Mittwoch, 30. September 2015

Von Schnecken und typisch Ullrich-Turner-Syndrom

Alles begann mit einer Frage. Vielmehr mit einer Gegenfrage. Und eigentlich schon viel früher. Aber irgendwo muss ich beginn. Also: Krümelie, Krümel und ich waren bei der Eröffnung der "MiaMida", einem Reggio-inspirierten Ort in Berlin. Es ist ein Fundus an Ideen und Materialien. Ein Ort des Lernens durch Kreativität. Und zur "Party" gab es eine Ausstellung über Schnecken. 



Krümelie: "Mama, was machen die Schnecken?" 
Mama - also ich - schaut konzentriert und antwortet: "Was meinst du?"

Mit dem guten Vorsatz, dass die Kinder eigene Ideen, Ansichten und Meinungen entwickeln soll, möchte ich keine vorgefertigte Antwort geben. Ich möchte ihre Gedanken nicht lenken. Doch wie so meist hat Krümelie ihre eigene Art. Ernst sieht sie mich an. Ich meine einen Hauch von Genervtsein zu sehen und sie entgegnet, wie so oft: 

"Aber Mama, ich hab doch dich gefragt." 

Was soll ich dazu sagen? Der Moment verstreicht und wir widmen uns andern Entdeckungen. Zum Ende hin findet sich dann doch noch eine Gesprächspartnerin, die gemeinsam mit ihr die Schnecken betrachtet und die Namen benennt.



Meinem guten Vorsatz zum Trotz besteht Krümelie auf ihre Antworten. Nicht nur bei den Schnecken. Ich muss umdenken. Meine Tochter hat nämlich sehr wohl und sehr viele eigene Ideen und Meinungen. Ich will mir angewöhnen zu antworten. Nicht viel. Nicht zu viel. Grade so, dass es als Einladung dient weiter zu denken. Und die junge Dame kann mir auch sehr Resulut widersprechen. Ich setzte also auf gemeinsame Idee aus dem Gespräch heraus. 


Was ist daran "typisch Ullrich-Turner-Syndrom"? 


Es ist der Wille. Dieser ganz eigene, kaum zubeschreibende, Turner-Syndrom - typische Eigensinn/Starrsinn. Diese ganz eigene Art zu wollen, zu lernen. Dabei zeigt sich Ausdauer. Mit Beharlichkeit erreicht Krümelie ihr Ziel. Dazu gesellt sich dieser Wissensdurst. Sie wirkt als wolle sie alles aufsaugen. Jede Information muss aufgenommen werden. Das gipfelt dann auch in "Wirbelwindigkeit" und Krümelie wird zappelig und wuselig. Sie kann dann kaum abschalten. Allgemein ist ihr Tun von Intensität geprägt. Im "Fall der Schnecken" bedeutet das, dass sie überall sind bzw. überall gefunden werden.


Was ist noch typisch für das Ullrich-Turner-Syndrom?


Zum Einen ist die Beschäftigung mit dem Thema "Größe", und dadurch bedingt mit dem Thema "Gabe von Hormonen zum Wachsen?", typisch. Die Tendenz geht zu geringer Körpergröße (so 1, 47 cm) eine Vielzahl von Betroffenen fallen in die Kategorie "klein". Aber auch hier gibt es Aussnahmen (zu sehr klein und groß). Weicht eine Betroffene von der Tendenz ab und wird 1, 70 cm (ja auch das habe ich "gesehen" mit Mosaik und Spritzen), eint doch alle eben die Beschäftigung mit dem Thema. 

Zum Anderen ist typisch, dass sich sowohl Eltern als auch Frauen mit UTS mit dem Thema "Kinderwunsch" auseinander setzen. Auch hier gibt es Ausnahme, aber in der Regel können, wegen fehlender Eizellen, keine Kinder entstehen. Nach einer Eizellenspende ist das Austragen möglich. Je nachdem, welche genetischen, körperlichen und gesundheitlichen (und auch ethischen) Voraussetzungen bestehen, muss an das Thema unterschiedlich herangegangen werden. Oft sind die Bedingungen jedoch schlecht bis unmöglich.

Für mich ist zum Beispiel auch typisch, dass Frauen mit UTS sehr tierlieb sind und/ oder in einem sozialen Beruf arbeiten und oft dann auch mit Kindern. Dabei beziehe ich mich auf meine vielen verschiedenen Kontakte. Oft konnte ich auch den Stolz erleben, wenn von Nichten und Neffen oder Patenkindern gesprochen wurde. 

Im gesundheitlichen Bereich sind wohl Mittelohrentzündungen/ Ohrprobleme und Ödeme typisch. Dazu kommen Herzauffälligkeiten (meist wohl Stenosen) und die Hufeisenniere. Ein angespannter Muskeltonus reiht sich ebenfalls in die Liste ein. 

Im Entwicklungsbereich ist ganz simpel ausgedrückt eine Stärke im sprachlichen und ein Schwäche im mathematische Bereich typisch. Allgemein ist die Tendenz, dass das Syndrom keine geistige Beeinträchtigung bringt. Das meint, dass in der Regel ein "normaler" IQ erreicht wird. In manchen Bereichen eben auch überdurchschnittlich.

Als Mutter würde ich sagen, dass die "Wirbelwindigkeit" das Typischste ist am Turner-Syndrom - zumindest in der Kindheit. Ansonsten hat mich immer die Herzlichkeit der Frauen mit UTS beeindruckt. Und auch das habe ich häufig erlebt, es gibt so eine UTS-typische Art von Konzentration auf eine Sache, die komplett andere Dinge des Lebens ausblendet. "Scheuklappen-Vergesslichkeit" fiel mir dazu ein. Aber, und da schließt sich der Kreis, dabei dominiert immer der Wille. Der Wille zu leben, sich weiterzubilden, dazu zu lernen. Und der Wille Voranzukommen ist so präsent und vielfältig bei den "Schnecken"...


Sonntag, 27. September 2015

MeinBriefanDich ist MeinBriefanEuch - Blogparade

Das Wertvollste in meinem Leben sind meine Lieben. Was wäre mein Leben trist ohne sie? Es wäre ein Schatten seiner Selbst. Ich wäre ein Schatten meiner Selbst. 

Neulich las ich bei Jessica von feiersun.de ihren wunderschöne Brief an ihre nun 4-Jährige Tochter. Gleichzeitig ermunterte sie, es ihr gleich zu tun. "Eine super Idee", dachte ich. Seit dem überlege ich, an wen ich meinen Brief adressiere. 

Meine geliebte Krümelie - Sie machte mich zur Mama. Gemeinsam haben wir manche Hürde genommen. Nicht nur als Baby sondern jetzt und wahrscheinlich (hoffentlich) immer fordert sie uns, sich selbst und das Leben. Sie WILL LEBEN mit jeder Faser ihres Körpers. Sie hat Energie und Ausdauer und Willensstärke und nutzt sie, um daran und damit zu wachsen. So anstrengend es auch manchmal ist, die hundertste Warum-Frage zu beantworten und die Gefühlslage wieder ins Gleichgewicht zu bringen und Tränen zu trocknen, ich würde es nicht anders wollen. Ich würde Krümelie nicht anders wollen. Weil ich sie liebe, so wie sie ist. 
Gleichzeitig liebe ich Krümel. Er ist unser Strahlemann. Immer mal habe ich das Gefühl, dass er zu kurz kommt. Viele Mütter mit mehr als einem Kind kennen dieses Gefühl wohl. Doch geliebter Krümel, auch wir Zwei haben eine eigene und innige Verbindung. Und ich nehme dich und dein Anliegen, Fortschritte und stolzen Momente wahr. Auch das sollte einmal in Worte gefasst werden. 

Wäre mein Leben eine Torte, die Kinder wären das größte Stück davon. Oder besser ausgedrückt: Sie bekommen das größte Stück. :-) Sie wären aber nicht da, wenn es nicht den Herzmann gäbe. Ihm würde ich auch gerne viele Sachen sagen. Oft fehlt die Zweisamkeit. Allzu oft steht mir der Sinn nicht nach lieben Worten. Aber denke ich an die Zukunft, sehe ich uns zwei auf unserer Bank sitzen. Manchmal zweifel ich. Manchmal weine ich. Manchmal frage ich mich, wo sind sie hin die Schmetterlinge im Bauch? 
Mein geliebter Herzmann, du bist meine Sahneschnitte. Leider kann ich nicht jeden Tag von dir naschen, aber du bist mein Sonntagssüß und etwas ganz besonderes. 

Vergrößere ich den Radius, würde ich einige liebe Worte an meine Mama, auch meine Schwiegereltern oder meine Oma und manch andere Person in meinem Leben richten wollen. Was wäre ich ohne sie - ohne diese wertvollen Menschen

Es gibt da nämlich die "Alltagsmenschen", die mit mir lachend und buddelnd auf dem Spielplatz im Sand sitzen und kinderwagenschiebend mit mir quatschen, und eben den Alltag bunter machen. Es ist toll die kleinen Momente mit ihnen zu teilen. 
Dann gibt es da noch jene Lieben, mit denen sich die Wege unregelmäßig kreuzen, wenn dann aber mit viel gutem Karma, Spaß und Inspiration. Sie erweitern den Horizont. Das schätze ich sehr.

Schlussendlich gäbe es eine Vielzahl von lebensbereichernden Menschen, an die ich mich wenden würde wollen. Aus einem einfachen Grund: Um die gegenseitige Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen. Doch aus aktuellem Anlass fiel die Wahl auf zwei Liebende. 



Genau diesen Anfang durften wir, der Herzmann, die Kinder und ich, mit erleben. Wir waren dabei als sich zwei Menschen das JA-Wort gaben. Wir sahen Tauben und gute Wünsche in den Himmel steigen. Wir, das Brautpaar und die Gäste, konnten in Erinnerungen schwelgen, lachen und weinen, leckeres Essen und Torte genießen, neuen Leuten begegnen und feiern. Schön war es. Und ich bin dankbar, dass die Zwei mit uns befreundet sind, dass wir dabei sein durften und einen Hauch dieses Zaubers miterleben und mitnehmen durften. 

MeinBriefanDich ist MeinBriefanEuch:


An die Liebenden, 
noch immer füllt sich mein Herz mit Liebe, wenn ich an euch denke. Nun könnt auch ihr zwei Tage im Jahr eure Verbundenheit feiern. Neben dem Kennlerntag wird euer Hochzeitstag im Kalender angestrichen. Jeden Tag und Tag für Tag werdet ihr eure Ringe als Zeichen und Erinnerung tragen. Es braucht eigentlich keine Notiz im Kalender. Ich habe die kleinen innigen Momente wahrgenommen. Ich habe die nervösen Lippenbewegungen vor der Trauung gesehen, genauso wie die helfende Hand am Kleid. Ich habe die fast Tränen und das doch erfolgreiche Wegatmen erlebt. Gleichzeitig das Bedürfnis gehabt, der anderen Hälfte ein Taschentuch zu reichen für die Freudentränen. Auch kleine "Faustschläge" für "Wir haben das gemeistert" bemerkte ich. Und hörte ebenso die zärtliche Ermahnung, dass Wasser getrunken werden muss. Ich bin einfach dankbar und froh, dass wir dabei sein konnten. Eure Verbundenheit war so schön zuerleben. Eure Liebe zu spüren. Und ein Funke erreichte mein Herz, den ich mit meinem Herzmann teilen kann. Liebes Brautpaar, tragt euren Zauber behutsam weiter. Von ganzem Herzen wünsche ich, wünschen wir, euch, dass ihr als Familie wachst. In unserer habt ihr auf jeden Fall einen Platz. 

Mit besten Wünschen 
Eure Vier!


Niemand kann meine Gedanken lesen, wenn ich sie nicht ausspreche oder niederschreibe. Dieser Post beinhaltet eine Menge Gefühl. Wirkliches. Echtes. Mag sein, dass es schon regelrecht topft vor Gefühlsduseligkeit. Ich schreibe das hier, weil es wichtig es. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir Leben, Lieben und Familie/Freunde habe. Ich bin dankbar dafür. Und im Übrigen ist es egal, wieviele Chromosomen die Lieben haben... 

Mittwoch, 23. September 2015

Worte an Astrid Lindgren - Blogparade


Zu Ehren von Pippi's Geburtstag schrieb ich hier über unser abendliches Lesen. Nun nehme ich den Geburtstag ihrer Schöpferin zum Anlass und widme auch ihr einen Beitrag. Gleichzeitig beteilige ich mich damit an der Blogparade von Ramona vom Blog Kielfeder




Liebe Astrid Lindgren,  


mit diesen Zeilen möchte ich mich an Sie wenden und ihnen danken. 
Unzählige ihrer Geschichten haben meine Phantasie beflügelt und mich in meiner Kinder- und Jugendzeit begleitet. Als schüchterndes Mädchen habe ich diesen tollen, selbstbestimmten und selbstbewussten Jungen vom Dach bewundert. Heute finde ich ihn egoistisch. Aber genau das habe ich wohl gemocht. Damals. Als ich lernte, was Egoismus ist. Im Winter mochte ich besonders Michel und Ida. Wie gerne hätte ich ihre Gemeinschaft erlebt. Und was wäre das für ein Spaß gewesen mit Lotta Fahrrad fahren zu lernen. Nach einer etwa 6-jährigen Pause vergnügte ich mich wieder mit einigen ihrer Figuren. Im Studium widmeten wir uns der Frage, wie all die Kinder ihrer Bücher in das heutige, hissige Kindergarten- und Schulsystem passen würden... Michel hätte wohl ADHS. 
Tja und das Fräulein mit den roten, steifen Zöpfen, was so stark, wild und frei ist, dieses Fräulein ist eine lieb gewonnene Freundin. Sie besucht mich ständig. 

Zum jetzigen Zeitpunkt als Erwachsene möchte ich Sie umarmen. Jeden Abend beleben Pippi, Thomas und Annika das Kinderzimmer. Sie lassen meine Tochter und mich zusammen rücken. Fern von Smartphone, Hektik und Trubel können wir uns zusammen kuscheln und lesen. Wir lassen die (manchmal so schreckliche) Welt draußen und lesen von diesem besonderen Mädchen, welches trotz der Gegebenheiten (ohne Mutter und Vater) lacht und singt, mit den Zehen wackelt, mutig dem stärksten Mann der Welt gegenüber tritt und ihre Schullaufbahn selbstbestimmt. Sie versorgt sich und kann dabei noch Spaß mit ihren Freunden haben. Und ihr Ideenreichtum ist einmalig. Ich schätze, wir wollen beide, dass Krümelie so wird wie Pippi Langstrumpf. Unangepasst und lebensfroh. 

Es ist beeindruckend, wieviel wir von dieser Figur haben. Was sie uns gibt. Natürlich könnten wir auch etwas anderes lesen. Natürlich gibt es auch andere wunderbare Charaktere, Abenteuer und überhaupt. Aber Pippi, was soll ich sagen, sie ist unsere Heldin. 
Wenn ich früher von Pippi beeindruckt war, sie mochte und ihre Erlebnisse mich fesselten. So liebe ich sie nun, weil sie mich an die stärke meines Mädchens und unsere Vorlese-/Kuschelzeit denken lässt. 

Werte Frau Lindgren, sie haben meine Liebe zu Büchern maßgeblich beeinflusst und einen Grundstein gelegt, sodass auch das wunderbare "X-MAL ANDERS Ullrich-Turner-Syndrom! Ja, und?!"- Werk; mein Buch; entstehen konnte. Den Zauber "Ein Buch in Händen zuhalten", vielleicht auch sich DARAN festzuhalten und vorallem DARIN Halt zu finden, diese Besonderheit eines Werkes, einer Geschichte und einer bewundernswerten Hauptfigur habe ich von Ihnen gelernt. 



Und auch Ihre klugen und inspirierenden Aussagen berühren mein Mutterherz. Wie wahr ihre Worte sind und treffend formuliert. Ich zolle ihnen großen Respekt und erfreue mich an der Lesezeit mit meiner Krümelie und hoffe, dass sie auch bei ihr und Krümel einen Grundstein legen. 

Abschließend kann ich nur festhalten: 
HOCH SOLLEN SIE LEBEN!!! 
Herzlichst 
Anne-Christin Ermisch

Samstag, 19. September 2015

"The Beauty and the Book"-Award 2015

"X-MAL ANDERS Ullrich-Turner-Syndrom! Ja, und?!" ist dabei.

Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse (14 bis 18. Oktober 2015) wird das schönste Buch gesucht. Jeder kann bis 25.09.2015 einen Vorschlag einreichen und jeder kann abstimmen. Dann kann "geschmetterlingt" werden. Über den Klick auf den Schmetterling wird die Stimme abgegeben. Auf der Messe selbst können die Besucher zusätzlich/ noch einmal Einfluss auf die Wertung nehmen und dann wird der Publikums- und Schönheitspreis verliehen. Es winken Ruhm und Ehre. 

Welches Buch das schönste Buch der Welt ist, ist für mich klar. Unbestrittene Nummer 1 ist mein Buch. 



"Aber Mama das ist doch mein Buch.", ertönt es aus dem Off. Krümelie hat Recht. Es ist ihr Buch. Für sie und wegen ihr entstanden. 

Auf dem Cover ist sie selbst. Schon deswegen bekomme ich Herzchen in den Augen, wenn ich es sehe. Mit ihrer verkündenden Position und ihrem "ich schreie meine Botschaft in die Welt hinaus"- Aussehen steht sie für "X-MAL ANDERS"-Sein. Die Fotografien im Inneren sind im Übrigen ebenfalls sehr sehenswert. 



Was dieses Werk jedoch wirklich schön macht, ist sein Inhalt. Mit Liebe, Herzblut und Gefühl gemacht, umfasst es einen Erfahrungsschatz. Der Mut, die Stärke, jedes überwundene Hindernis und vorallem die lebensbejahende Einstellung der Mädchen und Frauen in diesem Werk machen es unverwechselbar ansehnlich, angenehm und einfach schön. 

7 Mütter mit Mädchen im Alter von fast 2 bis 7 Jahren, eine 14-Jährige und 14 Frauen im Alter von 20 bis 59 Jahren berichten von ihren Gedanken und Lebenswegen. Abgerundet wird das schönste Buch von professionellen Fotografien und medizinischen Statments. 
Dieses Buch zeigt, fern von medizinisch-statistischen Wahrscheinlichkeiten, wie sich ein Leben mit dem Ullrich-Turner-Syndrom gestalten und wie schön frau damit sein kann. 

Über Schönheit lässt sich viel sagen, schreiben, denken. Was gefällt, ist Geschmackssache. Mädchen und Frauen beschäftigen sich dem Klischee entsprechend mehr mit ihrem Aussehen. So ein Mann darf auch mal "dreckig" sein; eine Frau aber bitte nicht. Sie sollte schon adrett aussehen. Was aber macht eine Frau, der dank des Wortes "Syndrom" nicht nur die geistigen Fähigkeiten, sonder auch die Weiblichkeit abgesprochen wird? Das mag überspitzt klingen, aber Vorurteile und veraltertes oder falsches Wissen erzeugen eben dieses Bild. Fragwürdige Intelligenz, "Kranksein" und fehlerhafte Weiblichkeit durch jungenhaftes Aussehen wird mit UTS in Verbindung gebracht. Das gefällt mir nicht. Das ist nicht schön. 



Ich würde mich über den Preis freuen. Wer möchte nicht, dass seine harte Arbeit anerkannt und gewürdigt wird? Obwohl dieses Ziel kaum noch zu erreichen scheint, ist es einen Versuch wert. Und darüber hinaus ging es mir beim Vorschlagen darum, dass das Ullrich-Turner-Syndrom in einem "unbelasteten" Kontext erwähnt wird. Dass es bekannter wird. Die Buchmesse und der Award gehören für mich in die Kategorie "die angenehmen Dinge des Lebens". Hier geht es nicht um Behinderung oder Behandlung. Es geht um Bücher, schöne Dinge, das "Es sich mit einem guten Buch gemütlich machen.". Es geht um Gefallen, Ansprechendes, Ansehnliches, um Schönheit eben. Und das Ullrich-Turner-Syndrom verhindert nicht, dass die Betroffenen schön sind. Das muss ich nochmal in aller Deutlichkeit betonen. In diesem Fall bewirkt das UTS sogar das schönste Buch der Welt. 


Ihr lieben Leser*innen, stimmt für "X-MAL ANDERS Ullrich-Turner-Syndrom! Ja, und?!"! Stimmt für die Schönheit der Vielfalt! Stimmt für mich; für uns! Stimmt für Lebenswürdigkeit, Mädchensein und mehr Bekanntheit des Syndroms! Stimmt fürs Lächeln! Das macht nämlich schön... 

Bitte weitersagen, teilen, klicken und abstimmen, abstimmen, abstimmen! 




Vielen herzlichen Dank!

Zur Abstimmung hier lang!

Samstag, 12. September 2015

Lebensbilder statt Krankheitsbild #18 trifft 12von12

http://draussennurkaennchen.blogspot.de/p/12-von-12.html
Bei dieser Aktion werden am 12ten eines Monats 12 Fotos vom Tag gemacht. Das passt prima in meine Reihe "Lebensbilder statt Krankheitsbild", dachte ich mir. Daher gibt es jetzt 12 Lebensbilder von unserem Tag (und hier gibt´s noch mehr):

Unser Tag beginnt etwa um 7 Uhr. Krümelie kommt ins Schlafzimmer und erklärt mir eindringlich, dass ich aufstehen soll, damit sie auf das Trampolin kann. Wir schlafen mit unseren Matratzen auf dem Boden, bis unser neues Bett kommt. Krümelie denkt nun, dass wir auf einer Tobelandschaft schlafen. Die Kinder machen Quatsch und ich stehe dann doch auf. Die Zwei spielen "Guck-Guck". 



Der Umzug rückt näher und die Kartons vermehren sich. In der Zwischenzeit dienen sie der kindlichen Beschäftigung. Sie sind so vielseitig. Krümel zieht sich begeistert in den Stand. Für Krümelie geben sie super Tische ab. 



Nach dem Frühstück machen die Kinder und ich uns auf zum Wochenmarkt.
Nebelig, nass und ungemütlich sieht es draußen aus. Krümelie freut sich, da sie somit ihre Gummistiefel anziehen kann.


Wir kommen am geschlossenen Eisladen vorbei. Krümelie "kauft" mit einem fröhlichen "Hallo, schönen guten Tag. Ein blaues Eis, bitte." eine Kugel mit Streuseln.


Ein bisschen traurig sind wir, weil die Eissaison vorbei ist. Wir trösten uns mit "Quark-Plänen". Wir erledigen unsere Einkäufe, Krümel schläft gemütlich und Krümelie ordert und bezahlt unseren Quark. 


Bevor wir uns auf den Weg machen, schauen wir beim Püppikram-Salon vorbei und grüßen die liebe Silke. Eine hübsche Braut und ihre Brautjungfer wurden dort schick gemacht. Hach. Krümelie und ich sprechen über die Hochzeit vom Herzmann und mir. Ich liebe es mit ihr in Erinnerung zu schwelgen.  
Unterwegs stoppen wir, um nach einer S-Bahn zuschauen. Wir haben Glück. Der Fahrer winkt sogar. 


Die Kinder und ich treffen Oma und später noch Opa und wir besuchen ein Sportfest. Nach viel Gehüpfe auf der Hüpfburg, einer Bratwurst-Mahlzeit und Kinderschminken... 


...gehen wir (nur noch mit Oma) zur Entspannung auf den Spielplatz. Die liebe Sonne hatte das sehr herbstliche Wetter vom Morgen erfolgreich vertrieben. 


Zum Abendbrot kehren wir wieder zurück. Wir treffen den Herzmann im Keller an und wollen dann gemeinsam in den Fahrstuhl. Doch Krümelie mag nicht in die Wohnung. Sie beschließt im Keller zu wohnen bzw. doch lieber auf der Kellertreppe. Wir könnten ihr Essen an einem Korb herunterlassen. Das würde schon gehen.


Dank Pizza...


...und Pippi Langstrumpf... 


...kam Krümelie doch mit hoch in die Wohnung. 

Und so gestaltete sich der Abend dann schließlich auch: ein kleines Pläuschchen mit Oma noch, Pizza essen, waschen, Zähne putzen und Schlafanzug anziehen. Nach dem Sandmann machen Krümelie und ich es uns gemütlich zum Lesen. Der Papa bringt Krümel ins Bett und dann schlafen die Kinder.


Und das zwölfte Bild zeigt wieder meine Neugier. Ich schaue nach, wieviele Schmetterlinge das wunderschöne "X-MAL ANDERS Ullrich-Turner-Syndrom! Ja, und?!"-Buch bekommen hat, bei der Publikumsabstimmaktion zur Frankfurter Buchmesse 2015. Bitte macht noch weiter oder nochmal für uns mit. Klick hier und dann auf den Schmetterling. Herzlichen Dank. 


Ich wünsch euch allen einen schönen Abend und 
einen tollen Sonntag!

Mittwoch, 9. September 2015

Was ich mal schreiben wollte...

So, wer erklärt mir das jetzt mit der Zeit, diesem Murphy und der Motivation? 

Zur Zeit sieht es so aus, dass ich viele Idee und Themen im Kopf habe. Daneben gibt es eine Menge Dinge, die ich im Kopf haben sollte, die sich aber lieber vom Acker machen. Es ist echt blöd im Supermarkt zu stehen und nicht mehr zu wissen, was gebraucht wird. Richtig übel wird es erst, wenn das in der Drogerie passiert und Zuhause mit Entsetzen festgestellt wird: Windeln wollte ich kaufen. Nun gut.

Ich stelle fest. Dank Krümel kann ich via mobiler Technik schreiben. Recherche fällt aus und Themen, die mehr erfordern, müssen als Notiz auf Beachtung warten. Über Diagnosestellung, zu welchem Arzt geht's in welchem Alter, warum und wie oft, was steht dahinter, Wachstum und Wahrnehmung stehen auf meinem Zettel.

Unbeantwortet Mails sammeln sich. Sie verdienen mehr als kurze, sinnfreie Antworten. Liebe Mama's, wenn ihr das lest, seit euch Gewiss, dass ich gerne schreiben würde, weil es mich interessiert und ich es gerne tue. Ich schaffe es nur nicht. 

Wir ziehen um. Da ist eine Feierlichkeite, die mit Herzblut ubd Freude bereichert werden muss, was Vorbereitung bedarf. Da sind zwei Kinder und mein Herzmann. Da ist Müdigkeit, die mir die Motivation raubt. 

Manchmal bin ich frustriert, weil ich zu viele Baustellen habe und nichts fertig wird. Manchmal fange ich alles an und mache es nicht richtig. Manchmal ärgert mich der innere Schweinehund. Manchmal geh ich einfach nur spazieren. 

Ich möchte die Zeit anhalten. Innehalten. Dinge bewusst und konzentriert tun. Je mehr ich Langsamkeit möchte, desto schneller wird es. Und bei Wartezeiten geht es gar nicht vorran. Was ist das dieses "Wenn's kommt, dann richtig und alles auf einmal."? Zeit, was machst du?

Und wer bitte packt Weihnachtssachen aus? Und dann kommen die Festtage doch wieder so plötzlich und unerwartet. 

Sonntag, 6. September 2015

Denkmomente mit Vorstellungskraft

Phantasie und Wirklichkeit 

Wollen wir nicht alle manchmal in einem Buch versinken? In einem grandiosen Bild verschwinden? Mit der Musik davon schweben? Wünschen wir uns nicht alle manchmal, dass eine bestimmte Szene aus unserem Kopf real wird? Nicht umsonst gibt es unzählige Märchen, Geschichten, in denen Menschen fliegen können, oder Filme, in denen am Ende ein (Liebes-) Happy End gezeigt wird. 

Wir als Erwachsene wünschen uns das. Kinder können und tun es. 

Darum sollten wir sie beneiden. Sie lassen den Vorstellungen in ihrem Kopf freien Lauf. Da wird aus meiner Krümelie eine Mathilda. Da werden Geschichten erzählt. Da wird die Puppe Bara zum Baby. Da werden Liedtexte erfunden. Da wird der Stein zum Piratenschatz, der Stock zum Löffel und der Sand zur Suppe. Da kommt ein Gespenst und macht Buuh. 
Ich könnte unzählige Beispiele anführen. Und ich liebe es, dass soviele Ideen in Krümelie stecken.

Wir lesen mit Begeisterung. Ich mag dieses Rascheln beim Umblättern und den konzentrierten Ausdruck in Krümelies Gesicht, wenn sie jedes Wort der Geschichte aufsaugt und bald den Text mitsprechen kann und sich Gedanken darüber macht. Mittlerweile nimmt sie verschiedene Rollen ein und stellt Erzählungen nach. Mit der Hand an der Stirn, den Rücken gebeugt und die Augen auf den Boden geheftet, ist sie eine Sachensucherin wie Pippi Langstrumpf. Dann spricht sie als Annika und Thomas und wundert sich, was im Baumstumpf zu finden ist.

Die (vermeintliche) Grenze von Phantasie und Wirklichkeit verschwimmt. 

Jeden Tag prasseln Tausende von Sinneseindrücken auf uns ein. Wir sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen. Selbst, wenn ein Teil davon nicht in unserem Repertoire vorhanden ist, also Sehen oder Hören oder, oder, oder nicht möglich ist, bleibt noch eine ganze Menge an Informationen, die das Gehirn wahrnehmen, einordnen und verarbeiten muss. Jeden Tag. Ständig.

Je Älter wir werden, desto routinierter kann der Kopf das. Mit 3 Jahren aber sind die Bahnen noch nicht dogmatisch festgelegt. Selbst das Träumen (ob tags oder nachts) ist noch nicht so stark von vorgefertigten Bildern (aus Filmen) beeinflusst. Die Phantasie kann noch in Strömen fließen, keine Kanäle begrenzen sie. Vorstellungskraft und kreative Taten gehen Hand in Hand und lassen (imaginäres) wunderbares entstehen. Manchmal können wir das sehen, wie hier beim "strahlender Papa"- Kunstwerk (Krümelies zweiter Kopffüßler) oder wir hören es, wie hier beim Erdbeermonolog

Krümelies Phantasie ist ein Schatz. Ich denke, er hat jedoch auch eine Schattenseite. die dunkle Seite der Macht sozusagen. Schreiend in der Nacht aufwachen, nicht mit dem Fahrstuhlfahren wollen (wir wohnen im achten Stock mit zwei Kindern) und besonders "ich will nicht zum Arzt"-Geschrei gehört dazu. Manche Ängste sind nur zeitweise - Fahrstuhlfahren ist wieder machbar -, manche scheinbar entwicklungsbedingt - das berühmte Monster unter dem Bett - und manche kann ich wirklich nachvollziehen. Besonders den Unwillen gepart mit dieser ängstlichen Zurückhaltung beim Arzt kann ich durch unangenehme und viele Besuche verstehen. Welchen Einfluss haben Geschichten? Welchen die Vorstellungskraft? Ich frage mich, was Krümelie sich vorstellt, was mit dem Fahrstuhl oder uns passieren könnte? Wie verschmelzen Wirklich- und Möglichkeit in ihren Gedanken? Welche Erfahrungen mit medizinischem Personal verschmelzen mit Phantasie?

Was ist zu tun? 

Bei all diesen Dingen überlege ich mir, was ist zu tun bzw. was kann ich tun? Im Einzelnen kommt es immer auf die Situation an. Allgemein aber halte ich fest: 

Erdachtes und kreativ Hervorgebrachtes und Ängste müssen bemerkt werden. Eine laut, dichtende, singende Krümelie will gehört werden. Das tue ich dann. Bei Spielen muss mitgemacht werden. (Geht nicht immer schon klar.) Dann spiele ich und vertreibe böse Wölfe, schimpfe mit der Puppe Bara, wenn sie spielt statt zu schlafen, klatsche als Zuschauer, wenn Krümelie sich verbeugt am Ende des Theaterstückes. Das Zauberwort bei all dem lautet "Ernst". Die meisten Geschichten müssen nicht so Ernst genommen werden. Der Spaß am Ausdenken und Ausleben steht im Vordergrund. Und manchmal verbinden sich eben Wirklichkeit und Vorstellungskraft. Hat Krümelie jedoch Angst, ob für mich verständlich oder nicht, bin ich für sie da und nehme sie ernst.

Wenn Erwachsene die Grenze ziehen...

"Hast du schon 'Guten Tag' gesagt?", wird Krümelie gefragt. "Ja!", antwortete sie voller Inbrunst. Ein Erwachsener guckt angespannt. "Nein, hast du nicht. Du lügst.", entgegnet er. 
So in etwa gestaltete sich schon das ein oder andere Gespräch. Wenn man es den überhaupt Gespräch nennen möchte. Kurze Frage, kurze Antwort, böswillige Lüge. 

Lügen - was ist eigentlich? Ich erzähle jeemandem etwas, was so nicht ist oder war, um ihn zu täuschen und für mich einen Vorteil zu erreichen. Grob ist das mein Verständnis von Unwahrheitenerzählen. Da frage ich mich, warum lügt Krümelie, bitte? Ich kann keine böswillige Handlung erkennen. Vielmehr sollten wir uns über die Frage-Kultur Gedanken machen. Krümelie hat erst zwei Tage zuvor 'Guten Tag' gesagt. Mir ist es auch wichtig, dass sie grüßt. Aber die, für den Erwachsenen, falsche Antwort steht in keinem Verhältnis dazu. Wie schwer wiegt das Vergehen? Ich frage mich, in welchem Alter "Unwahrheitensagen" anfängt? 

Liebe Leute, mein Kind mit ihren 3 Jahren erzählt Geschichten. Es kann sein, dass Ereignisse "durcheinander" geraten. Es kann sein, dass Wirklichkeit und Phantasie verschmelzen. Es kann sein, dass sie diese Diskrepanz erkennen. Dennoch lügt sie nicht. Sie tut das nicht, um sie zu täuschen. Sie will sie nicht bevorteilen. Sie ist 3 Jahre alt und kann noch ihren Gedanken nachgehen.

Sie kann träumen. Sie kann sein, was sie möchte, ob Bäckerin, Tierparkbesucherin oder was auch immer. Und auch Gegenstände können zweckentfremdet werden. 

Haben wir wirklich alle vergessen, dass aus einem Stock ein Schwert werden kann? Oder ein Löffel? Bei Sandkuchen loben doch auch fast alle Erwachsenen die Künste ihrer Kinder. Warum schreit da keiner: "Du lügst. Das ist Sand."? 

Dienstag, 1. September 2015

Bücher-Heldin-Geburtstag

In der letzten Juli-Woche waren wir im Urlaub. Ich weiß schon eine Weile her. Für besagte Reise hatten wir schon reichlich Gepäck und so ließ ich die Gute-Nacht-Bücher Zuhause. Vor diesem Urlaub machten der Herzmann oder ich es uns gemütlich mit Krümelie, kuschelten und schauten Bücher an. Anschließend ging es dann ins Bett. Manchmal lassen wir auch, aber meistens waren Wimmelbücher und das Reden über sie interessanter. 
Im Urlaub fehlte die gemeinsame Lesezeit unerwarteterweise merklich. Ich löste das Problem, indem ich Krümelie kurzerhand zum Einschlafen eine Geschichte erzählt. Eine Eingebung ließ mich von Pippi Langstrumpf erzählen. Stark, lebensfroh und lustig - das passt, dachte ich mir wohl. 
Und ich hatte Recht. Als wir zurück waren und unsere Bücherzeit zum Einschlafen anstand, meinte Krümelie: "Nein, Mama, du sollst von dem Mädchen erzählen.". Zum Glück hatte ich im Schrank noch eine Ausgabe des Buches. So konnte ich "Pippi Langstrumpf" vorlesen. In meinem Fundus gibt es auch Bücher von dem Jungen, der auf dem Dach wohnt und von Michel mit Ida. Diese Geschichten soll ich nicht lesen. Mittlerweile gesellt sich Lotta dazu. So habe ich ein bisschen Abwechslung. 


Seit Anfang August überlegt sich Krümelie jeden Abend, welches Buch ich vorlesen soll. Kein anderes Buch hat eine Chance. Nur Lotta und Pippi stehen zur Auswahl. "Du sollst Pippi Langstumpf lesen, Mama. Mit Thomas und Annika. Die wohnen da immer gleich da. Und Herr Nullson hat einen Hut klaut.", erzählte sie mir einmal. Manchmal fragt sie mich: "Was machen sie?" - als würde sie sich nach ihren Freunden und deren Erlebnissen erkundigen - und hält mir das Buch hin. Den heutigen Tag nehme ich zum Anlass und frage, warum sie Pippi mag. Ich konnte sehen wie sie überlegte. "Sachensucherin", "hohle Bäume", "das Pferd und der Herr Nullson", "natürlich Annika und Thomas, nich Tommy", wie ich anfänglich falsch sagte, "Goldschatz und Pfefferkuchen", soviele Dinge kamen ihr in den Sinn. Kaum ein Satz wurde beendet. Ich erzählte ihr also, dass Pippi Langstrumpf heute Geburtstag hat. Klatschend und singend drehte sich Krümelie. Und heute musste ich nicht fragen. Die Wahl stand... "Pippi feiert Geburtstag." ist die letzte Geschichte im Buch und ihre Liebste und heute natürlich unumgänglich. 

Wild, unangepasst und mit Hingabe für ihre Überzeugung tut Pippi, wonach ihr der Sinn steht. Bewundernswert. Phantasie, Stärke und der Glaube an sich selbst - dafür steht das Fräulein Langstrumpf. Was für ein Vorbild? 

Wir danken Astrid Lindgren für dieses bezaubernde Mädchen und können nur gratulieren, singen und klatschen. So gerne würden wir mit Pippi, Thomas und Annika Kuchen essen, durch die Küche klettern und uns auf den Dachboden trauen. 

Alles Gute zum Geburtstag Pippi Langstrumpf! :-)