Freitag, 27. November 2015

Advent, Advent - die Vorweihnachtszeit beginnt - Lebensbilder statt Krankheitsbild #22

Nun ist es soweit. In nicht mal mehr einem Monat ist Weihnachten (schon wieder vorbei). Mit zwei kleinen Kinder gebe ich mir Mühe diese Zeit angenehm zugestalten. Der Herzmann und ich möchten all die Dinge mit den Kindern machen, die wir früher geliebt haben. Weihnachten ist etwas besonders. Es richt gut. Ein Zauber liegt in der Luft. Lecker Essen gibt es und die gemeinsame Zeit wird mit Geschenken garniert. Ich möchte für meine Kinder positive Verbindung mit diesem Fest schaffen. Erinnerungen. Gut, der Babyjunge erfasst das Geschehen noch nicht als Ganzes, aber Krümelie ist angenehm aufgeregt. 


Der Wunschzettel 

Wir haben diese (hoffentlich) besinnliche Zeit eingeläutet, in dem wir einen Brief an den Weihnachtsmann geschrieben haben. Krümelie diktierte. Ich schrieb. Im Vorfeld hatten wir uns darüber unterhalten, warum wir einen Brief schreiben und über Weihnachten und Wünsche allgemein. Ich musste schmunzeln als Krümelie sagte, ich solle schreiben, dass die roten Sachen vom Weihnachtsmann hübsch sind. Sehr charmant mit einem Kompliment zu beginnen. Ihre Zwei Wünsche passten in eine Zeile und sind eher "klein" und auch an ihren Bruder hat sie gedacht. Hach, so harmonisch kann es bleiben. 
Erfolgreich haben wir den Brief dann auch eingesteckt. Ich hoffe, er kommt an...

Unser Adventskalender 

Der Countdown bis zum Fest wird nicht nur durch die vier Adventssonntage und das Kerzen anzünden gestaltet, sondern auch durch einen Adventskalender. Und ich finde sie toll. Ich hätte selbst auch gerne einen. Also habe ich mir für Krümelie überlegt, dass ihr Kalender langlebig sein und Teil einer Tradition werden soll.  

Ich möchte niemandem auf den Schlips treten, wirklich, ein gekaufter Schokikalender ist super, ich mag aber Basteln und zeige euch (auch ein bisschen stolz) mein Werk. Die Idee ist nicht von mir, sondern vom Blog "Babybirdsund die Umsetzung in seiner Urform schon 2 Jahre her. Bereits letztes Jahr habe ich den Adventskalender ein wenig verändert. In diesem Jahr ist er für beide. Im nächsten Jahr bekommt Krümel seinen eigenen Baum. 



Die Idee ist simpel. In den 24 Tagen vor Weihnachten kann Krümelie einen Weihnachtsbaum schmücken. Er füllt sich also mit jedem Tag und es entsteht ein buntes, weihnachtliches Bild. Es wird in diesem Jahr für die Dorfbewohner geschmückt. Krümel darf die Kapseln öffnen und Krümelie "anhängen". So der Plan. Im letzten Jahr sah das kurz vor dem 24sten so aus: 



Soll ich euch mehr erzählen über unsere vorweihnachtlichen Aktivitäten? Und überhaupt, wie startet ihr in den Dezember? 

Ich wünsche euch einen fröhlichen ersten Advent! 

P.S.: Sabrina von FROSCHTATZE mag genauso gerne wie ich Adventskalender. Schaut selbst: hier

Dienstag, 24. November 2015

Die Einheit "Buch und Blog" (mit Verlosung)

Am Ende dieses Postes befindet sich der dritte Teil der Geburtstagssause. Die freundliche E. hat gleich zwei Sachen genäht, die ich verlosen möchte. Es ist für Kinder. Einmal eher für Jungen und einmal eher für Mädchen. Da sie Krümelie, ihr Mädchen-Sein und unsere Vorlieben (für Täschchen, fürs Lesen und auch Plize und Sternchen) kennt, ist es etwas, was prima zu uns passt. Das fand ich ganz wunderbar. An dieser Stelle nochmal an dich freundliche Edda: Vielen lieben Dank. 
Da dies hier ein Mamablog (ich sollte das "Buch mit Familienblog" ändern) ist, erschien es mir (auch mit der nahenden Geschenkezeit) passend etwas für Kinder zu verlosen. 

Buch mit Mamablog

Das "X-MAL ANDERS Ullrich-Turner-Syndrom! Ja, und!?"- Werk ist ein Teil meiner Familie. Ebenso wie das UTS, Arztbesuche und Geschwisterplüsch oder (Geschwister-)streit (ja sie streiten sich schon) gehört es zu meinem Leben. Die Einheit "Buch und Blog" ist mein "drittes Baby".

Von 2000-3000 (die Literatur schwankt dabei) lebend geborenen Mädchen hat eines das Ullrich-Turner-Syndrom. Die vorgeburtliche (vorwiegend in den ersten 12 Wochen) Sterblichkeit sei hoch, ist oft zu lesen. Nur 2% schaffen es. So ganz habe ich noch nicht verstanden worauf sich die 2% beziehen bzw. wer und wo sie erhoben wurden, aber ich bin glücklich und dankbar, dass ich meine Krümelie in den Arm nehmen kann. Ich bin dankbar für meine Familie. Für meine Drei. Ich liebe sie. Und eine Unmenge an Sorgen, Überlegungen und Glücksmomente gehen damit einher. Deswegen ein Mamablog; weil Mama hier schreibt. 

Das Buch ist entstanden um "Hoffnung in den Händen zu halten". Schwangere, Mütter, Frauen, die "frisch" vom UTS erfahren haben, ebenso wie Fachleute sollten etwas in den Händen halten; das Erfahrungsschätzchen greifbar, platzierbar und spürbar sein. Die haptische und übertragende Komponente spielt dabei eine Rolle. Doch das "X-MAL ANDERS"-Buch ist nur der Anfang. Der Blog nimmt die kleinen, alltäglichen Gedanken auf. Häufig wird doch für die schnelle Suche das Internet genutzt. Buch und Blog ergänzen sich somit wunderbar. 

In der "Buch und Blog"-Einheit steckt Herzblut, Zeit und Arbeit. Sowohl die Mühen für das Buch als auch für den Blog nehme ich herzlich gerne auf mich. Ich werde in absehbarer Zeit nicht dazu übergehen täglich zu bloggen. Ich mache das ganz ohne Druck. Manchmal bin ich frustriert, weil ich eine Idee habe und sie nicht umsetzen kann. Familienleben. So ist das dann eben. Ich bin unendlich froh darüber, dass vielen Interessierten, Fachleuten und Betroffenen (ich mag dieses Wort nicht, es steht für Leid, leider fällt mir keine passenderes ein) mein Buch gefällt. Die Kritik war gering. Manchmal Geschmackssache. Manchmal unbegründet. Weil leere Seiten im Buch, mehr ausdrücken als auf den ersten Blick ersichtlich.

Zu Beginn dieses Postes habe ich gezweifelt. Mich gefragt, warum ich überhaupt noch eine Verlosung starten sollte. Die Resonanz auf die ersten zwei Verlosung ist gering. Gerne hätte ich ein Kommentar alla "Hey, ich kannte das Syndrom nicht. Jetzt kann ich sagen, ich habe zumindest schon mal davon gehört. Und die Torte ist toll. Oder. Ich trinke gern Kaffee." gelesen. Und zwei, drei Kommentare mehr können es sowieso sein. Ich wünsche mir Input. Andere Erfahrungen. Teilnahme. 
Ich frage mich, ob Frauen mit UTS meinen Blog lesen. Tun sie es nicht, weil es schmerzt vom Leben mit Kindern zu lesen? Unerfüllter Kinderwunsch kann das Herz schwer werden lassen. Oder interessiert es einfach nicht? Nicht jedem muss meine Schreiberei gefallen. Nicht jeder möchte sich ständig mit dem UTS auseinandersetzen. Oder klappt das mit dem Kommentieren nicht? Schreibt mir ne Mail, wegen der Verlosungen oder einfach so. Wer liest sonst hier? Mütter mit ebenso wunderbaren Töchtern? Meine Mama? 

Geteiltes Glück ist doppeltes Glück!, sagt meine Mama immer. In diesem Sinne folgt gleich die dritte Verlosung und ich teile mein Glück und habe bereits in Form von vielen lieben Worten eine Menge zurück bekommen, was mich weiter machen lässt. 


Geburtstagssause Teil 3 - 

Genähtes für Kinder

Wie eingangs erwähnt, ist es etwas zu uns passendes, was uns die freundliche Edda genäht hat. Tada: 
Ein wunderschönes Heftchentäschen zum Beispiel für Pixi-Bücher und ein Utensilio zum Beispiel für Spängchen oder Zopfhalter zum Zusammenfalten! 

Ihr könnt euch jetzt überlegen, was ihr gewinnen möchtet - Nummer 1 
 oder Nummer 2. 

Um in den Lostopf zu kommen, hinterlasst hier unter dem Post ein Kommentar und beantwortet eine oder mehrere Fragen: Möchtet ihr Nummer 1 oder 2 gewinnen? Und für wen? Was ist für euch das Ullrich-Turner-Syndrom? Gibt es sonst etwas, was ihr los werden wollt - Kritik oder Anregung? Was für ein Leser*in bist du? 


Ich würde mich freuen, wenn ihr anderen vom Blog und der Verlosung erzählt. Und wer genauso begeistert ist, wie ich, kann 3 zusätzliche Lose erhalten. Dafür müsst ihr Teil der Reihe "Lebensbilder statt Krankheitsbild" werden. Wer sich also per Mail bei mir mit einem Beitrag meldet und hier kommentiert, wandert mit 4 Losen in den Glückstopf.

Bei der Geburtstagssausen-Verlosung der handgemachten, Motorik schulenden Geburtstagstorte

 

und
bei der Geburtstagssausen - Verlosung von Kaffee und Buch

könnt ihr auch noch mitmachen.


Das Kleingedruckte aka weitere Teilnahmebedingungen: 
* Es gibt entweder ein "Spängchen- und Zopfhalterutensilio" oder ein "Täschchen" (wie auf den Fotos abgebildet, ohne Dekoration) zugewinnen. Beides stammt aus meinem privaten Besitz und wird im Fall des Gewinns auf meine Kosten innerhalb von Deutschland versandt. Versand außerhalb von Deutschland ist möglich, wenn die Versandkosten selbst getragen werden.
* Das Gewinnspiel startet heute am 24. November 2015 und endet am 01. Dezember 2015 um 23:59 Uhr.
* Krümelie wird zeitnah als Glücksfee in Aktion treten und den Gewinner/die Gewinnerin auslosen. Der Plan ist, dass am 03. Dezember 2015 die Bekanntgabe erfolgt.
* Mit eurer Teilnahme willigt Ihr ein, dass ich euch im Falle des Gewinns hier auf meinem Blog als Gewinner/-in nenne und euch kontaktiere, wenn beim anonymen Kommentar eine freiwillige Kontaktmöglichkeit (z.B. E-Mail Adresse) angegeben wurde. Ansonsten schaut auf jeden Fall nochmal vorbei. Nach drei Tagen wird neu ausgelost. 
* Es erfolgt keine Barauszahlung des Gewinns und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
* Die Teilnahme ist nur für reale Personen und erst ab 18 Jahren möglich.  
* Datenschutzhinweis: Ich weise darauf hin, dass sämtliche personenbezogenen Daten des Teilnehmers Dritten nicht zugänglich gemacht werden.
* Das Gewinnspiel steht in keinem Zusammenhang mit Facebook.

      Ich wünsche euch viel Glück!  

Montag, 23. November 2015

Kinder haben Rechte!!!

Mit Begeisterung habe ich am Vorlesetag (20. November) in der Kindergartengruppe von Krümelie vorgelesen. Gespannte Zuhörer, Kinderlachen und aufgeregtes Gewusel begleiten meinen Besuch. Manch einer mag lautes Vorlesen nicht. In einer Gruppe von Erwachsenen würde sich meine Begeisterung auch in Grenzen halten, aber (diese) Kinder sind ein tolles Publikum.   
Der 20. November stand aber nicht nur im Zeichen des Vorlesens. Vielmehr war auch der bundesweite Aktionstag für Kinderrechte. Bei Radio Teddy (ein Kinderradio) wurde berichtet, dass Kinder Rechte haben und, dass gefordert wird, dass diese Rechte auch ins Grundgesetz kommen. Wir hörten dies nun im Radio und Krümelie fragte, was das bedeutet. Wieder einmal bin ich begeistert von meiner Tochter, von ihrem Wissensdurst und ihrem Nachfragen zu einem spannenden und vor allem wichtigen Thema. 


Kinder haben Rechte! 

Ich erklärte Krümelie, dass für alle Leute, die Menschen Rechte gelten. Für Kinder gibt es nochmal spezielle. Das ist festgeschrieben. Sie haben ein Recht auf Spielen. Sie müssen nicht arbeiten. Sie dürfen sich Bücher anschauen und sich bilden. Das Recht auf Bildung ermöglicht es ihnen in die Schule zu gehen. Und das möchte Krümelie sehr gerne. Sie will lesen und schreiben lernen. Rechnen nicht so. Aber darum geht es hierbei nicht. Kinder dürfen also etwas und sie sollen beschützt werden und Essen bekommen, erkläre ich weiter. "Alle Kinder?", fragt Krümelie. Eigentlich müssten für alle Kinder, egal wie sie aussehen oder wo sie herkommen, diese Rechte gelten. Ich schwenke um. Krümelie ist erst 3 Jahre und 5 Monate. Ich will nicht zu viel erklären. Wir hören am Tag ab und zu Radio und abends fragt mich Krümelie, was den nu mit dem Grundgesetz sei. Im Grundgesetz stehen bis jetzt nur Sachen drin für Erwachsene. Wären die Kinderrechte im Grundgesetz verankert, wäre ihre Gewichtung und Beachtung bei Entscheidungen stärker. Zum Beispiel, wenn überlegt wird etwas zu bauen - ein Spielplatz oder ein Parkplatz. Die Wünsche der Kinder müssten dann mehr berücksichtigt werden. Kinder haben Bedürfnisse und Fähigkeiten, die wir als Erwachsene (manchmal) vergessen haben. So würden wir uns besser erinnern, antworte ich.  
"Na, super!", sagt Krümelie.

Das Gespräch ist an dieser Stelle beendet. Ob ich jetzt adequat geantwortet habe, sei dahin gestellt. Die Antwort von Krümelie war auch eher kryptisch. Ob sie mit Ironie und Sarkasmus schon etwas anfangen kann. Meine Überlegungen gehen in verschiedene Richtungen weiter. Sie spinnen ein Netz. 
Abfotografierter Flyer von Unicef 

Schutz von Kindern

Ein Kind hat Rechte ab dem Zeitpunkt seiner Geburt. Ich frage mich, ob eine weitere Bestärkung der Kinderrechte durch die Aufnahme ins Grundgesetz einen Einfluss hätte auf die Pränataldiagnostik. Hat ein Kind im Mutterleib nicht auch ein Recht auf Gesundheit? Auf Betreuung bei Behinderung? Auf Schutz? Mir erscheint sowohl das Pro als auch das Contra für "Recht ab der Geburt" schlüssig. Ich will auch keiner Schwangeren ihre Rechte absprechen. Und schon gar nicht würde ich über Abtreibungen urteilen wollen. Mir geht es lediglich darum, dass eine Gesetzesverankerung eine weitere Stütze böte für Aufklärung und eine Schwächung der kostenpflichtigen "Nicht Invasiven Pränatalen Tests - NIPT". ("Die rotten uns aus.", kommt mir dazu in den Sinn. Mit "uns" sind Mädchen und Frauen mit UTS gemeint, deren Existenz diese Tests in Frage stellen.) Bereits ein Ungeborenes hat ein Recht darauf wahrgenommen zu werden. 

Die Kinderrechte wurden festgeschrieben, um Kinder und Jugendliche zu schützen, zu unterstützen und zu stärken in ihrer Teilhabe. Ihnen werden also von der Gesellschaft annerkannte und festgeschriebe Berechtigungen zugesprochen. Ihnen soll der Rücken gestärkt werden. 

Neulich sagte meine Mama, dass geteiltes Glück doppeltes Glück bedeutet. Geteiltes Leid ist jedoch auch doppeltes Leid. Weil der Mut verloren geht, sagt sie. Ich empfinde das als sehr treffend. Kinder haben Rechte. Es gelten die Menschenrechte. Und obwohl ich nicht alle kenne, ist es von großer Bedeutung und auch ein bisschen Glück, dass wir sie haben. Und das sollte durch TEILEN vermehrt werden. 
#bloggerfuerfluechtlinge ist ein gutes Beispiel dafür. Wir teilen und vermehren das Glück bzw. bestärken die Rechte der Kinder und schützen sie und unser aller Zukunft. 

Wer sich eingehender mit den Kinderrechten befassen möchte, findet beim "Deutsches Kinderhilfswerk e.V." Informationen und Materialien und Projekte . Und natürlich auch bei Unicef

Eine interessante und informative Sammlung zum Thema, angestoßen durch den "Mutterskuchen"-Podcast "Kinderrechte – Wir sind alle frei geboren", findet sich auch auf dem Blog "Grosse Köpfe". 

Die Kinderrechte gelten im Familienleben und eben ab der Geburt. Und besonders in den jungen Jahren bedürfen sie unseres Schutzes. 

Ambiguitätstoleranz 

Kinder haben Rechte; festgeschriebe und jene, die ich für mich bzw. wir für uns formulieren. In manch einem Punkt fassen die Kinderrechte in Worte, was für uns selbstverständlich ist. Wir lieben unsere Kinder. Sie sind willkommen und geliebt. Niemand muss uns sagen, dass wir als Eltern für sie sorgen sollen und dies gewaltfrei. In anderen Punkten müssen wir uns doch eingestehen, dass es nicht immer leicht und selbstverständlich ist die Rechte der Kinder zu wahren. 

Unsere Kinder haben einen Anspruch darauf, dass wir ihnen vertrauen. Sie haben ein Recht auf Selbstbestimmung, Gleichheit und Mitbestimmung. Und das bedeutet, dass wir es aushalten müssen, dass wir als Erwachsene nicht immer abschätzen können, was passieren wird. Wir müssen diese Ungewissheit, das Kribbeln im Bauch, aushalten. Bei Krümel bedeutet das aktuell, dass wir seinen Bewegungsdrang nicht bremsen. Unermüdlich wird sich hochgezogen und umgeplumst und geklettert und gestolpert. "Fallen will gelernt sein.", heißt es so schön. Doch manchmal fordert es mich das Fallen zuzulassen. 

Ein anderes tägliches Beispiel heißt "Schrippe aufschneiden und schmieren". Wenn Krümelie mit dem Messer hantiert, muss ich öfters schlucken, weil sie dem Brötchen so zusetzt. Ruckartige Bewegungen und das abrutschende Messer lassen blutige Bilder in meinem Kopf aufblitzen. Aber wir lassen sie. Die massakrierte Mageriene erwähne ich jetzt nicht weiter. Dafür, dass Ktümelie ihr Brötchen alleine macht, werden wir regelmäßig mit lustigen Begebenheiten belohnt. So landete kürzlich Mageriene im Wasserglas. Sie wurde hinein gehebelt.

Unsere Kinder sind nicht unser Eigentum. Es ist unsere Aufgabe sie und ihre Ansprüche wahrzunehmen und im Kontext abzuschätzen und im Sinne aller zu entscheiden. 
Die Selbstständigkeit, der Bewegungsradius von Kindern muss wachsen. Und trotz unserer Befürchtungen müssen wir sie wachsen lassen. Wir müssen einen Rahmen und Möglichkeiten schaffen. Wir als Eltern im Kleinen, weil wir Klettern lassen oder Messer in Kinderhände geben. Weil wir vorlesen und unsere Kinder dabei lernen. Aber auch im politischen Bereich muss sich für Kinder stark gemacht werden. Kindergeräusche im öffentlichen Raum müssen erlebt, Spielplätze gebaut, Freizeitangebote ermöglicht werden und die Welt muss einfach kinderfreundlicher sein. 

Mittwoch, 18. November 2015

Druckfreigabe mit Kaffeeliebe (+Verlosung)

In der Historie des "X-MAL ANDERS Ullrich-Turner-Syndrom! Ja, und?!"- Buches spielt der 18. November 2014 eine entscheidende Rolle. Es war der Tag, an dem ich beschloss, dass das Buch fertig sei. 
Unzählige Male hatte ich die Druckdatei gelesen, geändert, verbessert. Vor einem Jahr dann, war es so weit. Das Werk konnte in den Druck gehen. Es sollte in der Kalenderwoche 50 produzieren werden. Das bedeutete Geduld. Doch bereits am 3.Dezember konnte ich mein Buch in die Hand nehmen. Mal abgesehen davon, dass Krümelie in die 2 großen Kartons klettern wollte, war sie es, die das erste Buch aus seiner Folie holte. Ein unbeschreiblicher Moment. Wir machten es uns dann beide auf dem Sofa gemütlich und schauten uns zum ersten Mal das fertige Werk an. Krümelie war begeistert. Seit diesem Tag ist es übrigens ihr Buch. Schließlich ist sie auf dem Cover. Gegen diese Logik kann ich nichts sagen.
Dieser Blog hier ist entstanden, um das wunderschönen "X-MAL ANDERS UTS! Ja, und?!- Buch zu unterstützen. Hier ist festgehalten, wie alles begann, welche Hürden es gab und wie Schritt für Schritt mein "drittes" Baby entstand. Immer wieder halte ich seine Wege und Erfolge fest. Und die können sich sehen lassen. 

Exkurs 

Auf Facebook postete ich am 6. September die folgenden Bilder: 


An diesem Tag waren wir (der Herzmann und ich) beim Berlin Coffee Festival und es war großartig. Wir hatten Neues ausprobiert (kalt gebrühter Kaffee ist nicht meins) und uns über viel leckeren Espresso gefreut. Wir sind vom Kaffee berauscht und seelig nach Hause. Was für ein Gefühl. Ich hätte es am Liebsten konserviert, für schlechte Zeiten weggesperrt, um es bei Bedarf herauszuholen. Gemeinsam "Kaffee trinken und Espresso genießen", unserer Ksffeekultur zu fröhnen, dass ist "unser Ding", vom Herzmann und mir. Ich liebe es. Und was gehört zu einem guten Kaffee? 
Genau! Dazu gehört ein gutes Buch. Und weil wichtige Ereignisse gewürdigt werden müssen, folgt nun: 

Geburtstagssause Teil 2

Kaffee und ein gutes Buch - Verlosung

Ihr habt nun die Chance ein druckfrisches Exemplar des wunderschönen und x-mal anderen Buches zugewinnen. Und weil es sich so wunderbar ergänzt, gibt es 250 gramm "Berlin-Kaffee" (gemahlen für Filterkaffee) von unserer Lieblingsrösterei dazu. Beim Kauf musste ich auch gleich erstmal Bilder machen. 
Der Herzmann möchte im Übrigen herzlich gerne seine Kaffeebohnen selber rösten. Und hätte auch gerne so ein kleines, rotes Maschienchen. Öhm nunja. Das ist ein anderes Thema. Für euch gibt es ein Buch und 250 gramm Kaffee zu gewinnen. 

Um in den Lostopf zu kommen, hinterlasst hier unter dem Post ein Kommentar und beantwortet eine oder mehrere Fragen: Was ist für euch das Ullrich-Turner-Syndrom? Was ist für euch ein gutes Buch? In welche Hände sollte ein "X-MAL ANDERS"- Buch kommen?
Buch und Kaffee - auch für euch eine passende Kombination? Gibt es sonst etwas, was ihr los werden wollt?  

Ich würde mich freuen, wenn ihr anderen vom Blog und der Verlosung erzählt. Und wer genauso begeistert ist, wie ich, kann 3 zusätzliche Lose erhalten. Dafür müsst ihr Teil der Reihe "Lebensbilder statt Krankheitsbild" werden. Wer sich also per Mail bei mir mit einem Beitrag meldet und hier kommentiert, wandert mit 4 Losen in den Glückstopf. 

Bei der Geburtstagssausen-Verlosung der handgemachten, Motorik schulenden Geburtstagstorte könnt ihr auch noch mitmachen.

Das Kleingedruckte aka weitere Teilnahmebedingungen: 
* Es gibt ein "X-MAL ANDERS Ullrich-Turner-Syndrom! Ja, und?! -Buch und 250 gramm Blaue Bohnen Berlin Filterkaffee zugewinnen. Beides stammt aus meinem privaten Besitz und wird im Fall des Gewinns auf meine Kosten innerhalb von Deutschland versandt. Versand außerhalb von Deutschland ist möglich, wenn die Versandkosten selbst getragen werden.
* Das Gewinnspiel startet heute am 18.November 2015 und endet am 01. Dezember 2015 um 23:59 Uhr.
* Krümelie wird zeitnah als Glücksfee in Aktion treten und den Gewinner/die Gewinnerin auslosen. Der Plan ist, dass am 03. Dezember 2015 die Bekanntgabe erfolgt.
* Mit eurer Teilnahme willigt Ihr ein, dass ich euch im Falle des Gewinns hier auf meinem Blog als Gewinner/-in nenne und euch kontaktiere, wenn beim anonymen Kommentar eine freiwillige Kontaktmöglichkeit (z.B. E-Mail Adresse) angegeben wurde. Ansonsten schaut auf jeden Fall nochmal vorbei. Nach drei Tagen wird neu ausgelost. 
* Es erfolgt keine Barauszahlung des Gewinns und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
* Die Teilnahme ist nur für reale Personen und erst ab 18 Jahren möglich.  
* Datenschutzhinweis: Ich weise darauf hin, dass sämtliche personenbezogenen Daten des Teilnehmers Dritten nicht zugänglich gemacht werden.
* Das Gewinnspiel steht in keinem Zusammenhang mit Facebook.

      Ich wünsche euch viel Glück!  
Und verspreche euch, dass ihr gespannt bleiben könnt...

Sonntag, 15. November 2015

Der Glaube an das Gute - Festliche Bastelei mit jüngeren Kindern (Blogparade)

In schweren Zeit hilft es sich am Guten festzuklammern. Eigentlich ist es unerlässlich. Im Sommer schrieb ich meine Gedanken und Sorgen, wegen schockierender Nachrichten, bereits auf. Was wird? - frage ich mich immer noch. Aber ich möchte, dass meine Kinder möglichst unbeschwert aufwachsen. Krümelie und Krümel sind auch nicht in einem Alter, wo sie irgendetwas von schockierenden und schrecklichen Nachrichten und Berichten mitbekommen müssen. Für sie müssen schöne Momente geschaffen werden. 
Was ich leidenschaftlich gerne tue, von Können ist keine Rede, ist BASTELN. Mit Begeisterung animiere ich also Krümelie. Ein erster Funke ist erfolgreich übergesprungen. Und dem Aufruf von welovefamily.at folgend verblogge ich unsere kreative Betätigung. Mehr schaffende Aktivitäten findet ihr unter ihrem Post: Aufruf zur Blogparade: DIY, Up-, oder Recycling: Unsere liebsten Bastelideen mit Kindern ...


Festliche Bastelei mit Kind(ern) 

Krümelie liebt Party's. Musik, Gesang, Luftballons, lecker Essen, Süßes, Gäste und gute Laune gehört dazu. Als Geburtstagsfan und Feierexpertin weiß sie mittlerweile, dass zu Festlichkeiten jeglicher Art Dekoration gehört. Es muss geschmückt werden. Bei Krümelie sehr beliebt sind Girlanden bzw. Ketten. Bereits für die Blog-Geburtstagssause wurde die gewinnbare und gehäkelte Torte (bis 1. Dezember könnt ihr hier noch in den Lostopf hüpfen) in Szene gesetzt mit einer Wimpelkette. 
Unkompliziert und für jüngere Kinder mit Erfolgserlebnis herzustellen:

die Partykette 

Was dafür gebraucht wird, findet sich in jedem (Kinder-)Haushalt. Ansonsten lassen sich die Sachen einfach besorgen. 
Gebraucht wird: 
  • eine Schere
  • Kleber 
  • ein Bändchen, Schnur oder der Gleichen 
  • Papier - wahlweise Moosgummi, bunte Pappe, Stoffreste, Federn, etc.

Beim Entstehen kam mir eine Idee: zwei Wäscheklammern. Sie sind nicht auf den ersten Bildern, aber sehr zu empfehlen. 
Für Weihnachten kann auch überlegt werden weihnachtliche Motive vorzudrucken/aufzumalen und auszuschneiden oder vorhandene Anhänger zu integrieren.

Und so geht es! 

Bei uns läuft es so, dass wir gemeinsam schneiden. Ich schneide Dreicke. Krümelie ahmt mich manchmal nach. Manchmal schnippelt sie vor sich hin. Je nach Lust und Laune können verschiedene Materialien in Form gebracht werden. Dann geht es an den Kleber. Ich nehme das breitere Geschenkband. Es eignet sich super zum Auftragen des Klebers. Die 3-Jährige Krümelie ist begeistert. Es empfiehlt sich die Klebe-Euphorie zu dämpfen. Also erst die Hälfte mit Kleber versehen und dann nach Belieben die Dreiecke, Schnipsel, Stoffstückchen oder Federn aufbringen. Die Enden an den Wäscheklammern befestigen, die zweite Hälfte bekleben und wahlweise das Ganze auf der Rückseite wiederholen, aufhängen und fertig: 
Für Weihnachten mit Kleinkindern übrigens auch für den Tannenbaum zu empfehlen. Es ist selbstgemacht, leicht und kann schnell "repariert" werden. Für die Silvesterparty, Geburtstagsfeiern, besonders die im Rollenspiel stattfindenden, Ostern und eigentlich für jedes Fest eine individuelle und machbare Bastelei mit (kleinen) Kinder. 
Die jüngeren Bastler*innen können dabei viel selbstbestimmt tun und so verstärkt sich der Stolz auf das eigene Werk und ihr Selbstbewusstsein. 

Obwohl ich die Meinung vertrete, dass der Prozess des Tuns im Vordergrund steht, freue ich mich auch, wenn ein "fertiges" Werk entsteht. Diese Bastelei eignet sich also für Eltern und Kinder, kann an das persönliche Können angepasst werden und ermöglicht einen Familienmoment. Familie macht glücklich und lässt uns an das Gute glauben. 
Nehmt eure Lieben in den Arm! 
Viel Spaß beim Basteln.
Eure Anne 

Donnerstag, 12. November 2015

Lebensbilder statt Krankheitsbild #22 trifft 12von12

http://draussennurkaennchen.blogspot.de/p/12-von-12.html

Bei dieser Aktion werden am 12ten eines Monats 12 Bilder vom Tag gemacht. Das passt prima in meine Reihe "Lebensbilder statt Krankheitsbild", dachte ich mir. Daher gibt es jetzt 12 Lebensbilder von unserem Tag (und hier gibt´s noch mehr):

Guten Morgen! 
Dank Erinnerung in der Weckfunktion weiß ich, dass heute der 12. November ist. Also mache ich schon mal das erste Bild. Der Babyjunge ist mit erwacht und zieht seine Socken aus. 
Anderer Orts treiben Dinosaurier ihr spaßiges Unwesen. Bei uns ist es ein Drache. 
Trotz geschäftigem, morgendlichen Gewusel soll ich unbedingt auch ein Foto von Krümelies (Egal war gestern) - Igel machen. Wunsch erfüllt, bitte sehr: 
Krümelie macht Kindergarten frei und vergnügt sich heute mit Oma. Wir treffen sie zur "Übergabe". 
Krümel und ich verleben einen schönen Vormittag in netter Gesellschaft mit kleinen Besorgungen (was so gebraucht wird, um den Wäschebergen den Kampf anzusagen) und guten Gesprächen. Ich vergesse Bilder zumachen


Oma ist so lieb und hält mich auf dem Laufenden. Es gab zum Mittag Krümelie's Lieblingsessen: Fischstäbchen mit "Müse". 
Der Tag nimmt eine ungeahnte (familiär bedingte) Wendung. Meine Begeisterung hält sich in Grenzen und ich streiche gedanklich einige Vorhaben von meiner Liste. 
Am frühen Nachmittag mache ich mich auf den Heimweg und nehme mir dabei ein Beispiel an Krümelie und erfreue mich an der Sonne und den kleinen Dingen - in diesem Fall des Herbstes.  
Mit Sonne sieht alles viel freundlicher aus, überlege ich...
...und bin von Licht und Schatten und dem Perspektivwechsel begeistert. Es bringt mich auf andere Gedanken. Wieder Zuhause freute ich mich dank dieser Bilder 

auf die Heimkehr von Krümelie. Und statt der Wäscheberge und dem Papierkrieg zeig ich euch lieber die lecker Kekse in Vollendung.
Wer könnte da nicht kosten wollen. 
Das abendliche Programm endet mit Vorlesen. Wir machen es uns jetzt gemütlich. 
Mit dem letzten Bild wünsche ich euch einen schönen Abend und lade euch gleichzeitig herzlich zur Blog-Geburtstagssause ein. 
Hier entlang... KLICK 

Dienstag, 10. November 2015

Bloggeburtstag mit Torte (+ Verlosung )

Werbung 

Erste Male hinterlassen für gewöhnlich einen prägenden und bleibenden Eindruck. In unserem Kulturkreis gibt es so einige erste Mal, die zelebriert und gefeiert werden und meist den Anfang für eine Laufbahn darstellen. Ich denke zum Beispiel an den ersten Schultag
Dann gibt es diese ersten Male, die ihren ganz eigenen Zauber haben. Diese sind ein Höhepunkt in unserem Leben. Sie hinterlassen Spuren in unserem Herzen. Ich denke zum Beispiel an die erste große Liebe.

Tja und dann gibt es da DEN ersten Geburtstag. 6 oder 18 oder 30 oder 60 sind dann nochmal Zahlengeburtstage, die mit Bedeutung und Gewichtigkeit einher gehen. Aber der erste Geburtstag; der sucht doch seines Gleichen. Und ist ungeschlagen die Nummer Eins. Er stellt einen Meilenstein dar. Er ist die Spitze des Berges von vielen ersten Malen in einem ersten Jahr. Und nicht nur ein Säugling entwickelt sich rasant dabei. Nein, denken wir an das erste Schuljahr; dort werden die Grundlagen - Lesen, Schreiben, Rechnen - erlernt. Denken wir an eine Partnerschaft. Auch sie entwickelt sich enorm. Von Schmetterlingen im Bauch über den ersten Kuss bis zu "Kribbelt es im Bauch oder nicht?". Das erste Jahr ist voller Unsicherheiten, Neuheiten, voller Erfolge, Umwege und einfach Erfahrungen. Der erste Jubeltag verdient einfach Beachtung. Er ist ein Grund zum Feiern. 
Nun hat der Blog am 10. November 2014 mit dem "Trommelwirbel"-Post das Licht der virtuellen Welt erblickt und begleitet seit dem das "X-MAL ANDERS Ullrich-Turner-Syndrom! Ja, und?!" - Buch, dessen Veröffentlichung am 3. Dezember hier an- und verkündet wurde. 

Zwei Anlässe für ein Resümee. Zwei Anlässe zum Feiern. 2 Anlässe für Geschenke.

Der erste Geburtstag ist einfach ein Grund zum Feiern. Wie erwähnt, er ist die Spitze von vielen ersten Malen. Das gilt natürlich auch für den ersten Blog-Geburtstag. Obwohl es hier eher die Spitze von vielen Posts ist - von 103, um genau zu sein. Daher: 

DIE TOP 5

DER MEIST GELESENEN BEITRÄGE  

  1. äußerliche Merkmale des Turner-Syndroms und Schönheit 
  2. Lebensbilder statt Krankheitsbild trifft 12von12 
  3. Kinderwunsch und Ullrich-Turner-Syndrom  
  4. Schwangerschaft und (Pränatale)Behinderung 
  5. "Blogger schenken Lesefreude"   
Persönliches, Themen, die mir unter den Nägeln brennen, Informationen und Schönes enthalten all diese Posts
esonders am Herzen liegen auch die Beiträge, die sich mit der vorgeburtlichen Untersuchung und dem Drumherrum befassen. Die Situation von Hebammen ist mir immer noch ein Rätsel. Ein heißes Eisen ist ebenfalls "Spritzen für die Größe". Dazwischen gibt es die Posts, die sich um Krümelie und Krümel, um uns, unsere Liebeb und um mein Denken drehen. Warum Krümelie ihren Kosenamen hat, erfahrt ihr übrigens hier.

Viel Spaß macht mir die Reihe "Lebensbilder statt Krankheitsbild". Der Entstehungsgrund ist simpel. Hinter dem Ullrich-Turner-Syndrom steckt mehr als das Karyogramm oder die Definition oder statistische Wahrscheinlichkeiten (aka bei soviel Prozent trifft etwas zu) hergeben. Da hinter steckt LEBEN. Ganz "normales" Leben. Das möchte ich zeigen. Und ich bin immer noch begeistert, dass sich in dieser Reihe auch Conny geäußert hat. Und ich bin jetzt schon gespannt wie Krümelie mit 30 Jahren sein wird. Seit Mai diesen Jahres mache ich mit bei der Bloggeraktion 12von12 und veröffentliche am 12ten jeden Monats 12 Bilder von unserem Tag. Ansonsten finden sich in dieser Reihe kleine Geschichten oder Anekdoten.  

"Lebensbilder statt Krankheitsbild" - ein Beispiel 

Seit Krümelie's zweitem Geburtstag ist sie stolze Ladenbesitzerin. Beim "Lebensbild" Nummer 4 zeigte ich den Laden mit freundlichem Helfer bereits. Hier kann nachgelesen werden. 
Fast zeitgleich wurde das Sortiment von der wunderbaren Kathrin erweitert. In liebevoller Handarbeit hat sie für Krümelie Kuchenstücken gefertigt. Mit der Zeit und dank einiger Festlichkeiten wuchs das Angebot. Es gibt auch Obst, Gemüse, Bratwurst und und und. Zu ihrem dritten Geburtstag bekam Krümelie eine unglaublich tolle Torte. Nicht irgendeine. Nein. Mit Erdbeeren. (Hach, Seufzt, wisst ihr noch, wie das ist, wenn die Erdbeerhäuschen aufgestellt werden? Hier können Erinnerungen aufgefrischt werden.) Und um für restlose Begeisterung zu sorgen: die Torte hat zudem ein richtiges Konzept. Neben den Erdbeeren gibt es Sahnetupfen, das Grün, eine Kerze und alles kann nach belieben platziert werden. Im krümelie'schen Verkauf integrierten sieht das dann so aus: 
Gekonnt wird die Torte bearbeitet, verkauft und manchmal serviert. Meist werden die Erdbeeren "genascht" oder es wird Marmelade gekocht. 
Krümelie spielt intensiv mit den Sachen. Auch Krümel und Besuchskinder sind interessiert und bespielen die Sachen mit Freude. 

Geburtstagssause Teil 1 

Geburtstags-Erdbeer-Torten-Verlosung 

Werbung 

Erste Geburtstage haben - ähnlich wie der Silvester-Jahreswechsel - so einen sentimentalen Zauber. Es ist wie schon bei Krümelie's erstem Geburtstag. Bereits Tage davor dachte ich an Vergangenes. Auch bei Krümel geht es mir so. Letztes Jahr an Weihnachten war er noch in meinem Bauch. Was hat sich doch alles getan? Was wird die Zukunft bringen? 

Ich schaue mit meinem Blog-Baby auf über 20.000 Seitenaufrufe. Ich freue mich über 55 Facebook "Gefällt mir"-Angaben und 60 Brigitte Herzen. Es ist super, dass ich über das Bloggen neue Kontakte knüpfen konnte und meinen Horizont erweitere. Und es wird noch mehr kommen, davon bin ich überzeugt.

Zu einer richtigen Geburtstagssause gehört eine Torte. "Weil das so ist.", lautet die Begründung von Krümelie. Und weil ich eben schon Tage - gut Wochen - vorher über das vergangene Jahr nachdachte, habe ich da etwas in die Wege geleitet... 

Nicht um sonst habe ich euch von der tollen Torte berichtet. Die liebe Kathrin hat anlässlich der Geburtstagssause als Geschenk ein Exemplar für mich gemacht. Auf Wunsch von Krümelie mit einer blauen Kerze. Was alles noch zu der Torte dazu gehört und weitere Informationen findet ihr hier im Dawanda-Shop von Kathrin. In Szene gesetzt sieht das dann so aus: 
Obwohl das süße Törtchen für Kinder unter 3 Jahren aus Sicherheitsgründen nicht geeignet ist, sah das hinter den Kulissen so aus: 

Euer Glück ist zum Greifen nah: 


Um in den Lostopf zu kommen, hinterlasst hier unter dem Post ein Kommentar und beantwortet eine oder alle Fragen: Was ist für euch das Ullrich-Turner-Syndrom? Was verbindet ihr damit? Wie habt ihr auf den Blog gefunden? Habt ihr Anregungen, Wünsche oder konstruktive Kritik? Oder gibt es etwas, was ihr unbedingt mal los werden wolltet? 



Ich würde mich freuen, wenn ihr anderen vom Blog und der Verlosung erzählt. Und wer genauso begeistert ist, wie ich, kann 3 zusätzliche Lose erhalten. Dafür müsst ihr Teil der Reihe "Lebensbilder statt Krankheitsbild" werden. Wer sich also per Mail bei mir mit einem Beitrag meldet (12von12 vielleicht?) und hier kommentiert, wandert mit 4 Losen in den Glückstopf. 


Das Kleingedruckte aka weitere Teilnahmebedingungen: 
* Es gibt eine Geburtstags-Erdbeer-Torte wie auf dem Foto abgebildet (ohne Dekoration) zu gewinnen. Sie stammt aus meinem privaten Besitz und wird im Fall des Gewinns auf meine Kosten innerhalb von Deutschland versand.Versand außerhalb von Deutschland ist möglich, wenn die Versandkosten selbst getragen werden.
* Das Gewinnspiel startet heute am 10.November 2015 und endet am 01. Dezember 2015 um 23:59 Uhr.
* Krümelie wird zeitnah als Glücksfee in Aktion treten und den Gewinner/die Gewinnerin auslosen. Der Plan ist, dass am 03. Dezember 2015 die Bekanntgabe erfolgt.
* Mit eurer Teilnahme willigt Ihr ein, dass ich euch im Falle des Gewinns hier auf meinem Blog als Gewinner/-in nenne und euch kontaktiere, wenn beim anonymen Kommentar eine freiwillige Kontaktmöglichkeit (z.B. E-Mail Adresse) angegeben wurde. Ansonsten schaut auf jeden Fall nochmal vorbei. Nach drei Tagen wird neu ausgelost. 
* Es erfolgt keine Barauszahlung des Gewinns und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
* Die Teilnahme ist nur für reale Personen und erst ab 18 Jahren möglich.  
* Datenschutzhinweis: Ich weise darauf hin, dass sämtliche personenbezogenen Daten des Teilnehmers Dritten nicht zugänglich gemacht werden.
* Das Gewinnspiel steht in keinem Zusammenhang mit Facebook.

      Ich wünsche euch viel Glück!  
 Und verspreche euch, dass ihr gespannt bleiben könnt...

Montag, 9. November 2015

Egal war gestern - wie manche Dinge an Bedeutung gewinnen

In der jüngsten Vergangenheit war ich bei drei Veranstaltungen. Drei Veranstaltungen, die nicht unterschiedlicher hätten sein können. So lauschte ich am Mittwochabend einem Vortrag zu/von der VG Wort, organisiert durch die #Blogfamilia, besah mir am Freitag eine Vielzahl von Babyprodukten auf der Babymesse und erlebte schließlich den sonntäglichen Heldenmarkt. Die Verbindung stellen drei simple Worte her:

Ihre Bedeutung wiegt schwer - Achtsamkeit mit den Dingen dieser Welt, bewusster Umgang, neue Produkte ausprobieren, Verantwortung und Wertschätzung und schließlich ein Blick, der in die Zukunft gerichtet ist.

Bevor der Herzmann und ich zusammenzogen, heirateten und Kinder bekamen, waren auch wir, wie so manch anderes Paar, unbeschwerter. Nicht das uns jetzt eine kaum tragbare Last erdrücken würde, nur weil wir nicht mehr bis mittags schlafen können, aber wir schultern Verantwortung für einander. Wir als Erwachsene sind für das Wohlergehen unserer Kinder und ihre Zukunft verantwortlich. Wir haben verstanden, dass mit Manchem - zum Beispiel - dem Wasser achtsam umgegangen werden muss. Wir wollen bewusster vorgehen und einen Weg einschlagen, der uns allen gut tut. Es ist nicht egal, was wir essen, wie wir es essen. Es ist nicht egal, welche Kleidung wir tragen, wo sie her kommt. Es ist nicht egal, welche Produkte wir wählen. Es ist nicht egal, wie wir etwas gestalten - im Großen und im Kleinen. Krümelie hat beim Heldenmarkt einen Igel geschaffen. Sie hat ihm Augen gegeben und Stachelsteine. Er hat Form angenommen, weil sie ihn so gestaltet hat. 

Wir Erwachsene erklären. Wir weisen zurecht. Wir sind Vorbilder für unsere Kinder und beeinflussen sie. In der U-Bahn zum Beispiel wurde mit Edding an die Wände geschmiert. Krümelie fragt mich nach den Gründen. Ich kann es nicht erklären. Sie wundert sich, warum die Eltern da nicht schimpfen, gibt es doch Papier zum Bemalen. Recht hat sie. Ich verstehe es auch nicht. 

Mir ist es wichtig über den Tellerrand zuschauen. Obwohl ich mich grade am Mittwochabend herzlichgerne hinter selbigem versteckt hätte. Ab 18:00 Uhr befinde ich mich seit langem im Familienmodus. Ich habe vergessen, wie es ist, nur unter Erwachsenen zu sein. Aber irgendwo muss ich anfangen. Ich will dazu lernen. Wusstet ihr zum Beispiel, dass es die Möglichkeit gibt mit Birkengold zu süßen? Wusstet ihr, dass es unzählige Kinderwagenmodele, -marken und -hersteller gibt? Wo ich mich frage, ob es so ein Überangebot geben muss? Wusstet ihr, dass es 13 Verwertungsgesellschaften in Deutschland gibt? Die VG Wort achtet im Übrigen auf die Wörter und Texte, wie die GEMA auf die Musik. 
Den Damen des Hauses war das Tütchen nicht egal.
Herzlichen Dank!
Mir ist nicht egal, wie die Welt ist. Dennoch beziehe ich mich vorallem auf meinen Wirkungsraum. Weder meine Familie, noch unsere Lebensweise, noch Buch und Blog sind mir egal. Es ist nicht egal, was irgendwo über das Ullrich-Turner-Syndrom steht. Es ist nicht egal, wie wir Worte verwenden und wie sie sich verbreiten. Ich denke nach. Ich seniere über mich, meine Familie und unseren Konsum. Ich frage nach Nachhaltigkeit, nach Herkunft, nach Wert, Wertigkeit und Wertschätzung. Ich frage mich, was die Zukunft bringt.

Nachdenken, Worte finden, Bloggen, Austauschen, neue Produkte und Wege kennenlernen (zum Beispiel Stoffwindeln), andere Lebensmittel kosten (zum Beispiel Birkensaft) - das bedeutet Wissen. Und Wissen ist mächtig. Und das ist nicht egal.

Die kreisenden Gedanken in meinem Kopf wurden zum Richtungswechsel angeregt. Ich schrieb hier über die Arztbesuche, die im Sommer anstanden zum dritten Geburtstag von Krümelie. Weil es mir nicht egal ist, wie ich mich fühle in Untersuchungssituationen und es menschlich mit der Ärztin nicht passte, strebte ich einen SPZ-Wechsel an. Ich sehe diese Termine im SPZ als Prophylaxe an - ähnlich wie beim Zahnarzt. Der Wechsel war eine gute Entscheidung. 

Vielleicht verblogge ich meine Endrücke, was genau dort so passiert, jetzt aber möchte ich meinen Wermutstropfen loswerden. Obwohl ich glaube, dass die Messung nicht exakt war, zeigte das Ergebnis der Größenmessung, dass Krümelie den Normbereich verlassen hat. Und ich frage mich, warum mir das nicht egal ist.. 
Außerhalb der Norm - stört mich das? Egal war mir das Thema "Größe" noch nie. Ein "Beweis" findet sich hier. Obwohl ich zuversichtlich bin und überzeugt von Krümelie, erfasst die kalte Hand der Sorge mein mütterliches Herz. Egal war gestern - manche Dinge gewinnen an Bedeutung. Krümelie legt Wert darauf, die Größere zu sein. Das wird sie nicht mehr lange sein. Und dann?