Samstag, 4. März 2017

Ein Bild läd uns ein in eine andere Welt zu schauen.


Ein Bild zeigt uns ein anderes Erleben. Es ist ein Fenster, was wir öffnen können. Es ist die Möglichkeit hinaus zu sehen. Vielleicht auch in uns hinein. 

Ein festgehaltener Moment, der nie vergehen wird. Gefrorene Glückseligkeit. Gehaltenes Schicksal. Ein Blick zurück. Bewusstsein für Vergangenes. Ein Blick nach vorn. Mahnung für Zukünftiges. Motivation für Veränderungen. 

Ein Bild ist die Stütze unserer Erinnerung. Es animiert. Es berührt. Verstört. Erfreut. 

Ein Bild verdeutlicht. Zeigt. Unterstreicht. 

Bilder beleben. Bekräftigen dumpfe Worte. Erhellen. 

Der Fotograf/Die Fotografin wählt das Motiv. Die Färbung. Licht und Schatten. Blickwinkel. Ausschnitt oder Ganzes. Sie hat die Macht über den Moment. Er hat die Macht uns zu erreichen. 




Weil es für mich ein Herzensthema ist, meldete ich den Herzmann und mich für den 28. Februar 2017 zur Ausstellungseröffnung an. 

Ich könnte jetzt über die Örtlichkeit direkt neben dem Brandenburger Tor, von den Persönlichkeiten und den einleitenden und wichtigen Eröffnungsworten schreiben, was mich aber am Meisten berührt hat, war ein Bild. Es zeigt Mutter und Tochter. Im Kinderzimmer. Um sie herum jede Menge Kram an Spielzeug, ein Wäschekorb mit gefalteter Wäsche. Unordnung Zuhause und der Beginn dagegen vorzugehen. Unterbrochene Hausarbeit. 

Die Frau lässt die Wäsche stehen und nimmt ihr Mädchen in den Arm. Sie sehen beide erschöpft aus. Nicht verzweifelt. Sie hielten einander. Sie gaben sich Kraft. Vielleicht hatte sich das Mädchen gestoßen, vielleicht wurde sie getröstet. Vielleicht auch nicht. Alltäglich. Nicht weiter außergewöhnlich. 

Auf der einen Seite sah ich einen Familienmoment. Wie schön ist es doch in den Armen seiner Mama Nähe und Trost zu finden? Auf der anderen Seite sah ich einen Augenblick in der Fotoreihe, die uns das Leben mit dem Williams-Beuren-Syndrom näher bringen will. Gegen welche Widrigkeiten legt die Mutter ihre Arme noch schützend um ihre Tochter? - und nebenbei wartet der Haushalt. 



Wer in der nächsten Woche (also bis 10. März.2017) in Berlin ist und einen Moment Zeit hat, dem kann ich die Ausstellung nur ans Herz legen. Es werden 5 seltene Erkrankungen, Besonderheiten, Probleme, Normalität und Lebensfreude gezeigt. 

Für weitere und genauere Informationen HIER klicken

Anne 

Weitere Blogposts zum Tag der seltenen Erkrankungen: 
X ist eine Variable.

der Tag des orangen X - Fotospendenaktion von Pfizer (Werbung)

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