Sonntag, 23. Juli 2017

Mama geht tanzen. Was sonst? Oder?

An dieser Stelle ist für gewöhnlich das Wochenende in Bildern zu sehen. Heute nicht. Warum nicht? Weil ich gestern getanzt habe.


Achtsamkeit sich selbst gegenüber, Me-Time, Mamaauszeit - das beschäftigt mich. Wie kann ich gut auf mich achten? Wie Kraft tanken? 

Ich liebe es, dass meine Tochter zwar auch im Umgang mit nicht so vertrauten bzw. fremden Menschen anfänglich zurückhaltend, dann aber, wenn "keine Gefahr droht", unbefangen ist. Sie singt laut. Tanzt wild. Berichtet ausführlich. Fühlt sich in ihrem Sein in keinster Weise kritisierbar. Ist sie auch nicht. Kinder sind ausgelassen. Ich möchte das auch. Eine Freundin sagte: Du setzt deine Grenzen selbst. Und deine sind nicht meine. 

Und am Samstagabend setzte ich meine Grenzen und tanzte. Und ich habe sogar Komplimente bekommen. Und konnte sie annehmen und genießen. Das ist für mich auch nicht selbstverständlich.  
Ein Abend aus dem ich viel Positivität ziehe und eine Erinnerung von der ich im Alltag zerren kann. Ich sollte viel mehr tanzen. Mir mehr Zeit nehmen für mich. Meine Kinder sind in einem Alter, wo sie gut eine Nacht ohne mich auskommen. 

Und mit einem Lächeln kann ich mir dann ihre Abendteuer anhören. Sie in den Arm nehmen und herzen. Manche Dinge im Alltag leichter nehmen. 

Was tut ihr Gutes für euch? Woher bezieht ihr eure Kraft für den Alltag mit oder ohne Kind(ern)? 

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche.
Anne

Freitag, 21. Juli 2017

Wohnraumsuche mit Kindern in Berlin ist zum Kotzen.

Ich bin in Berlin geboren. Meine Heimatstation ist hier. Meine Wurzeln. Meine Kinder sind hier geboren. Ich sehe es zwar wie Peter Fox und finde, dass Berlin ganz schön hässlich sein kann. Dreckig. Deprimierend und trüb. Doch die Hauptstadt ist der Ort, wo ich mich Zuhause fühle. Ich will hier nicht weg. 
Nur in eine schönere Ecke. Doch Pustekuchen. Wohnraum ist begehrt. Teuer. Es ist zum Verzweifeln. 
Und die Anzahl der Familienmitglieder macht es nicht leichter. 

Ich suche einfach nur ne Wohnung mit Platz. 

Klar, ein Häuschen mit Garten ist schön. Hausbau kommt für mich aber nicht in Frage. Ich bewundere ja jene, die das angehen wie Alu und Konsti aka Grosseköpfe
Ich hege da keine Ambitionen. Für´s Kaufen fehlt mir das Geld. 
An sich fände ich es toll ein Haus zu mieten. Der Hacken: Der Vermieter könnte Eigenbedarf anmelden und man müsste raus. Jenny von Kinderchaos berichtete neulich erst von ihrer Situation, wo der Vermieter das Haus verkaufen will. Und dann muss eine Entscheidung her. Hauskauf oder Auszug?

Eine Wohnung reicht mir. Gerne mit Hinterhof. Platz will ich. 5 Zimmer. Hohe Decken wären mein Traum. Aber vorallem Platz. Ich will doch einfach nur bezahlbaren Lebensraum mit ein bisschen Grün. Ich habe keine 1.600€ im Monat für 4 Zimmer. 


Viel muss bedacht werden. 

Die Verkehrsanbindung, Schule und Kindergarten und ein Park in der Nähe sind Punkte, die bedacht werden müssen. Der Weg zur Arbeit muss berücksichtigt werden. 
Ich habe kein Auto und damit fällt für mich Brandenburger Umland auch raus. Das Kiezleben würde mir sehr fehlen. 
Vielleicht sind da auch irgendwann mehr als 2 Kinder. Und dann? Lieber jetzt umziehen bevor wir als Großfamilie gar keine Chancen mehr haben. Bei meiner Freundin mit ihren 3 Kindern hieß es, dass eine 4-Raum Wohnung für 4 und nicht für 5 Personen gedacht sei. 



gutes Karma

Ich hoffe. Ich suche. Ich kotze ab. Ich hätte also gerne eine große und bezahlbare Wohnung in Pankow, liebes Karma. Scheinbar möchte ich aber in einem Schloss wohnen. Doch ich würde meine Ansprüche auch runterschrauben. Wer also jemanden kennt, der seinen Berliner Wohnraum verlässt, sagt mir Bescheid. Wirklich. Wer jemanden kennt, was weiß, Ratschläge oder Geheimtipps hat, immer raus damit. Wir sind freundliche Nachbarn, grüßen, nehmen Pakete entgegen, die Kinder schlafen irgendwann und geraucht wird auch nicht. Früher mussten wir immer unser Stück Treppe putzen. Das kann ich also auch noch. 
Miete würde ich übrigens auch bezahlen. 

Wisst ihr Bescheid... ich stöbere dann nochmal durchs Netz. 

Schönes Wochenende 
Anne 

Montag, 17. Juli 2017

Lebensbilder statt Krankheitsbild #110 mit Wochenende in Bildern

Vom vergangenen Wochenende möchte ich euch noch berichten. Meine Oma feierte ihren Geburtstag. Ein Anlass zu dem viele Familienmitglieder anreisten. Die Kinder und ich auch. Und trotz aller Aufregung und Anstrengung erlebten wir wundervolle Momente, herzten meine Mama und Oma und streiften durch die Kleinstadt nebst Umgebung. 



Kleine Gassen und verwunschene Häuser - die Fantasie des Tochterkindes sprühte und der Sohnemann sammelte Steine und Stöcke ohne Ende. Es gab lecker Essen und wenig Schlaf. 
Meine mutige Tochter ist glückselig geritten und wollte gar nicht mehr absteigen. Das war das Highlight am Samstag. 
Am Sonntag machten wir dank Modellpark eine Landkreisrundreise und besahen uns Allerlei Kirchen.

Gelernt haben wir in der Burg neben dem Miniaturenpark auch noch was über Pilze, Tiere und Bäume. Abends bowlten wir zum ersten Mal. Für die Kinder gab es ein Gestell. Ich setzte die Kugel oben auf, hielt die Vorrichtung fest und die Kinder gaben ihr ordentlich Schwung. Tolle Sache. Und jede Menge Spaß. 
Am Montag fuhren wir zurück. Doch vorher streiften wir noch herum, fanden Schätze, sammelten Steine und ließen sie hinter uns wie Hänsel und Gretel. Auf jeder Brücke wurde der Flusslauf kontrolliert und dann ließen wir auf einer Seite Blumen, Blätter oder Stöcke von der Brücke fallen, rannten zur anderen Seite und jubelten, wenn etwas auftauchte. Auch kleine Rennen fanden statt. In nettester Gesellschaft verging die Zeit viel zu schnell. 

Es war ein bisschen Bullerbü für meine Großstadtkinder an diesem Wochenende. Unglaublich schön... 

Mehr Wochenenden in Bildern gibt es hier bei Susanne von Geborgen Wachsen. 

Von welchen Erinnerungen zerrst du? 

Anne 

Freitag, 14. Juli 2017

gelebte Inklusion am Beispiel einer Eltern-Kind-Gruppe

Schöne Theorie, aber in der Praxis hapert es. Ein gängiges Problem. Bei Inklusion auch?! 

Ich möchte Erfahrungen sammeln, möchte weniger Theorie, mehr Praxisbeispiele. Also sprach ich beim letzten "Salon für inklusiven DialogAndrea an und erzählte ihr von meinem Wunsch nach wirklichem Erleben. Im Flyer vom Verein "Eltern beraten Eltern" hatte ich bei der ersten Veranstaltung von der Eltern-Kind-Gruppe gelesen. Und bei dieser wollte ich gerne dabei sein. 
Mit meinen beiden Kindern war ich beim Pekip und diversen offenen Angeboten, die soziale Kontakte und Spiel- sowie Bewegungsanregungen für das Kind ermöglichten. Ich habe das immer als Bereicherung erlebt. Muss man aber auch mögen. 


Begegnung und spielende Kinder 

Donnerstags in Berlin-Steglitz können sich Eltern und Kinder mit und ohne Behinderung oder Entwicklungsverzögerungen treffen. Von 11:30 Uhr an können Kinder ab dem ersten Geburtstag den Sportraum im Familienzentrum JeverNeuen einnehmen. Anschließend ab 12:45 Uhr wird es ruhiger. Jüngere Kinder kommen. 


Gerahmt wird das offene Angebot von einer Begrüßungs- und einer Abschiedsrunde, dabei sind das Besondere die wiederkehrenden Lieder, die von Gebärden begleitet werden. Dazwischen gibt es Raum für Gespräche, für Fragen und Austausch. Ich sah stillende Mütter, sabbernde Kinder, Kontaktaufnahmen, bei denen Finger in anderen Mündern landeten, an Haaren gezogen wurde und einfach offenes aufeinander zugehen. Es gab Spielzeug und Bewegungsbaustellen. Ein Mädchen fand die Steckdose spannend. Ein Junge brachte seiner Mama einen Schuhe. Nicht seinen. Ich sah Kinder, die mutig waren, und dann weinten, weil sie sich soweit weg von Mama getraut hatten. Ich registrierte süße Grübchen, Normabweichungen, geschickte Kinder, die Verrenkungen machten, von denen ich nur träumen kann. Ich unterhielt mich über Wohnungssuche und über das Leben mit Kindern. Ein Junge interessierte sich für meine Tasche. Eine Nachziehauto wurde auf seine Fähigkeiten untersucht. Es krachte, wenn es eine Matratze, die über einer Bank an eine Rutsche erinnerte, herunter purzelte. Ich stellte fest: Ein Mann und viele Frauen - auch das ein gängiger Spiegel unserer Gesellschaft.  


Andrea hatte mir im Vorfeld erklärt, dass dieses Eltern-Kind-Angebot total unspektakulär wäre. Und sie hatte Recht, aber auf die beste Art, die es gibt. Unspektakulär erlebbare Inklusion mit Selbstverständlichkeit.  

Anregungen (z.B. das Gesprächspartnerwechseln in der offenen Runde) und Informationen (z.B.Während der kalten Jahreszeit, wenn es draußen ungemütlich ist, ist das Angebot höher frequentiert.) habe ich mitgenommen für meine Praxis und dieses Gefühl, dass ich willkommen war. Ich habe eine offene Gruppe mit Herzlichkeit erlebt. Neben Andrea vom Verein "Eltern beraten Eltern" gestaltet auch Gaby (Physiotherapeutin) das Miteinander dort und beide können bei Bedarf beratend aktiv werden oder andere Unterstützung wie Sprachmittler ermöglichen. Im Familienzentrum kann das Elterncafé genutzt werden und auch dieses Haus ist offen für Ideen. 

Theorie und Praxis geht doch zusammen und die Erkenntnis schlechthin: Alles steht und fällt mit den Menschen. 

Ich bin dankbar, dass ich da sein durfte. 

Anne

Mittwoch, 12. Juli 2017

Lebensbilder statt Krankheitsbild #109 mit 12von12


Bei dieser Aktion werden am 12ten eines Monats 12 Bilder (vom Tag) gemacht bzw. gezeigt. Mehr gibt es bei Draußen nur Kännchen

zwölfter Juli 2017

morgens
unterwegs
Kellerfenster
Himmel über Berlin
mocca
Ich hab da übrigens noch einen zweiten Instaaccount für meine Kaffeeliebe.
Vielleicht magst du vorbei schauen: @kaffeeindertasse
Bücher und Bücher und Bücher
Geheimnis
Regen 
im Kindergarten
Dank für fleißige Elternvertreter 
yammi
am Ende des Tages
Heute war einer dieser Tage. 
Ein Tag voller kleiner Glücksmomente.

Was hat dich heute erfreut? 
Was hat dich lächeln lassen? 

Ich wünsche dir einen angenehmen Abend. 
Schön, dass du vorbei geschaut hast.

Anne

Sonntag, 9. Juli 2017

Lebensbilder statt Krankheitsbild #108 mit Wochenende in Bildern

Neben dem Samstagsschnappschuss hielt das Wochenende folgendes für uns bereit:
Am Samstagvormittag waren wir fleißig. Krümelie übt sich in ihrem Schreiben. Wir hauselften und vollendeten das Geburtstagsglas. 
Mittag wurde vor- und zubereitet und schmeckte sehr gut. 
Dann nahmen die Kinder und ich unsere Sachen und das Glasgeschenk und gingen los. Unterwegs fanden wir einige Pfützen. Es ist so schön, wenn sich die Sonne in den Pfützen bricht. 
In einer Turnhalle stieg ein super Geburtstagssportfest. 



Am Sonntagvormittag fuhren die Kinder mit Oma&Opa aufs Feld und pflückten fleißig Heidelbeeren und Erdbeeren. 
Zur Mittagszeit holten wir sie ab. Das Bilderbuchfest am Helmi wartete auf uns. 
Das Schönste für das Tochterkind war das Klavierspielen. Und für mich spielte sie genauso schön wie die Pianistin. 
Wir lauschten zwei großartigen Lesungen. 


Anschließend unterhielten wir uns noch mit der reizenden Nina Hundertschnee, ihrer Schwester und die liebe Janet von Kinderbuchlesen.de entdeckte uns. 
Neben den Bücherständen, den zwei Bühnen und Bastelaktion stand da noch einladend der Vorlesebus von Librileo gemeinnützig
Irgendwie unerwartet war es plötzlich ganz schön warm und es gab erstmal Eis. 
Nach einem Spielplatzhalt besuchten wir Oma&Opa erneut und nahmen am Abend unsere Beeren mit. 
Zuhause wanderten die Kinder in die Badewanne und spielten ausgelassen mit dem Flaschentaucher aus der Mitgebseltüte vom Vortag. 

Der Tag klang aus. Das Wochenende endet. Mehr Eindrücke gibt es hier bei Susanne von Geborgen Wachsen. 

Ich wünsche dir einen angenehmen Abend und einen guten Start in die neue Woche. 

Anne 

Mittwoch, 5. Juli 2017

Blick zu den Wolken - DIY Fahrradfelgenmobile

Wie oft schauen wir auf den Boden? 

Der Forscherblick erspäht. Hier eine Pfütze. Da ein Käfer. Hier ein Stock. Da ein Stein. 
Oh eine Schatzkarte. Oder doch nur Müll? 

Wir schauen nach links und rechts. Haben unser Ziel. Keine Zeit. 

Hier ein Hundehaufen. Da eine Bierflasche. Überall Unrat. 
Wir schauen hinunter, um unsere Schuhe zu schützen. 

Wie oft richten wir unseren Blick nach oben?

Zu den Sternen vielleicht. In einer lauen Sommernacht. 
Zum Himmel. Um die Wetterlage abzuschätzen. 

Wann stehen wir da, schauen den Wolken zu? Wann betrachten wir den Tanz des Windes zwischen ihnen? Wann lassen wir die Sonne unsere Nase kitzeln?
Wann erkennen wir den Zauber? 

Wann schauen wir hinauf? Wenn wir einen Hubschrauber hören? Neugierig. 
Was könnte passiert sein? Andernorts. 

Unserem Nacken täte ein anderer Blick sicher gut. 

Wolken sind wundervoll. Das Blau und Weiß und Grau niemals gleich. 
Der Himmel. Der Horizont. Das Weite. Unendlichkeit. 

Wenn die Sonne mit den Wolken spielt. Verstecken. Immer in Bewegung. Beständig. Faszinierend. Wie ein Kunstwerk. Und der Wind wirbelt alles auf. 

Watteweich und mit Leichtigkeit können Gedanken auf Wolken in die Unendlichkeit schweben. Sie lassen uns vom Fliegen träumen. Lassen unsere Träume fliegen. 


als Einladung zum Träumen, 

zum Anschauen und Blick-fangen in Räumen 


Als eine Art Mobile lässt sich ein Stück vom Himmel in den Raum holen. 
Eine Fahrradfelge, an der Decke befestigt, kann verschiedenen Schmuck tragen. Mit Pfeifenputzern lassen sich Himmel, Sonne und auch Wolken gestalten bzw. biegen. Wolkenskizzen aus Papier mit Wattebäuschen, die von Kinderhänden geklebt wurden, gefallen mir persönlich sehr. Sie schweben. Die Sonne strahlt mit Krepppapier.
Ich schätze diese Form von "Hanging Art", wo man einen Moment Innehalten und der leichten Bewegung folgen kann. 

Wie sieht der Himmel heute bei dir aus? 
Wo schaust du hin? 

Anne