Sonntag, 29. Januar 2017

Lebensbilder statt Krankheitsbild #85 mit Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende begann mit einem Marienkäfer-Mädchen. Sehr angenehm begann der Tag mit sanftem Gesang, das könnte jeden Tag so sein. 
 Die Sonne lockte uns nach draußen. Obwohl es auch immer recht lange dauert bis alle fertig und angezogen sind. 
Wir waren im Einkaufszentrum, um ein Geburtstagsgeschenk zu kaufen. Den Kindern gefallen diese Dinger (Wie auch immer sie richtig heißen.). Ich habe ihnen erklärt, dass nur Oma das passende Geld für eine Fahrt hat. Entschuldige Oma. Am Ende ist es wohl Opa, der um den Finger gewickelt wird. Heute jedenfalls sitzen sie nur so drin  
Anschließend gingen wir über den Wochenmarkt. 
Wir hatten heute Glück. Die liebe Silke von Püppikram hatte ein bisschen Zeit für uns. Ich staune ja immer über ihr Engagement und den zauberhaften Laden. 
Krümelie bekam sogar noch etwas Gesellschaft und 
Krümel beschäftigte sich mit den "Zopfhaltern". Von wegen nur Püppikram...
Nach einer großen Herzerei streiften wir durch den Kiez und verwöhnten unsere Kinder mit der Qual der Wahl im Süßigkeitenhimmel. 
Die Straße herunter konnten wir sogar noch etwas lernen. 
Zuhause wurde gespielt und gegessen. 

Die Kinder badeten. Die Haare wurden gepflegt und zum Abend lief der Sandmann. 

Die Nacht war furchtbar. Der Nachbar hatte Geburtstag und es war furchtbar laut bis in die frühen Morgenstunden. Der Herzmann und ich schliefen schlecht. Die Kinder nicht, sodass sie früh in den Tag starteten. 

Nachdem Frühstück wurde gespielt. Ich setzte mich an den PC. 
Irgendwann gab es schon Mittagessen. Die Zeit verflog. 
Mit dem Geschenk und Keks im Gepäck brachte ich das Tochterkind am frühen Nachmittag zu einer Geburtstagsfeier
Krümel machte noch Mittagsschlaf, ich die Wäsche und dann gingen wir Zwei los. 
Wir besuchten. Neben Kuchen gab es noch wichtige Ratschläge und dann doch noch ausgelassene Jungs. 

Der Herzmann holte das Tochterkind ab und wir trafen uns alle zum Abendessen wieder Zuhause. Im Anschluss starteten wir ins Abendprogramm. 

Wie immer gibt es HIER bei Susanne von Geborgen Wachsen noch mehr Wochenendeindrücke. 

Am Samstag ging noch ein Post online - mit Miniverlosung. Habt ihr das gesehen?

Ich hoffe, dass ihr zwei angenehme Tage hattet. 
Was steht in der neuen Woche an? 

Anne 

Samstag, 28. Januar 2017

Schön, dass ihr da seid! & Miniverlosung

Es gibt Tage, da fluche ich. Ich bin dann ne richtige Meckertante. Alles ist blöd. Meist bin ich müde und ruhebedürftig. Und genau an solchen Tagen schmeißt mein Sohn Äppel an ne Wand. Und ich denke, dass ich im falschen Film bin. Meine Tochter kann an solchen Tag nichts mehr allein und ruft mich im Minutentakt. Gegenseitig nehmen sie sich etwas weg, stören sich und sind weit entfernt von Geschwisterplüsch. 

Der Alltag kotzt mich manchmal richtig an. 

Doch diese Tage vergehen. Diese Momente vergehen. Sie sind nur ein kleiner Teil in unserem Leben. Wir reden darüber, entschuldigen uns gegebenfalls und nehmen uns einen Augenblick aus dem Alltag. Wir lesen. Wir kuscheln. Wir singen. An manchen Tagen hilft auch nur die Flucht nach draußen. 

Ich sage meinen Kindern dann, dass ich eine Gewitterwolke bin, wenn ich sehr geschafft und reizbar bin. Wenn das Unwetter vorbei ist, weil ich nen Kaffee getrunken habe, kann ich auch wieder mit meinen Lieben lachen. 

Die Kleinigkeiten des Alltags wiegen manchmal auch ganz schön schwer. Hier ein Elternabend, da ein Gespräch, hier ein Arzttermin, dort ein Geburtstagsgeschenk, was besorgt werden muss. Zu klein gewordene Kleidung, Wäsche, die gewaschen werden will... 

An vielen Tagen würde unser System zusammen brechen ohne Oma. Sie betreut kranke Kinder, holt sie als Mittagskinder, kauft Schuhe, nimmt Augenarzttermine wahr. Sie vereinbart sie sogar, weil ich es vergesse. Sie wartet in unserer Wohnung auf Ableser und Matratzen. Sie näht und backt und bei ihr gibt es Lieblingskinderessen. Die Kinder lieben sie zurecht und wir schätzen die Unterstützung. 

Und dann atme ich durch, lausche dem Kinderlachen, sehe, was sie auch ohne mich schaffen und bin plötzlich ganz stolz. 

Ich bin dankbar für meine Familie. Jedes einzelne Mitglied, ob nah oder fern, ob angeheiratet oder schon immer da. Für nichts in der Welt würde ich meine Kinder hergeben. Es ist schön, dass sie da sind. 

Und es ist auch schön, dass jeder einzelne von euch hier ist, hier liest. 

Mein Sohn hat nächsten Freitag Geburtstag und ich bin in Geschenkelaune. Darum gibt es auch etwas für euch, wenn ihr mögt. 

Bei der Umräumaktion vom letzten Wochenende fiel mir ein ungenutztes Bastelbuch in die Hände. Es stammt vom Elternbloggercafe. Wer sich mit mir an das Event erinnern möchte, klickt hier. Da auch ich nicht an den angesagten Märchenwesen vorbei komme, nahm ich beim Drogeriemarkt letztens zwei statt einer Dusche mit. Sodass ich eine kleine Aufmerksamkeit an euch verlose: 




Hinterlasst einen freundlichen Kommentar bis zum 02.02.2017 um 20:00 Uhr hier im Blog unter diesem Post, bei Facebook oder Instagram unter den dazugehörigen Beitragserwähnungen. 

Viel Glück!
Und herzt eure Lieben. Es ist schön, dass sie da sind. 
Das ist nicht selbstverständlich.
Anne

Die Glücksfee hat am 5.2.17 gezogen und gewonnen hat: 

Herzlichen Glückwunsch, Schafi!
Meld dich bei mir. 
Das Kleingedruckte aka weitere Teilnahmebedingungen: 
* Das Bastelbuch sowie die Regenbogendusche stammen aus meinem Besitz und werden auf meine Kosten innerhalb von Deutschland verschickt. 
* Das Gewinnspiel startet mit der Veröffentlichung des Beitrags und endet am 02.02.2017 um 20:00 Uhr. 
* Die Teilnahme ist sowohl hier auf dem Blog als auch bei Facebook und Instagram möglich, jeweils über ein Kommentar. Jeder Teilnehmer kann somit mit mehreren Losen, die er über die drei Kanäle erhalten kann, in den Lostopf wandern, wenn die Bedingungen erfüllt wurden. 
* Meine Tochter wird zeitnah als Glücksfee in Aktion treten und den Gewinner/die Gewinnerin auslosen.
* Mit eurer Teilnahme willigt Ihr ein, dass ich euch im Falle des Gewinns hier auf meinem Blog unter dem Beitrag als Gewinner/-in nenne und euch kontaktiere. Eine Kontaktaufnahme beim anonymen Kommentar ist nur möglich, wenn eine freiwillige Kontaktmöglichkeit (z.B. E-Mail Adresse) angegeben wurde. Ansonsten schaut auf jeden Fall nochmal vorbei. Nach drei Tagen wird neu ausgelost. 
* Es erfolgt keine Barauszahlung des Gewinns und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
* Die Teilnahme ist nur für reale Personen und erst ab 18 Jahren möglich.  
* Datenschutzhinweis: Ich weise darauf hin, dass sämtliche personenbezogenen Daten des Teilnehmers Dritten nicht zugänglich gemacht werden.
* Das Gewinnspiel steht in keinem Zusammenhang mit Facebook oder Instagram. Veranstalter ist der Blog X-MAL ANDERS SEIN, welcher von mir, Anne-Christin Ermisch, betrieben wird. 
* Ich behalte mir vor, das Gewinnspiel anzupassen, zu ändern oder abzubrechen, falls dies notwendig wird. 

Dienstag, 24. Januar 2017

Kann jedes Kind schaukeln? Turner-Syndrom, vestibuläre Wahrnehmung und einige Fragen

Jedes Kind entwickelt sich in seinem Tempo. Es gibt Vorlieben und Talente und eben Unterschiede im Können. Wissen wir alle. Stimmen wir alle zu. Doch - und ich gebe es offen zu - manchmal stutze ich und schiele auf dieses oder jenes andere Kind. Ich schaue nach links und rechts. Und ich vergleiche auch. Wieder besseren Wissens. 



An einem Nachmittag ging ich mit den Kindern auf den Spielplatz. Ich stand also da und schubste meinen Sohn, der auf der Schaukel saß, an. Er jauchzte. "Höher, Weiter, Schneller" kam mir in den Sinn. Ich hatte mir früher immer ausgemalt, wie ich das mit meiner Tochter mache. Doch sie mochte es lange Zeit gar nicht. Mit drei Jahren etwa fing sie an ein bisschen zu schaukeln. Im Sommer wird sie fünf Jahre. Und sie kann schnelles Schaukeln nicht haben. Sie kann hinauf klettern, sich Anschwung geben, obwohl der Ruf nach Mama beliebter ist, und sie kann sich sicher halten, aber mehr als drei Minuten verweilt sie nicht auf dem schwingenden Ding. 
Mein Sohn begeistert sich dafür. Hoch hinaus will er und mit 3 Minuten ist er bei weitem nicht zufrieden. 

An einem anderen Tag berichtete die Erzieherin wie toll Krümel hüpfen kann. Er springt herunter, hüpft auf der Stelle und kann auch mittlerweile ganz gezielt hinfallen. Er hat seine Freude daran. Auch dafür brauchte meine Tochter mindestens ein Jahr länger. 

Nun hat er den Vorteil, dass er ein Geschwisterkind ist. Die Vorbildfunktion von Krümelie und der Nachahmungswille von Krümel sind enorm. Außerdem könnte man anführen, dass er eben eine Junge ist. Welche Rolle das spielt, wäre Spekulation. Lassen wir das. 

Kurz vor seinem zweiten Geburtstag ist mein Sohn gut entwickelt. Meine Tochter hat sich ebenfalls gut entwickelt. Nur eben anders. 

Schaukelfreude verses Schaukelfrust beschäftigt mich. Für mich stellt diese idyllische Szene (Erwachsener schubst lächelndes Kind auf Schaukel an) den Inbegriff eines Spielplatz-quality time-Moments dar.

Ich begebe mich also auf die Suche. Die Ergebnisse zu "Kind schaukelt nicht gern" lassen vermuten, dass die vestibuläre Wahrnehmung etwas damit zu tun hat. Den Artikel von Wimmelköpfchen zu diesem Thema finde ich sehr interessant. Außerdem "klingelt" es. Ich erinnere mich, dass ich im ersten Lebensjahr von Krümelie bereits davon hörte. Damals ging es darum, dass ihr vestibuläres System in Stresssituationen/ Situation, die Regulation erforderten, aktiviert wurde, was dann zu Milchspucken führte. 

Das Gleichgewichtssystem aus dem Gleichgewicht und der Körper reagiert - so stelle ich mir das vor. Im Babyalter führte es zum Spucken und mit zu nehmenden Alter wird das Unangenehme vermieden?! 

Wie wichtig ist Schaukeln? Welche Synapsen werden dabei gebildet? Welche Bedeutung spielt das Gleichgewichtssystem - jetzt und später? Was ist es und macht es? 

Und schlussendlich: Welche Verbindung besteht zwischen dem Turner-Syndrom und der vestibulären Wahrnehmung? 


Hat jemand Erfahrungen damit? 
Und/ oder Erklärungen? 

Sonntag, 22. Januar 2017

Lebensbilder statt Krankheitsbild #84 mit Wochenende in Bildern

Hurra Wochenende! WUSCH! Schon ist es vorbei. 
Warum geht das immer so schnell? Was soll das? 

Aber ich hadere grade sowieso mit dem Zeitgefühl. Der zweite Geburtstag des Sohnemanns steht an und das letzte Jahr verging so unglaublich rasant. Die Spuren des Baby's muss ich langsam suchen. Wir mussten der Entwicklung des Sohnes gerecht werden und so stand eine Umräumaktion für dieses Wochenende auf dem Plan. Aber ich beginne am Samstagmorgen. 


Krümelie und ich waren Schrippen und Co kaufen für die morgendliche Stärkung. Wir haben uns über den schwindenden Schnee unterhalten und, dass die Ampel nicht natürlich ist, weil sie ja nicht weglaufen kann. Spannende Kinderlogik deluxe. 
Nach dem ausgiebigen Frühstück machten wir uns an die Arbeit. Das Babybett des Sohnemanns wurde ausgeräumt, gesäubert und weicht Neuem. Wir räumten aus, um, sortierten und putzten. Das große Bett von Kleinanzeigen hatten Oma&Opa am Vortag aufgebaut, während sie auf die Matratze warteten. Die Überraschung am Nachmittag war groß. Und nun wurde also der Rest gestaltet. 
Die Kinder halfen fleißig mit. Elsa kam vorbei und dekorierte. Beim nächsten Mal kann Madame Eiskönigin um einen Termin bitten und ihre Schneespur woanders lassen. Tsss. 
Eifrig und genau - ich hatte nach 2 Minuten und tausenden Luftblasen keine Lust mehr - klebte der Herzmann die Tafelfolie, welche dann eingeweiht wurde. 
Zur Belohnung- man glaubt gar nicht, dass es soooo lange dauert- und zur Stärkung zogen wir uns an und schlussendlich irgendwann auch los. Auch dabei kann man sich nur wundern, dass es sooo lange dauert bis alle angezogen sind. 
Das Tochterkind und ich machten Haar-Partnerlook heute. Sie freute sich. 


Wir gingen Burger und Fritten/Süßkartoffelfritten essen mit Nachtisch. 


Von dort bummelten wir durch "die Stadt", bestaunten Schaufenster, kauften Bohnen und begrüßten die Dunkelheit. Zuhause passierte nicht mehr viel. 
Wir erwachten hungrig. Naja bei den verschobenen Essenszeiten kein Wunder. 
Krümel und ich machten uns anschließend auf den Weg. Wir bestaunten die Baustelle und freuten uns in der Turnhalle über unsere Verabredung. Krümel und sein Freund tobten sich aus. Wir Mama's unterhielten uns gut. 
Auf dem Heimweg freuten wir uns über den Sonnenschein. Der Herzmann und Krümelie brachten derweil das Babybett weg und verweilten dort. 
Krümel und ich ruhten uns kurz aus - bis der Rest der Familie Zuhause eintrudelte. 
Die Kinder spielten Indianer, der Herzmann kochte, ich wuselte herum. Wir aßen und anschließend badeten die Kinder. 
Am Nachmittag gab es weihnachtliche Reste und Tee und wir spielten zusammen. 

Krümelie sagte, dass bei Krümel im Zimmer nun eine Bibliothek sei. Ich lieh mir Bücher aus und ich lass Empfehlungen vor. Selbstständiges Auswählen meinerseits stand nicht zur Debatte. Nunja. 
Der Sonntag endete für die Kinder mit dem Sandmann. Im doppelten Sinne. Wir schaffen es endlich das Bild von Krümelie in den Umschlag zu stecken. 

Der Tag wird ausklingen, die Woche starten. 
Andere Wochenendeindrücke gibt es HIER  bei Susanne von Geborgen Wachsen. 

Wie ist es euch ergangen? Vermisst ihr den Schnee auch so wie wir oder ist bei euch Winterparadies? War es aufregend bei euch oder gemütlich? Berichtet mir. 

Ich wünsche euch einen schönen Abend und einen angenehmen Start in die neue Woche!

Anne 

Donnerstag, 19. Januar 2017

Lesezeit #4 - Das Magazin MOMO für und über Kindern mit Handicap

Gemeinsame Lesemomente mit meinen Kindern schätze ich. Außerdem lese ich gerne vor. 

Für die Kinder schaue ich nach Büchern, die ihnen ein Thema oder eine Botschaft näher bringen könnten, die einen Gesprächsanlass bieten und unseren Horizont erweitern. Diese stelle ich in der Reihe "Lesezeit" vor. 

Meist sind es Bücher - genau genommen Kinderbücher. Doch heute nicht. Heute gilt die Leseliebe: 

Momo 

Alles was Kinder bewegt

Magazin für und über Kinder mit Handicap


Zum ersten Mal lass ich im Kaiserinnenreich von dem neuen Magazin. Internet sei Dank weiß ich wieder, dass das im November 2015 war. Ich folgte der Verlinkung, schmöckerte und war angetan. Da ich etwas in Händen halten wollte, bestellte bzw. abonnierte ich von der ersten Ausgabe an. Mittlerweile wurde das Abo eingestellt, aber das Magazin zum Glück nicht. 

Wer mehr erfahren möchte, klickt sich HIER herüber und kann digital durch die neueste/letzte Ausgabe blättern. 

Selbstredend können die Kinder auch das Heft anschauen und für sie könnten zum Beispiel die "Handmade"-Aktivitäten wie Apfelchips machen, ein eine Futterglocke für Vögel herstellen, Bonbons machen oder einen Drache basteln spannend sein. 

Im Magazin gibt es CD- und Büchertipps für Kinder und Erwachsene, wobei Erwachsenenbücher auch umfangreicher vorgestellt werden. Es gibt Kindermund, allgemeine Veranstaltungstipps und Wissenswertes. 

Für Erwachsene sind Interview's, Artikel und Lebensgeschichten interessant und lesenswert. Und als Bonus, naheliegend und hilfreich finde ich die Werbeanzeigen für Hilfsmittel, Reiseziele, Stiftungen/Vereine/Netzwerke/Organisationen und einfach etwas, was nützlich sein kann bei einem Kind mit Handicap. Jetzt könnte man über Werbung/Werbeanzeigen streiten, aber mir gefällt, dass ich erfahren kann, was es gibt. Ich kann auf dieser Basis recherchieren und mir gegebenenfalls einen anderen Anbieter oder Verein suchen/wählen. 


Mir jedenfalls gefällt "MOMO" und ich wollte euch davon berichten. 


Weitere Lesezeiten: 


Lesezeit #1 - Alina und die Farben (ein blindes Mädchen begreift Farben)

Kennt jemand "Momo"? 
Gibt es ein Buch oder etwas anderes, 
was ihr mir ans Herz legen würdet? 

Anne 

Montag, 16. Januar 2017

im Schatten meiner Tochter

Am Wochenende bzw. Freitag und Samstag reisten meine Tochter und ich zu einer Familienfeier. Zum Wochenende in Bildern hier entlang.

Nur wir zwei. Nur Krümelie und ich. Wir fuhren mit dem Zug. Bekamen ein Zimmer (mit Wasserbett). Ich musste nichts machen und hatte im Wesentlichen einfach nur Zeit. Klar unterhielt ich mich und beantwortete Fragen nach dem Wohlbefinden meiner Oma. Doch ich ging in der Masse der Anwesenden auch unter und konnte meine Krümelie bewusst beobachten. 

Zu Beginn war sie schüchtern - Kopf gesenkt nuschelte sie Begrüßungsworte in ihren Kragen. Doch das machte nichts. Im Laufe des Nachmittags malte sie, bat mich mal um Hilfe beim Toilettengang oder bei der Essensauswahl. Nach Getränken fragte sie allein. Sie spielte mit ihren kleinen Figuren und dem IC aus dem Zug. 

Irgendwann ging sie dazu über zu tanzen. Stolz durfte sie auch einmal ins Mikro singen. Zwischen durch, interessanterweise, immer wenn ich mich unterhielt, kam sie und forderte mich und andere Umstehende auf ihr zu zusehen. Zum Klatschen mussten wir dann nicht mehr aufgefordert werden. Der Abend verging, Krümelie tanzte, unterhielt sich mit den Freunden des Geburtstagskindes. Sie betätigte sich als Fotografin und knipste bestimmt- dank der kindlichen Perspektive - interessante Motive.
Gegen 23 Uhr kam sie und wollte ins Bett gehen. Es kam kein "Ich will noch nicht ins Bett"- Gejammer. Es gab nur Fröhlichkeit. Den ganzen Abend. 

Ich war so stolz auf meine Tochter. Sie war so unbeschwert, aber gleichzeitig bedacht. Jemand bot ihr die Hände zum Tanz. Sie wollte nicht, schüttelte den Kopf, drehte sich um und gut war. Ganz selbstbestimmt. 

Am nächsten Morgen waren wir vor allen anderen Gästen/Gastgeberinnen wach. Wir hatten also richtig viel freie Zeit. Keine Wäsche. Kein Haushalt. Keine Verpflichtungen. Nur ich und Krümelie. Und ein Wasserbett. Wir spielten, stellten uns die Haie im Untergrund vor. Wir lassen und machten uns schick. Irgendwann knurrte der Magen, aber ansonsten war es toll. 

Krümelie war, wie gesagt, zum Anfang zurückhaltend, was ich gut finde. So lässt sich die Lage peilen. Sie war aber auch freundlich, selbständig und eben selbstbestimmt. Sie strahlte richtig. Sie hatte so viel Spaß. Ich hätte sie den ganzen Abend beobachten können. Ich hielt mich in ihrem Schatten auf und sonnte mich in ihrer Ausgelassenheit. 

Auch auf der Reise im Zug war sie unglaublich charmant. Wir spielten oder ich lass und Krümelie spielte. Sie verstellte ihre Stimme. Ich musste schmunzeln und viele Menschen um uns herum auch. 

Ich war etwas ruhig. Ich war nicht aufgeregt oder hektisch. Ich war so fasziniert, dass ich so viel Raum hatte, um zu sehen, was meine Tochter alles kann. Ich hörte ihr zu. Im Alltag mache ich das ehrlich gesagt manchmal auch nur "mit einem Ohr" oder "nur mit einem Auge". Manchmal bin ich nicht ganz da. Doch in diesen zwei Tagen war ich ganz bei ihr und konnte wieder feststellen, was für eine unglaublich tolle Tochter ich habe. 

Ich werde mich jetzt öfter in ihren Schatten stellen. Nicht nur in fremder Umgebung, wo ich das Bedürfnis habe auf sie aufzupassen. Einfach da sein und die kindliche Fröhlichkeit im Herzen speichern, das mache ich. 

Sonntag, 15. Januar 2017

Lebensbilder statt Krankheitsbild #83 mit Wochenende in Bildern

Nach einer tollen Party lagen Krümelie und ich um Mitternacht im Bett. 


Guten Morgen Samstag. Der Tag begann um dreiviertel Neun. Krümelie und ich wabberten noch ein wenig auf dem Wasserbett. Lustige Angelegenheit. Es schwappte, wenn wir so rumalberten. 
Irgendwann standen wir auf. Ich duschte und bekam dann die Haare gemacht. 
 Und dann begann das Warten. Die Anderen feierten wesentlich länger als wir und standen später als wir auf, sodass wir auf die Abholung zum Frühstück warteten. 
Wir vertrieben uns die Zeit mit Lesen und später zählten wir unsere Schuhabdrücke im Schnee. 
Wir frühstückten dann also fast zur Mittagszeit. Dafür in netter Gesellschaft. Anschließend besuchten wir noch eine liebe Verwandte, die uns mit Reiseverpflegung versorgte. 
Und dann ging es auch schon zum Zug. 
Nach dem Umsteigen in Leipzig gönnten wir uns im ICE ein leckeres Vesper. 
Eigentlich wollten wir am Hauptbahnhof aussteigen, aber - ich weiß auch nicht genau, was uns bewegte - naja jedenfalls sind wir vorher ausgestiegen. Vom Weg in ner City machte das keinen Unterschied. Dir S-Bahn war nur voller. Jedenfalls führte uns dieser Weg bei Oma vorbei, wo der Sohnemann eigentlich zur Übernachtung war. 
Da wir schon in der Nähe waren, luden wir uns bei Oma zum Abendbrot ein. Ich freute mich jedenfalls unglaublich doll Krümel in die Arme zu schließen. Und im Ergebnis schlief dann Krümelie bei Oma&Opa. Krümel und ich kuschelten uns ins Familienbett Zuhause. 

Am Sonntag freute ich mich über den Kaffee am Morgen vom Herzmann. Zuhause ist es doch am Schönsten. 
Nach dem Frühstück holte ich Krümelie ab und wir spazierten durch den Schnee. 
 Wir machten Platz für das neue gebrauchte Bett des Sohnemannes. 
 Oma hatte sich gekümmert und brachte die Teile mit dem Herzmann nach oben. Sie blieb dann noch und lass den Kindern vor bis zum Mittagessen. 
 Krümel schlief und wir schauten ... Na, wer kann es erraten?
 Der Haushalt wartete. Krümelie half fleißig bei der Wäsche. 
 Am Sonntag ist Badetage. Die Kinder hatten ihren Spaß. 
Zum Abend gab es noch eine Überraschung, die gestern mit der Post kam. Das abendliche Vorlesen wsr heute also um eine Neuerung reicher. 

Wir lassen den Abend jetzt ausklingen. 

Mehr Wochenendeindrücke gibt es HIER bei Susanne von Geborgen Wachsen. 


Was habt ihr die letzten Tage erlebt? Und wie ist es euch am Freitag dem Dreizehnten ergangen? 

Schönen Abend und 
einen guten Start in die neue Woche!
Anne