Freitag, 28. Oktober 2016

Lesezeit #1 - Alina und die Farben

Ein Buch in den Händen zuhalten ist großartig. Ich kann fühlen, riechen und mich ganz analog und ohne Stromverbrauch damit in eine andere Welt zurückziehen oder mein Wissen erweitern. Mit meinen Kindern kann ich das Vorlesen als "Hier und Jetzt"-Zeit und mit Kuscheln genießen. Ein Buch bringt uns die Welt näher und viele Bücher haben Persönlichkeit und tragen eine Botschaft weiter

Ich möchte euch in dieser Reihe Bücher vorstellen, die ich mit einem Hintergedanken gekauft habe. Meistens liegt mir das Thema am Herzen und ich möchte die Vorlesezeit auch als Gesprächsanlass nehmen. Obwohl mein Wunsch dahin gehen würde, müssen nicht jedesmal und immer tiefgehende Dialoge entstehen. Der Moment kann auch einfach nur kuschelig und das Buch ansehenlich sein. 


Bücherliebe #1


Wie fühlt sich eine Farbe an? 

Frühzeitig beginnen Erwachsene damit alles mögliche zu benennen. Zur Unterscheidung ziehen wir uns dabei Farben heran. Ein roter Apfel, eine gelbe Birne... 

Bei uns hat besonders Oma mit Krümel anhand der Ampel die Farben Rot und Grün geübt. Okay bei ihm sind Bäume rot und eine Feuerwehr ist grün, aber Farben werden in seine Wahrnehmung mitaufgenommen und er erkennt einen Unterschied. Er lernt mit der Zeit die richtigen Wörter dazu.

Was sind eigentlich Farben? 


Pigmente. Teilchen. Oder eine Zusammensetzung aus dem Bruch von Sonnenlicht. Wissenschaftlich ließe sich das sicher erklären. 

Mit der Farbenlehre existieren logische Herangehensweise, wie sich Farben zueinander und miteinander verhalten und wirken.

Wir könnten auch darüber philosophieren. Schlussendlich würden wir uns fragen: Was wäre die Welt grau in grau? 

Aber wie ist das, wenn die Sehkraft fehlt? Was sind Farben dann? Wie können sie beschrieben werden? 

In dem Buch "Alina und die Farben" fragt sich die blinde Titelheldin genau das. Sie wendet sich an ihren Freund Pauli und gemeinsam machen sie sich auf den Weg. 


aus dem Buch "Alina und die Farben"  

Die beiden Protagonisten ergründen also Farben. Grün zum Beispiel fühlt sich frisch und erholsam an, wie das Liegen auf einer Sommerwiese in sattem Gras. Braun ist warm und erhaltend. Es ist wie Muttererde. Rot ist feuerig und die Farbe der Wut. 

Die Vierjährige und ich fragen uns am Ende, wie es wohl ist ohne Sehkraft und ordnen Farben Dinge zu. Die Sonne zum Beispiel steht für Gelb. 

Krümelie findet die Figuren nicht schön. Sie begründet das nicht weiter. Mir gefallen sie. Vielleicht fehlt ihr die Farbe? Gestalterisch also ein guter Schachzug. 


Die Erkenntnis einiger Lesezeiten: Farben und Gegenstände sind verbunden. Schwarz und Weiß gefällt ihr nicht so. Krümelie malt lieber Sonnenblumen. 

Mir gefällt dieses Buch sehr. Es ist mehr für ältere Kinder. Ab 5 Jahren steht auf der Internetseite. Doch wenn man nicht so verbissen ist oder Angst um die Seiten hat, können auch Zweijährige ihre Freude haben und Farben benennen. Und Krümelie (4 Jahre) und ich nehmen es wirklich- wie erhofft- zum Philosophieren.

Mir ging es darum Krümelie zu sensibilisieren und dafür kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen. 

Gekauft habe ich es online. KLICK HIER. Das ging problemlos. Ich hatte meine Telefonnummer vergessen und bekam eine freundliche Erinnerungsmail. Rasch auf diese geantwortet und kurze Zeit später kam die Post. 

Weitere Eindrücke zum Buch: KlICK HIER

Was haltet ihr davon?


Habt ihr eine Leseempfehlung? Besonders interessieren mich Bücher, die zu einem Inklusionsdenken beitragen wollen. 

Ich bin gespannt.

Anne

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