Donnerstag, 15. Juni 2017

'Gedanke des Tages' Nummer 12 - Schubladen in meinem Kopf

Ich stelle mir vor, dass in meinem Kopf ein System aus Schubladen herrscht. Wie beim Möbelschweden im Ausstellungsbereich stehen verschiedene Modelle herum. Grade so, dass sie gut zu betrachten sind, aber nicht gemütlich wie in einem Zuhause. Zweckmäßig. 

Meine Schubladen sind verschieden. 
Ich habe Scherzschubladen. Welche, in denen ich Erinnerungsschätze aufbewahre. Welche, die ich lieber nicht öffne. Doch das ist wie bei Horrorfilm-Zuschauer-Sein... Du sitzt da und fragst dich, warum sie die Tür öffnen oder allein in dunklen Keller gehen... gruselige Musik dazu... und einzig der Gedanke: Tu es nicht. Öffne sie nicht - Schubladen habe ich. Und welche, die klemmen. Es gibt zum Glück aber auch freie. Welche mit Ohrwürmern. Welche mit Straßenkarten. Und welche mit Definitionen. Vielleicht auch mit (selbstgebastelten) Erklärungen. 

Schubladen eben. Manche gut sortiert. Manche eben nicht. Ablage. Einordnung. Unterteilungsmöglichkeit. 

Dogmatisch? Nein. Praktisch. 
Doch geht es auch anders?



Welche Schubladen hast du? Und was passiert, wenn eine Sache, in mehr als eine passt? Was passiert, wenn wir aufhören Menschen in Schubladen zu packen? 

Anne 

Kommentare:

  1. Liebe Anne, ein sehr schönes Thema ich kenne das Video von YouTube schon und habe mich, als ich es das erstemal gesehen habe lange damit auseinander gesetzt, weil es hat mich sehr traurig gestimmt. Ich habe auch sehr viele Schubladen in meinem Kopf. Vorzugsweise mit schönen Erinnerungen, aber auch mit schlechten die ich eigentlich für immer verschlossen halten möchte, aber es leider nicht funktioniert und sie sich doch manchmal öffnen. Nochmal zum Video zurück zu kommen, auch ich habe gemerkt das ich Leute zu schnell in Schubladen stecke. Aber wenn ich merke das ich dass tue probiere ich daran zu arbeiten. Es klappt nicht immer. Die Welt wäre einfach wundervoll mit viel Liebe und soviel Toleranz wenn wir nicht dieses Schubladen denken hätten.
    Liebe Grüße
    Annika

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    1. So wahre Worte, liebe Annika.
      Vorurteilsbewusst mit viel Liebe wäre die Welt wirklich wundervoller.

      Ich bin auch nicht frei von Beurteilungen. Aber ich versuche ebenfalls daran zu arbeiten.

      Liebe Grüße
      Anne

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