstücke meiner Gedankenwelt mit euch zu teilen. In letzter Zeit versuche ich Vielfalt, Normalität und Anderssein für mich klar zu definieren. 

Für einen Lebensstil entscheide ich mich. Ich positioniere mich. Ich kann wählen, wie anders ich sein möchte. Bei körperlichen und/oder geistigen Erkrankung und/oder Besonderheit kann ich das nicht. 

Anderssein lässt meine Gedanken kreisen. Bisweilen entsteht ein Strudel. 

Normaliät ist ein Phantom. 
Ein Gespenst, was durch unsere Köpfe geistert. 

Andere Meinungen, andere Sichtweisen und Erfahrungen, andere Seiten erweitern unseren Horizont. Eigeschränktes Denken, klemmende Schubladen bringen uns nicht weiter. 

Perspektivwechsel erfordert Gelegenheiten dazu. Erfordert Miteinander. 

Meine Konstruktion der Welt erzittert in einem Spannungsfeld. Gesellschaftlich geprägte Werte und Erwartungen, eigene Erfahrungen, Druck und äußere Bedingungen bewirken ambivalente Gefühle und keine Kontinuität. 

Jeder ist einzigartig und hat das Recht darauf individuell mit seiner Geschichte, seinen Möglichkeiten, Bedürfnissen und Sorgen wahrgenommen zu werden. 
Pauschalität geht nicht. 

Ich fühle mich anders. Jeden Tag. Allzu oft stimmen meine Vorstellungen, Wünsche und Handlungspläne nicht mit der Realität überein. Sie wandeln sich. Passen sich an. Ich passe mich an.

Abweichungen sind die Norm. 

Was für mich an einem Tag, für eine Situation, für einen Menschen normal ist, muss es an einem anderen Tag, in einer anderen Situation mit einem andere Menschen beweitem noch nicht sein. 

Eigentlich ist es doch offensichtlich, dass Vielfalt herrscht. Jeder Mensch ist anders und einzigartig. Und da gibt es eben Unterschiede. Jede Situation erfordert neues Ermessen. Jeder Moment muss neu bewertet werden. 

Bereits im letzen Jahr (klick hier) dachte ich über seltene Erkrankungen nach. 

Ich denke heute nach. 

Was ist anders? Wodurch entstehen Normen? Wer setzt die Parameter fest? 

Ich halte fest: 
X ist eine Variable. 


Was denkst du? 

Anne 

Sonntag, 26. Februar 2017

Lebensbilder statt Krankheitsbild #89 mit Wochenende in Bildern

Wat, war dit für'n Wochenende? Einfach nur super. 

Früh. Sehr früh. Wirklich früh für Samstagmorgen stand ich auf und zog dann los. Herrlicher Sonnenschein entlohnte mich etwas. 
An einem wirklich schönen Konferenzort fand ein reger, informativer und angenehmer Austausch statt. 
Es gab außergewöhnliches Mittagessen. Für meinen Gaumen auch unbekanntes, aber wahnsinnig schön aussehend. 
Und ich nahm einiges an Input mit und werde die nächsten Tage hoffentlich einiges verarbeitet bekommen. 
Am späten Nachmittag fuhr ich dankbar und voller Gedanken nach Hause. Dort angekommen, quatschte ich kurz mit dem Herzmann und schmieß mich in die Abendkleidung. Die Kinder hatten mit Oma&Opa jede Menge Spaß, sodass ich beruhigt einen tollen Abend genießen konnte. 
Es war unglaublich schön. 


Mädels, ihr rockt! Herzchen, schön, dass du geboren bist und vielen Dank für die Einladung. 

Am Sonntag schlief ich zwar nicht lange, aber ohne die Kinder war es ganz entspannt. Wir frühstückten, gammelten rum und ich fügte einem Präsent noch etwas hinzu. 
Kurz nach der Mittagszeit gingen der Herzmann und ich los. Ich hatte Sehnsucht nach meinen Zwei. Damit wir das häusliche Chaos, was auf Grund von Abwesenheit liegen blieb, nicht begutachten mussten, streiften wir los in den Nachbarkiez. 
Wir gingen auf den Spielplatz. 
Und anschließend schlemmten wir bei "Verzuckert". 
Der Nachhauseweg zog sich zeitlich etwas hin. Die Füße waren zu Katzenpfoten geworden. In der Wohnung schlichen unsere zwei Kätzchen in die Badewanne. Abendessen und Abendprogramm gingen vonstatten. 
Der Abend klingt aus. Ich bin müde. 

Mehr Wochenendeindrücke gibt es HIER bei Susanne von Geborgen Wachsen. 

Wie war dein Wochenende?

Schönen Abend und eine bunte Woche!
Anne 


Donnerstag, 23. Februar 2017

VOR der Vorschule

Ihren Namen kann das Tochterkind schon eine ganze Weile schreiben. Symbole und Schriftzüge, Piktogramme und Buchstaben und Fragen danach begleiten uns stets und ständig im Alltag. Frühzeitig schon begann Krümelie's "Ich schreibe etwas" Nachahmung. Seit diesem Jahr hat die sprachliche Leidenschaft nochmal Auftrieb bekommen. 

Wir saßen in der Tram und Krümelie deutete auf die Scheibe. Von Außen prangte ein Schriftzug quer über die Scheibe. Das Tochterkind deutet auf das "S": "Schau mal, Mama. Da ist ein S. S wie Schlange. Und da ist ein "B". B wie Blume." Sie erkannte die Buchstaben und nannte zum Anfangsbuchstaben passende Wörter. Immer sicherer mal-schreibt sie Mama, Papa, Oma und Opa. Vorgeschriebes wird gekonnt abgemal-schreibt. 

Andere Sprachen faszinieren. Wenn sie auf der Straße fremdartige Wörter hört, fragt sie uns danach. Welche Sprache? Aus welchem Land? Und was heißt das dann? 

Krümelie möchte in die Schule. Sie möchte lernen. Sie möchte verstehen. Sie will können. 

Größe hin oder her. Ab dem Sommer wohnt hier ein Vorschulkind. 

Die Trübung meines Blickes für die Stärken und Schwächen meines Tochterkindes ist beim Thema "Schule" kaum relevant. Feststeht ja so oder so, dass sie irgendwann in die Schule muss. Aber bitte in eine Gute. Kleine Klassen, durchdachtes Konzept- gerne mit Schwerpunkt und Zusatzangeboten, Pädagogen, die hinter dem Ganzen stehen und für die Rückengesundheit am Besten mit Spinnten. 

Lehrermangel, Unterrichtsausfall und 30 Kinder in einer Klasse lassen mich dagegen schaudern. 

Als die Interessen des Tochterkindes zu benennen waren, hörten wir uns frühzeitig nach Schulempfehlungen um. Wir fanden eine Grundschule, die unseren Wünschen entspricht und über einen zumutbaren Schulweg zu erreichen wäre. 

Ich hielt uns schon für bekloppt, dass wir Krümelie mit fast 4 Jahren für das Schuljahr 2018/2019 anmeldeten.  
Nunja. 



An der gewünschten Grundschule stand ein Tag der offenen Tür an. Die Kinder schauten sich mit dem Herzmann und Oma Vorort um. Der erste Eindruck schien gut. Ich bekam fleißig Bilder geschickt. Krümelie benannte einen Fisch (nach ihrem Bruder), unterhielt sich mit älteren Kindern und half bei einem Experiment. Krümel wollte die Schränke näher inspizieren und super aufgeregt erzählte Krümelie mir von Schach, Ballett und Instrumenten. Von diesem und jenem. 

Der Herzmann widmete sich den Informationen. Und fragte. Hätte er mal lieber lassen sollen. Die gewonnene Erkenntnis war nicht so toll. 2 Jahre vor dem Schuleintritt sind für eine kreative Privatschule wohl zu spät. 

Es bleibt spannend. Die Hoffnung stirbt zuletzt. 

Übrigens finde ich es krass, dass bei einer anderen kreativen Privatgrundschule eine Anmeldegebühr erhoben wird. Verwaltungsaufwand schon klar. Aber Geld zu bezahlen, damit man auf einer Warteliste steht für einen möglichen - keinen garantierten -Schulbesuch, das ist doch verrückt. 

Es bleibt aufregend. Auch wenn es jetzt VOR der Vorschule ist, also noch nicht mal ums Eingemachte geht, bekomme ich ab und zu bei dem Thema Bauchschmerzen. Ich möchte nicht, dass die Lernfreude und Begeisterungsfähigkeit meiner Tochter vom Schulsystem zerstört wird. 

Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Thema "Schule"? 
Ratschläge sind herzlich willkommen. 

Anne 

Sonntag, 19. Februar 2017

Lebensbilder statt Krankheitsbild #88 mit Wochenende in Bildern

Der frühe Vogel am Samstag weckte mich vor dem Rest der Familie. Ich mag das ja, wenn alle noch friedlich schlafen und ich Zeit für mich habe. 
Nach dem Frühstück verließen Krümelie und ich die Wohnung als Erste. Unterwegs beobachteten wir Spatzen und sammelten dann eine Spielgefährtin ein. Wir kauften etwas ein auf dem Wochenmarkt. Doch das Wetter war nicht so doll, sodass wir in den "drinnen Markt", wie Krümelie es nannte, wechselten. 
Der Herzmann und Krümel erweiterten unsere Runde. Die zwei Mädels und Krümel vergnügten sich in der Spielecke. Ich trank Kaffee. Der Herzmann packte unsere Einkäufe ein. Gemeinsam schauten wir dem Treiben zu und quatschten. Zwischenzeitlich machten die Kinder eine Pause, aber ansonsten waren sie entspannt beim Spielen. 
Die Zeit verging und irgendwann erweiterte sich unsere Runde und ein Ortswechsel stand an. 
Obwohl wir uns angenehm mit der Püppi unterhielten und es echt entspannt und schön war, verabschiedeten wir uns. 
Auf dem Heimweg knurrten die Mägen, sodass wir doch nicht nach Hause gingen sondern einen Abstecher machten. 
Zuhause wartete der unendliche Wäscheberg. Die Kinder malten und bastelten ausgiebig bis es Zeit zum Schlafen war. 

Am Sonntag entdeckte ich den Frühling, der sich seinen Weg suchte. 
Ich mag das ausgiebige Sonntagsfrühstück. 
Am Vormittag musizieren die Kinder. Sie waren so niedlich dabei. Ich musste sie filmen. Dem Geschwisterplüsch folgte einiges an Gekreisch. Die Kinder beschäftigten und spielten dann getrennt. 


Mittag musste vorbereitet werden und schmeckte lecker. 
Wir sahen zum Ausruhen "Pippi". 
Am Nachmittag sind wir im Park verabredet. Nach einigem hin und her kamen wir wirklich pünktlich aus dem Haus. Einen Toilettenhalt später kamen wir dann doch zu spät. 
Das kann die Freude nicht trügen. Wir watteten durch Matsch. Es gab Stöcke, frische Luft und jede Menge Platz. 

Die Kinder spielten auf dem Spielplatz. Der Regen schaffte es uns zu vertreiben. Wir stürmten dann ein Café. 

Es war so unglaublich schön. Dir Zeit verging im Flug. 
Es war bereits dunkel als wir Daheim ankamen. Abendessen und abendliches Programm später wanderten die Kinder in ihre Betten. 

Der Montag steht in den Startlöchern. Startet gut in die neue Woche!
Mehr Wochenendeindrücke gibt es HIER bei Susanne von Geborgen Wachsen. 

Wie war dein Wochenende? 

Anne 

Donnerstag, 16. Februar 2017

'Gedanke des Tages' Nummer 10: Selbsthilfegruppe

Bei dem Begriff Selbsthilfegruppe ploppt gerne aus der tiefen Versenkung, der hintersten Schublade sozusagen, ein Bild auf von Menschen, die bemitleidenswert in einem Stuhlkreis sitzen. 

Schließen wir diese Schublade. 

Gruppen, Vereine, Vereinigungen, Zusammenschlüße, Interessensgemeinschaften, was auch immer, wenn wir uns Gleichgesinnte suchen und uns mit ihnen zusammentun, ist das großartig. 


zwischenmemschliche Vernetzung
mit oder ohne Satzung- dss ist egal

Das Gefühl von Gemeinschaft, die Möglichkeit sich auszutauschen und zusammen Stark zu sein, ist fantastisch. Dafür braucht es keinen eingetragenen Verein. Es braucht einfach Menschen und den Wunsch einander zu unterstützen, weil einen die selbe Sache bewegt. 

Eine feste Gruppierung positioniert sich. Als Mitglied bindet man sich. Das mögen nicht alle. Selbsthilfegruppe klingt für viele nach Verpflichtung oder auch Versagen, was peinlich berührt oder den Wunsch weckt, dass ein Gegenüber einen nicht für einen Schmarotzer hält. 

Für mich sind Zusammenschlüße immer die Schnittstelle der Vernetzung. Und die sozialen Medien zeigen uns, wie gerne sich der Mensch verbindet und sich austauscht. 

Und es steckt Potenzial darin. Anlässlich der heutigen Tagung des Gemeinsamen Bundesausschuss haben 20 Gruppen, Vereine bzw. Organisationen Stellung bezogen und sich gegen selektive Untersuchungen in der Schwangerschaft ausgesprochen. 

Die Stellungnahme, und wer sie unterstützt, ist HIER zulesen.

Die Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen  ist ebenfalls ein eingetragener Verein, der sich unglaublich Stark macht und Möglichkeiten bündelt. 

Selbsthilfegruppen müssen nicht antiquiert sein. Manche sind es eben doch, aber immer geht es um eine Themenspezifikation. 

Ich möchte keine Werbung machen für Selbsthilfegruppen/Vereine. Vielmehr möchte ich unterstreichen, dass ich zwischenmenschliche Vernetzung erstrebenswert finde. 
Mutmachend und hilfreich sind Erfahrungen, die geteilt werden mit Menschen, die ähnliches erleben und einen verstehen. Wenn sich über die eine Gemeinsamkeit hinaus, Themen finden, sich sogar Freundschaften entwickeln, wenn der Grund des Zusammentreffens in den Hintergrund tritt, dann ist das unbezahlbar. 

Wie ist deine Meinung? 

Anne 

Sonntag, 12. Februar 2017

Lebensbilder statt Krankheitsbild #87 mit Wochenende in Bildern und 12von12

Das Wochenende startete am Freitag mit dem Bau eines Unterschlupfes, in den wir lieben Besuch einluden
Bitte der gestreichelten Linie folgen...
Der folgende Samstag war der Tag der Fragen und Gespräche. 
Schon beim Frühstück fragte uns Krümelie nach unseren Träumen. Hatten wir uns in der Nacht getroffen? 
Noch im Schlafi gingen wir alle unseren eigenen Dingen nach. Der Herzmann und Krümelie machten sich später zur Oma des Mannes auf. Zur Freude vom Tochterkind war dort auch die Oma. 
Krümel kränkelt. Zur Sicherheit geht er die Uroma nicht besuchen. Wir machen Erledigungen und Besorgungen. Wat man halt so macht. 
Der Sohnemann hatte unterwegs ein angeregtes Gespräch mit einem "Kra-Kra" (Seine Laute.). Es sah ein bisschen aus als würden sie um die Wette hüpfen. Von Fangespielen hielt der Gefiedertefreund jedoch nichts. 
Zuhause gab es Mittagessen, Wäscheberge und jede Menge kindliches Spiel. 

Wir probierten sensorische Glitzerflaschen aus. Die Kinder trommelten dann damit. Auch ne Idee. 
Am Abend saßen wir am Esstisch und führten eins der schönsten Gespräche. Ich hätte meinem vergangenen Ich gerne davon erzählt. Mein zukünftiges Ich darf diesen Familienherzmoment nicht vergessen. 

Wer mehr erfahren möchte klickt sich HIER zum Text rüber

Der Samstagabend verging mit weiteren wichtigen Eltern- und Pärchenunterhaltungen. 



Samstag, 11. Februar 2017

an einem Samstagabend - Gespräch mit Krümelie - Familienmoment

Zahlen. Buchstaben. Wissenserweiterung. 
Im Moment sind Planeten interessant. Das Tochterkind freut sich auf die Schule. Sie zählt praktisch schon die Tage. 

Beim Abendessen kamen wir von einem Thema zum Nächsten.

Begonnen hatte alles mit den Wochentagen. Es ist Samstag. Dann kommt Sonntag. Das Wochenende besteht aus zwei Tagen. Das kindliche Wissen wird stetig auf Richtigkeit überprüft. Krümelie will es genau erklärt haben. Papa erläuterte Werk- und Arbeits- und Wochentage. Wir blieben bei den Arbeitstagen hängen. 

Ich fragte Krümelie, was sie den später an den Arbeitstagen machen will? 

Sie wolle mit Oma bei den Blumen arbeiten. Dann kann sie sich immer mit ihr unterhalten. Ich erklärte ihr, dass Oma nicht mehr arbeitet, wenn sie in meinem Alter wäre. Oma bekäme dann Rente.

Mein Tochterkind überlegt. 

Sie verkündete: Wenn sie in meinem jetzigen Alter sei, dann arbeitet sie bei "Blaue Bohnen". Sie röstet dann und wir Eltern können JEDEN Tag vorbei kommen. Sie kocht uns dann Kaffee. Für ihren Bruder brächte sie immer Süßigkeiten von "Herr Nilsson" mit. 

Gedanklich und in Worten klapperten wir noch einige Orte und Läden ab, wo sie einkaufen oder Eis essen könnte. Auch Gesprächspartner wie die Mädels von "Püppikram" wären in der Nähe und sie könne samstags auf den Boxi gehen. 

Es wäre eine tolle Arbeit. 

Wir können ihr nur zustimmen. Es ist eine wundervolle Vorstellung.


Mein Herz ist in diesem Moment voller Liebe und Zuversicht. Ein wunderschöner Familienmoment. 

Ich möchte meinen früheren ICH's, der traurigen Schwangeren, der müden und angestrengten Neumama und auch der fast Zweifachmama, von diesem Abend erzählen. 

Sie können alle Zweifel über Bord werfen. Dieses fordernde und bezaubernde Mädchen ist perfekt. Sie ist mitfühlend, fürsorglich, fantasievoll, wissbegierig, schlau, beharrlich, hartnäckig und fantastisch. 

Ich musste - angesichts meines mütterlichen "Boyband - Fan - Gehabes" - betonen, dass ich davon überzeugt bin, dass sie eine Arbeit findet, die zu ihr und ihren Interessen passt. Wir werden sie unterstützen. 

Sie könnte sich vorstellen Planeten zu erforschen oder Königin zu werden. Auch Tanz wäre klasse oder Lehrerin. 

Die Möglichkeit sind unendlich. 

Wir beendeten unser Runde. Die Betten warteten. Krümelie beschließt das Gespräch: Wenn sie fünf Jahre alt wird, kommt sie in die nächste Gruppe. Sie ist dann ein Vorschulkind. 

An diesem Tag lässt mich diese Einschulungsvorstellung auch gar nicht so erzittern. 

Tiefes Seufzen meinerseits.

Anne 

Donnerstag, 9. Februar 2017

Lesezeit #5 - "Elmar" - Pixi

Gemeinsame Lesemomente mit meinen Kindern schätze ich sehr. Außerdem lese ich gerne vor. 

Für die Kinder schaue ich nach Büchern, die ihnen ein Thema oder eine Botschaft näher bringen könnten, die einen Gesprächsanlass bieten und unseren Horizont erweitern. Diese stelle ich in der Reihe "Lesezeit" vor. 

Diesmal gilt die Leseliebe einem Bücherhelden, der im handlichen Pixi-Gewand bei mir einzog. 


Elmar 

Pixi Buch Ausgabe 


David McKee • Carlsen

So gar nicht Elefantengrau sondern auffällig bunt und dazu noch kariert lebt Elmar in seiner Herde. Er ist ein "Quatschkopf" sagte meine Tochter. Die anderen Elefanten lachen mit und über ihn. Das Lachen begleitet ihn. Das macht ihn aus. 

Elmar wollte nicht mehr anders sein und passte sich farblich an. In seiner neuen - grauen - Erscheinung mischte er sich wieder unter seine Artgenossen. Er fiel nicht auf. Und es war ihm schrecklich langweilig. 

Daran änderte Elmar etwas, trompetete ganz laut und musste über den Überraschungsmoment lachen. An seinem Lachen erkannten ihn die anderen. 

Durch das allgemeine Gelächter zog eine Regenwolke auf, welche Elmar von dem tristen Grau befreite. Zukünftig würden sich an einem Tag im Jahr alle Elefanten färben. Elmar wäre der Graue. 

Aussehen ist nicht alles. 

Natürlich ist mir der buntkarierte Elefant schon mal begegnet. Nicht nur durch die Optik stach er im Buchladen ins Auge. Beim Thema "Anders-Sein" steht er oft ganz oben auf der Liste "Literatur für Kinder" - Empfehlungen. 

Ich kaufte das Pixi-Heftchen, weil es empfohlen wurde und es bereits einiges an (Mal-)Vorlagen und Materialien zur Thematik des Inhaltes gab. Der Preis eines Pixis ist super, das Format handlich und für einen ersten Eindruck war es, noch bevor ich Kinder hatte, eine gute Investition. 

Das Pixi ging in den Besitz meiner Tochter über, wurde jedoch nicht weiter beachtet. Meinen Sohn sprach nun beim Aufräumen der "Ele" auf dem Cover an. 

"Bunt ist schön." stellte meine Tochter fest. Schwarz und Weiß gehören nicht zu ihren Lieblingsfarben. Die Illustrationen sind also bei beiden Kindern gern gesehen. 

Tja Elmar wollte sich durch die Veränderung seines Aussehens der Gruppe zugehöriger fühlen. Langeweile war das Ergebnis. Ein anderes wahrscheinlich als erwartet. Aussehen ist eben nicht alles. Sein Lachen und Lebensfreude machen ihn aus. 

Ob die Botschaft im Ganzen angekommen ist, kann ich nicht ssgen. Aber wir haben über das neue Mädchen in der Gruppe meiner Tochter gesprochen und darüber, was sie gerne spielt. Über das Mädchen sagte Krümelie: "Sie ist anders, aber auch nur ein Mädchen. Und sie war die Tage ein Mittagskind und musste gar nicht schlafen."

Auf Elmar würde das wohl auch passen. Er ist bunt, aber trotzdem nur ein Elefant. Und vielleicht will er auch nicht schlafen. Ist ja auch ziemlich langweilig. 


Kennt ihr Elmar?
Habt ihr Erfahrungen mit dem Buch gemacht?

Und kann mir jemand ein Buch empfehlen?

Anne


Weitere Lesezeiten: 
Lesezeit #4 - das Magazin "Momo" 
Lesezeit #3 - Esst ihr Gras oder Raupen? Ein Buch über Familien
Lesezeit #2 - NICHT ZU GROß... NICHT ZU KLEIN... SONDERN GENAU RICHTIG
Lesezeit #1 - Alina und die Farben (ein blindes Mädchen begreift Farben)

Sonntag, 5. Februar 2017

Lebensbilder statt Krankheitsbild # mit Wochenende in Bildern

Unser erstes Wochenende mit Zweijährigem liegt hinter uns. Gefühlsduselig war ich und hing viel meinen Gedanken nach. Aber das ist okay. Gehört ein bisschen auch dazu. 
Geburtstag am Freitag 
Den Samstagvormittag verbrachten wir mit Kuschelein, Spiel und eben Erinnerungen, Babyfotos und Geschichten. Um 14 Uhr fiel mir ein, dass ich noch nicht ein Bild gemacht hatte. 

Das erste Bild zeigt unser Mittagessen beim Möbelschweden.
Nebelig war es den ganzen Tag. 

Für mich war es ein Tag mit vielen Gedanken, sodass ich das Bedürfnis hatte, wenn schon nicht in meinem Kopf, dann wenigstens so etwas zu ordnen. Einkauf sei Dank konnte ich strukturieren. 
Oft verschwinden Kleber und Schere zwischen den Stiften. Nun nicht mehr. Krümelie und ich hatten da eine Idee. 
Wir waren irgendwie alle geschäftig am Werk. 
Am Nachmittag machten wir ein gemütliches Picknick und ließen uns die Reste vom fast veganen Kuchenfreund schmecken. Die Schokolinsen waren der Knackpunkt. 
Kuchen im Ganzen am Freitag- so toll
Am Abend bastelte ich noch ein wenig. 


Der Sonntag begann ähnlich flockig. Doch dann machten wir uns fix auf den Weg. Dem Herzmann ging es zum Glück wieder besser, sodass wir noch einen Geburtstagsfamilienausflug machen konnten. 
Der Schnee ist verschwunden. Sehr schade. 

Wir gingen ins Naturkunde Museum, bestaunten Tristan, die anderen Dinosaurier, Planeten und Gestein. Die präparierten Tiere sind nicht so meins und besonders der Sohn hat angesichts der Flut an Eindrücken geschwächelt. Wir streiften sie nur kurz und staunten lieber nochmal über die Saurier. 





Die Mägen knurrten, sodass wir Essen gingen. 
Am Nachmittag stand Zuhause die Geburtstagsmalerei auf dem Programm. Immer kurz nach einem Kindergeburtstag werden Hand- und Fußabdrücke gemacht und archiviert. Danach begann die große Malerei. Auch das gehört dazu. 
Schnurstracks ging es für die Kinder mit und von der Farbe in die Badewanne. Es gab dann noch Abendessen, Vorlesezeit und den Sandmann.

Bereits im Schlafi war Krümelie noch so freundlich als Glücksfee in Aktion zu treten. 

Die üblichen Vorbereitungen für Montag werden erledigt und mit dem folgenden Bild wünsche ich euch eine sonnige und angenehme neue Woche! 

Mehr Wochenendeindrücke gibt es HIERbei Susanne von Geborgen Wachsen. 

Wie war dein Wochenende?

Schönen Abend!

Anne