Samstag, 3. Dezember 2016

Mein Buch hat heute seinen zweiten Geburtstag!

Wenn wir glücklich sind, weil ein Schwangerschaftstest zwei Streifen zeigte. Wenn wir unser Leben leben, weil wir es können. 

Dann bringt uns eine Veränderung aus dem Gleichgewicht. Wenn diese Veränderung eine Diagnose ist, die unsere Lebensentwürfe über den Haufen wirft... Wenn Ängste und Sorgen sich breit machen und die Zukunft ungewiss erscheint...

Dann müssen wir uns auf machen, das Neue zu entdecken. 

Da ist es schön zu erfahren, wie es anderen Menschen damit geht. Da schenken uns die positive Erfahrung von Anderen Mut und Zuversicht. 

Haben wir dann noch ein Bild, eine Lebensgeschichte, dann wird das Unbegreifliche menschlicher und wir können Durchatmen und uns über die Wunder der Welt freuen. 

Darum gibt es das "X-MAL ANDERS Ullrich-Turner-Syndrom! Ja, und?!" - Buch. 

Es wurde vor zwei Jahren veröffentlicht. Die Idee bleibt die selbe. Es würde heute sicherlich anders aussehen, aber ich würde es immer wieder angehen, weil es eine Herzensangelegenheit ist. 

Wer hat den ein Buch? Und wer braucht noch eins? 

Wer mag uns den etwas von sich berichten, was Mut macht und Hoffnung schenkt? Das würde zum Beispiel auch anonym gehen, schreibt mir einfach eine Mail xmalandersuts@gmail.com

Ich würde mich sehr freuen.
Anne 

Montag, 28. November 2016

Lebensbilder statt Krankheitsbild #75 mit Wochenende in Bildern

Da war es also wieder - das Wochenende. Es wartete mit wunderschönem blauem Himmel auf.
Der Samstag startete nach einem lang ersehten "Gilmore Girls"-Abend. Ich schaffte die erste Folge mehr oder weniger. Zwischenzeitlich bin ich weggenickt und dann gänzlich. Die Pläne für die anderen zwei Abende wurden damit besiegelt. 

Nach einem kurzen Müsliefrühstück brachte der Herzmann Krümelie zu einer Kindergeburtstagsparty und ich brachte den Sohnemann zu Oma&Opa. 

Die Kinder hatten also Spaß während wir Zuhause aufräumten. Bäh. 

Nachdem wir Krümelie abgeholt hatten, besuchten wir den Heldenmarkt. Es gab Suppe und Eis und einiges Interessantes. 






Nicht ganz zum Sandmann waren wir wieder zurück und auch Krümel konnten wir willkommen heißen. 

Am Sonntag zündeten wir die erste Kerze an unserem Adventskranz an. Krümelie und Oma hatten ihn gemacht. Die Freude ist groß. 
Bald darauf ging es los. Fast 3 Stunden später konnten wir meine Mama umarmen. 




Es wurde gegessen und spaziert und dann wollten wir eigentlich zurück, doch der Zug fiel aus. Das bedeutet, dass wir 2 Stunden warten mussten. Bäh. 

Wir tranken noch einen Kaffee und konnten dann mit etwas Verspätung doch noch fahren. 


Daheim gab es ein Butterbrot und die Kinder wanderten in die Badewanne. 

Und schon ist das Wochenende vorbei. Ich hoffe ihr hattet einen schönen ersten Advent. 

Mein Gilmore Girls Fazit ist übrigens ernüchternd. Es gab viel zu wenig Kaffee, zu viel Gesang, zu wenig Bücher, ein fragwürdiges Ende für Rory und irgendwie hat es nicht richtig gepasst. Vielleicht bekommt Rory jetzt ihre eigene Serie, da ihre Mutter ihr Happy End bekam... Ein Übergang wäre möglich. Was denkt ihr?

Mehr Wochenendeindrücke gibt es Hier bei Susanne von Geborgen Wachsen. 

Eine schöne Woche wünsche ich euch. 

Anne 

Dienstag, 22. November 2016

Gilmore Girls, für's Leben beeinflusst , Neues und gewünschte Mutter-Tochter-Beziehung

Voller Vorfreude warte ich nun gespannt und so, dass mir keine passenden Beschreibungen einfallen und Superlative nicht ausreichen, auf die neuen "Gilmore Girls" - Folgen. Extra für dieses Ereignis streamen wir nun. 

2004 schaute ich gemeinsam mit meiner Mama die erste Folge auf Vox. Der Grundstein. 
Vielleicht hat diese Serie meine leidenschaftliche Affinität für Kaffee begünstigt, wenn nicht sogar gebahnt. Obwohl ich im Gegensatz zu den Girls lieber "mit Milch" trinke, gehört Kaffee doch einfach zum Leben dazu. Da mein Mann hier den Kaffee kocht, ist er mein Luke ... da liegt Liebe in der Luft. 

Meine Mama und ich, die wir in einer langweiligen Kleinstadt wohnten, blickten gerne in diese beschauliche und verrückte Stadt und staunten über die Energie der Charaktere. Das gemeinsame Schauen trug wohl auch zum Mögen bei. 

Als die Folgen bei einem anderen Sender sonntags liefen und ich längst ausgezogen war, meinte meine Mama, dass Rory wieder zur Schule ginge und wo ich bitte sei. Wir könnten im echten Leben doch auch wiederholen und so gemeinsam wohnen und ferngucken. 

Wir könnten ein bisschen an der Zeit drehen. 

Besonders in der Beziehung zu ihr spüre und erlebe ich das bekannte Zitat - Kinder brauchen Wurzeln und Flügel. Jetzt mit meinen Kindern gewinnen die Wurzeln wieder und immer mehr an Bedeutung. Der Rat meiner Mama ist mir wichtig. Sie hat Verständnis und sie versteht mich und vorallem erdet sie mich. 

Meine Mom ist keine Loralei. Doch sie ist nicht weniger fantastisch für mich. 
  
Meine Mama ist die Beste der Welt. 
Meine Wurzeln ermöglichen meinen Kindern heute ihre Flügel.

Am Liebesten würde ich am Freitag mit meiner Mama und einem guten Kaffee nach Stars Hollow blicken. 

Der Charme der Serie, die Einzigartigkeit der Figuren und diese wahnsinnig schnellen Dialoge lassen mich den neuen Folgen entgegen fiebern. 

Die Gilmore Girls haben uns gezeigt, dass Ernährung keine Wissenschaft sein muss. Kaffee statt Wasser, Unmengen an Burger'n, Süßigkeitengelage und pompöse Diner - das stellte jede Ernährungspyramide auf den Kopf. Ob das mittlerweile und in den neuen Folgen anders gehandhabt wird? Ich meine immerhin ist Veganismus "angesagt".

Unglaublich gerne lernte ich von Emily Gilmore Benimmregeln, saugte den Zauber der Festlichkeiten auf, sprang mit Logan in die Tiefe. Ich staunte. Lachte. Weinte. 

Beeindruckt kann ich vor der Serienheldin Loralei nur den Hut ziehen. Sie zeigt uns: Andere Wege gehen und trotzdem erfolgreich sein, das ist möglich. Ich meine, hey, sie leitet ein Hotel und eröffnet dann selbst eins. Sie vereint "workingmom", "Frau-sein" und alleinerziehend mit (Beziehungs-)Wünschen in sich. Und wie so oft zeigt sich, dass Kinder neue Möglichkeiten eröffnen und die beste Motivation sind.

Was mich immer und immer wieder fasziniert, ist die Dynamik zwischen Loralei und Rory. Mutter und Tochter. Freundschaft, Vertrauen und trotzdem Elternschaft. Als Mutter empfinde ich die unzähligen Worte manchmal als zu viel. Es wird einfach zu viel geredet. Und ganz ehrlich, wer findet im wahren Leben in emotionalen Situationen die passenden Worte?! Ich hätte mir so manches Mal eher einen abgestottert. 



Und trotzdem... ich wünsche mir für mich und meine Tochter (übrigens auch für meinen Sohn) ein innige Verbindung. 

Mit all ihrer Wortgewandheit sind die drei Gilmore Girls ein Gleichnis. Auf die eine oder andere Weise macht uns das eigene Elternhaus zu dem, was wir sind. Es prägt uns. Und selbst die Gegenteilhandlungen, die Rebellion entstammt dem. 

Wie oft sind Kinder wohl von ihren Eltern genervt? Wie oft entstehen im Spannungsfeld "Alltag" Situationen, die zu Auseinandersetzungen, zu impulsiven Reaktion führen? Wie oft raufen wir uns wieder zusammen? 

Die Damen zeigen uns, dass ein hitziges Wortgefecht eine reinigende Wirkung haben kann. Anschließend kann man sich übrigens wieder zusammen raufen. 

Wie oft reden wir über dies und das, über Bücher, Gedanken und Musik? Wie sehr sind wir mit unserem Nachwuchs verbunden? Wie oft lachen wir gemeinsam? Wieviele Leidenschaften teilen wir? 

Fragen wir uns das. Rücken wir auf dem Sofa zusammen und schauen uns gemeinsam ein neues Jahr mit Loralei, Rory und Co an. Und mit Krümelie schaue ich in ein paar Jahren. Wer weiß, was sie dann über diese "alte" Serie denken wird... 


Was denkt ihr über die Gilmore Girls? 
Schaut ihr am Freitag? 
Oder denkt ihr: So ein Quatsch?  

Anne 

Sonntag, 20. November 2016

Lebensbilder statt Krankheitsbild #74 mit Wochenende in Bildern


Das Wochenende startete am Freitag mit dem Laterneumzug meiner Kinder. Dem Sohn gefiel mein Gesang nicht, das Tochterkind sang um so lauter und die Gesellschaft war grandios. 
Mein Samstag lässt sich mit drei Bildern zusammenfassen. 
Hinfahrt
Rückfahrt
trübe Gedanken 
Am Sonntag beschlossen wir, dass der Herzmann und Krümel etwas unternehmen und Krümelie und ich. 


Papa und Sohn besuchten das Finnlandzentrum zum Adventsbasar. 
Das Tochterkind und ich besuchten die Berliner Buchmesse. 


Wie bereits im letzten Jahr trafen wir dort die wundervolle Janet von Kinderbuchlesen.de. Es hat mich wieder sehr gefreut. Schaut mal bei ihr vorbei. Es lohnt sich bis Mitternacht doppelt, weil es tolle Bücher zugewinnen gibt. 
Leider habe ich Jenny von MaBaKi und Alu von Grosse Köpfe verpasst. Sie waren schon am Samstag da. Schade. 






Wir gingen zur Lesung von Klaus Baumgart, dem Schöpfer von "Lauras Stern". Inspirierend sprach er von der Entstehung und lass dann eine weihnachtliche Geschichte. Großartig. 





Am Stand von "Chocolate Flowers" schlug mein Herz höher. Ich finde "Ich pass auf dich auf" so wunderschön und kann immer noch nur eine klare Empfehlung aussprechen.  




Daheim wurden die neuen Schätze begutachtet. Es wurde noch gespielt, gebadet und gehauselft. Nach dem Abendessen begann das Abendprogramm und die Vorlesezeit. 

Nun träumen die Kinder hoffentlich von Schönem und wir dann auch bald. 

Mehr Wochenendeindrücke gibt es HIER bei Susanne von Geborgen Wachsen. 

Was habt ihr erlebt? Soll ich euch von unseren Bücherschätzen berichten? 

Startet gut in die neue Woche!

Schönen Abend!
Anne 

Samstag, 19. November 2016

Gedanke des Tages # Vergänglichkeit

Meine Tochter kam die Tage mit einer Plastikorchidee nach Hause. Ein Geschenk von Oma - sie steht nun in ihrem Zimmer auf dem Fensterbrett. 

Pflanzen haben es nicht gut bei uns. Entweder wir vergessen sie zu gießen oder der Herzmann und ich denken daran, sodass die Blume zu viel Wasser erhält. Wahlweise können sich die Pflanzen nicht entfalten wegen fehlenden Umtopfmaßnahmen oder sie erfrieren im Winter auf dem Balkon. Es ist ein Kreuz. 

Die Oma hat einen grünen Daumen und Krümelie teilt die Liebe zu Pflanzen sehr. Nur leider hat sie nicht die richtigen Vorbilder. 

Nun steht da also ein Plastikding. 


Ein Mahnmal für Vergänglichkeit. Ein Anschauungsmaterial für Perfektionismus. 

Das Tochterkind ist glücklich, drapiert ein paar Kastanien darum.

Und hinter dem Fenster werden Risse im Silkon sichtbar. Regentropfen prasseln. Der November zeigt sich trüb und grau. 

Die Bäume werden zu Schatten ihrer Selbst. Wie Skelette erscheinen sie am Abend auf der Wand neben der Plastikorchidee. 

Sie wird nicht eingehen. Ein Funke Hoffnung? Der verzweifelte Wunsch dem Kreislauf des Lebens etwas entgegen zusetzen? Die Entbindung von Pflege? Eine kleine Freude? 

Ich bin traurig. Unendlich traurig. Ich hoffe. Ich bange. 
Ich gieße die Erinnerung und glaube an Leben von Luft und Liebe. 

Donnerstag, 17. November 2016

Lesezeit #2 NICHT ZU GROß... NICHT ZU KLEIN... sondern genau richtig!

Bücher sind wunderbar und ich liebe das gemeinsame Lesen mit meinen Kindern. 

Ich schaue für Krümelie nach Büchern, die ihr ein Thema oder eine Botschaft näher bringen könnten. Diese stelle ich in der Reihe "Lesezeit" vor. So dann... 


NICHT ZU GROß... NICHT ZU KLEIN... sondern genau richtig! 



Dieses Buch ist eigentlich ein Heft. Es ähnelt einem großen Pixi. Doch das macht einen Teil des Charme's aus. 
Felix mit seinen orangen Haaren ist 6 Jahre und geleitet uns durch das Werk. Er ist kleinwüchsig und erklärt warum.
Er zeigt uns praktische Tricks im Alltag, so kommt er zum Beispiel mit einem Stock an den Fahrstuhlknopf, und bringt uns Formulierungen näher. Er weiß aber noch viel mehr -jeder Mensch ist unterschiedlich und einzigartig - 
und er lädt uns ein selbst Fragen zu beantworten und es gibt ein interaktives Element. Krümelie konnte sich auf einer Seite selbst malen und über ihre Besonderheiten nachdenken. 
Die Botschaft insgesa ist eindeutig: 


" Entwickelt wurde das Buch vom amerikanischen Verein „Understanding Dwarfism“. Die deutsche Fassung wird vom BKMF e.V. mit freundlicher Unterstützung der AOK herausgegeben. Das Buch kann gegen eine Versandkostenpauschale von 5,- Euro unter info@bkmf.de bestellt werden. (Kosten für größere Mengen, z.B. Klassensätze, auf Anfrage)"

Ich hatte im Netz nach Büchern recherchiert und dieses gefunden. Die Mail war schnell geschrieben. Die Antwort darauf war freundlich. Ich überwies 5€ und kurz darauf konnte Krümelie den Briefkasten entleeren. 

Ich hätte für einen festeren Einband auch gerne mehr bezahlt. Besonders da Krümel mitschauen wollte und das Heft nach kurzer Zeit sehr mitgenommen aussieht. Doch insgesamt mit der Aufmachung im Inneren ist das Werk stimmig. Es kommt nicht so gewichtig und "schwere Kost"- mäßig daher. 

Tolle Sache vom Bundesverband Kleinwüchsige Menschen und ihren Familien (BKMF) e.V. und ganz klar können Krümelie und ich "NICHT ZU GROß... NICHT ZU KLEIN... sondern genau richtig!" empfehlen. 
Hier findet ihr mehr Informationen.

Wenn ihr eine Empfehlung für unsere #Lesezeit habt, lasst es mich wissen. 

Lesezeit #1 Alina und die Farben 

Anne

Sonntag, 13. November 2016

Lebensbilder statt Krankheitsbild #73 mit Wochenende in Bildern

Ein schönes Wochenende liegt hinter uns. 

Ich habe keine Lust auf viele Worte, daher gibt es jetzt ein 13von13. 


"Chigasamen"-Frühstücksbrot made by Krümelie -
naja, wenn's schmeckt
Elsa war da!
Es wird langsam Winter.
Nach dem Frühstück zogen wir uns an und fuhren mit den Öffis.
Ziel erreicht. Yuhu!
Lange Zeit waren wir nicht mehr im Museum, aber "FRECH, WILD & WUNDERBAR" lockte uns an.
Wir sind alle einzigartig.
So wahr. 
Linsenbadliebe!
Die Kinder waren so ausgelassen und vergnügt.
Selbst das Auffegen anschließend ging leicht von der Hand.
So genial.
Spitznamenglücksrad.
Hier wohnen Bienenmuckel und Hummelherzchen. 
Zwei Mal waren wir in der nordischen Botschaft. Einmal zum Feiern von Krümelies Geburtstag. Die Begeisterung für die Sonderausstellung war daher riesig.
Das Klettergerüst/-labyrinth, was ja immer im MachMitMuseum steht, erfreute sich aber großer Beliebtheit.  
3 Stunden später traten wir den Heimweg an.
"Mama, ich habe ganz viele Zahlen gesammelt", berichtete Krümelie.
Zuhause gab es dann Essen und Äpfel zum Nachtisch.
Endlich schafften wir es das Freundebuch auszufüllen.
Zum Glück hatte ich gestern daran gedacht ein Foto von Krümelie auszufüllen.
Aber mal ehrlich... die Fragen sind soch dämlich.
Lieblingsfarbe, Lieblingsessen, Lieblingssong (Warum eigentlich nicht Lied?) , Berufswunsch und ein großer Wunsch werden erfragt. Standard. Wie Bewerbungsgesprächsfragen... 
Nach einem gemütlichen Nachmittag startete das Abendprogramm.
Gestern 12von12 und heute 13von13 - das war es also unser Wochenende in sehr vielen Bildern. 

Wer ein bisschen mehr lesen mag, klickt sich hier zu meinem Bericht von der Bürgerveranstaltung von Charité, ACHSE e.V. und Pfizer

Ansonsten gibt es wie immer HIER bei Susanne von Geborgen Wachsen mehr Wochenendeindrücke. 

Ich hoffte, ihr hattet angenehme Tage. Startet gut in die neue Woche!

Anne