Montag, 29. Mai 2017

To-do-Wunschliste für diesen Sommer

Das Wetter am letzten Wochenende im Mai war einfach großartig. Blauer Himmel an fluffigen Wölkchen. Laues Lüftchen. Warm auf dem Weg zu heiß. Ein Gefühl von "Hallo Sommer!" machte sich breit. 




Ich schmiedete Pläne, schwelgte in Erinnerungen an vergangene Sommer, sammelte. 

Was ich diesen Sommer machen möchte: 

  • den Balkon wild bepflanzen, schick machen und draußen frühstücken
  • in die Natur fahren, wo der Sohnemann ausgelassen und ohne Ekelfaktor Stöcke und Steine sammeln kann 
  • dem Herzmann zu schauen, wie er Kaffee röstet bei Freunden im Garten mit nettem Beisammensein, Stockbrot und Übernachtung
  • bei Sonnenschein und heißen Temperaturen zur Plansche fahren und picknicken 
  • ganz viele Erdbeeren, Wassermelone und Kirschen essen 
  • mit dem Tochterkind Fahrradfahren üben
  • im See baden gehen
  • verrücktes Eis essen - wahlweise eine Stunde bei Hockey Pockey anstellen
  • mit dem Herzmann in einer lauen Sommernacht Musik lauschen oder sorglos tanzen gehen - Du bist so wunderbar Berlin... 
  • neue Spielplätze mit Freunden entdecken, im Sand sitzen, Gedankenverloren mit den Händen durch den Sand gleiten und mit Wasser matschen 

Das ist sie also meine Top Ten.

Und wie sieht deine aus? 
Was hast du für Sommerpläne?

Anne

Sonntag, 28. Mai 2017

Lebensbilder statt Krankheitsbild #102 mit Wochenende in Bildern

Der Sommer brach an diesem Wochenende aus. 28 und 30 Grad hatten wir in Berlin. 

Der Samstag startete ruhig. Zum Kaffee konnte ich morgens lesen. Der Titel war vielversprechend. Ich bin enttäuscht. Der Cafe-Roman erinnert mich viel zu sehr an die Entstehungsgeschichte vom St. Oberholz, aber nicht inhaltlich sonder von der Schreibe her. Nunja. 
Das Tochterkind und ich erstellen eine Einkaufsliste für unseren Ausflug. Sie und der Herzmann übernahmen die Besorgung. 
Der Sohnemann und ich spazierten zum Boxi. Nach dem langen Weg machten wir ein Päuschen.  
Wir hatten alles geholt und wollten der Oberpüppi von Püppikram einen Besuch abstatten. Immerhin feierte der Zellmops, das zweite Buisness der Oberpüppi, schon seinen sechsten Geburtstag. Er käme in die Schule. Als überzeugte Stilltuch-Nutzerin wollte ich gratulieren. Doch es wurde fleißig gearbeitet. 
Die Tram kam unregelmäßig, sodass wir das Beste aus der Lage machten. 
Zuhause wurde gespielt. 
Melone wurde geschnitten und verzehrt. 
Es gab noch einen Kaffee. 
Und dann ging es ab zur Plansche. Hach, es klingt immer so fluffig, wenn ich das so schreibe. Fühlt sich nicht immer so entspannt an. Warum eigentlich nicht? 
Die Kinder planschten also im Park. Oma&Opa leisteten uns Gesellschaft. Zum Abendbrot hatte der Herzmann derweil Gemüse geschnitten. Yammi. 

Der Sonntag dann war für die Kinder und mich Ausflugstag. 
Oma&Opa borgten uns ihr Wägelchen, worin sich die Kinder von mir im Berliner Tierpark herum kutschieren ließen. 


Zur Abkühlung liefen die Kinder durch die Plansche im Tierpark. Wie üblich, trotzdem nervig, pausierte das Wasser ständig. Und leider ist fast die ganze Fläche in der prallen Sonne. Ich lockte die Kinder dann zum Picknick. 
Sechs Stunden später waren wir wieder Zuhause. Sonnensatt. So schön. 

Leider mussten wir dann noch durch die Wohnung hauselfen. Ein bisschen wenigstens.
Doch wir machten es uns noch gemütlich. 
Das Wochenende klang aus.

Mehr Eindrücke gibt es hier bei Susanne von Geborgen Wachsen. 

Was hast du gemacht? Hattest du ein langes Wochenende? 

Ich wünsch dir einen schönen Start in die neue Woche! 

Gute Nacht 
Anne 

Donnerstag, 25. Mai 2017

Blogging & ich - Zusammenfassung meiner Aktivitäten bei der Instagram Challenge von Anne Häusler

Von Kindesbeinen an stellen wir Fragen. Was ist das? Wer ist das? Wie geht das? Warum ist das so? Und wir hören nie auf damit. Die Inhalte ändern sich. Aber nicht die Tatsache, dass wir uns einem Thema widmen.  

Anfang des Monats habe ich mich meinen Blogaktivitäten gewidmet. 
Mit meinem Instagram-Profil @xmalanderssein habe ich mir vom ersten Mai 2017 an zu den Tagesaufgaben von Anne Häusler und ihrer Challenge Fragen gestellt. 

#MeettheBloggerDE


Nicht an allen Tagen habe ich ein Bild gepostet und dazu geschrieben. Aber 9 von 14 Onlinegänge finde ich schon passabel. Hier nun alle auf einen Blick:

Das bin ich -
Anne von X-MAL ANDERS SEIN
Ich bin Anne und kurzerhand beschloss ich bei #MeettheBloggerDE, initiiert von @annehaeusler, mitzumachen. Unvorbereitet und planlos. Aber das ist wohl am Besten. Sonst habe ich nämlich immer viele Fragen im Kopf, da ich davon überzeugt bin, dass es zwischen Schwarz und Weiß unzählige Nuancen gibt. 

Erster Tag mit der Vorstellung: Das bin ich.
Puh, ist schwieriger als gedacht und trotzdem so in etwa: 
Ich bin gebürtige Berlinerin, werde nächstes Jahr 30, mein Herz schlägt für ein Reggio-Pädagogik inspiriertes Lernen, auch als Mama von Zweien, und ich trinke sehr gerne mit meinem Mann Kaffee. 
Oh und ich bin die Bloggerin von "X-MAL ANDERS SEIN" und verantwortlich für das Buch "X-MAL ANDERS Ullrich-Turner-Syndrom! Ja, und?!". 


Tag 2 von #MeettheBloggerDE (@annehaeusler) - darüber blogge ich: 

Als Mamabloggerin zeige ich einen Teil unseres Familienlebens. Ich schreibe über das, was mich bewegt, mag Kinderbücher über Anderssein und bastle auch mal gerne. 
Gleichzeitig bin ich eine Stimme für eine seltene Erkrankung und mache die Bezeichnung "Turner-Syndrom" menschlicher. Ich bin für chromosomale Vielfalt und gegen pränatale Selektion. 
Weil Inklusion mit Nachdenken beginnt, teile ich auch Überlegungen diesbezüglich. 
Und alles begann im November 2014 als Buchbegleitung und hielt die Entstehung fest. 
Mittlerweile gehen Buch und Blog Hand in Hand.
Das Bloggen ist ein Hobby, aber vor allem eine Möglichkeit. 
Ich bin alles andere als professionell. Doch es liegt mir am Herzen. 


Tag 3 bei #MeettheBloggerDE von @annehaeusler mit dem Punkt:
"mein größter Erfolg als Bloggerin"

******** Das Größte für mich sind Menschen, 
die Anteil nehmen an "X-MAL ANDERS SEIN". ******** 
Der Blog ist ein Raum, wo ich meine mit Freude geschossenen Bilder und meine in Worte gekleideten Minimomente des Lebens teilen kann. Da füttere ich das Internet mit Normalität trotz Normabweichung, unterstützte den Buchverkauf und manchmal, da kann ich mich aufschwingen und behaupten, dass ich mit "X-MAL ANDERS" einer Diagnose den Schrecken nehme. Und Zweifel hin oder her, es ist großartig, wenn jemand daran Anteil nimmt. 


Tag 4 bei #MeettheBloggerDE von @annehaeusler - mein Logo

Ich hab noch gar kein Logo. 
Zwecks Wiedererkennungswert nutze ich gerne das Bild der Kinder am Klavier, weil es mir so gut gefällt und es viel um sie geht. Das Buch als Namensgeber, und um es zu zeigen, rangiert auch immer auf den vordersten Plätzen. Und um mich selbst einfließen zu lassen, taucht mein Kocher auch mit auf. 
Wer weiß, was für ein Logo ich mal haben werde... 
Ideen?


Blumen gehören in Vasen. Nein. Es geht auch anders. 
Nicht besser oder schlechter. Einfach #anders. Um die Ecke, unkonventionell, #kreativ, nachhaltig, verquer und auch mit Spaß gedacht. Ich wünsche mir mehr "Andersdenken". Im Kleinen und im Großen. Für mich. Für andere. Für die Gesellschaft. #Inklusiv und wohlwollend. 

Tag 5 bei #MeettheBloggerDE von @annehaeusler - heute geht es um große #Träume



Unglaublich inspirierend finde ich Kinder. Mein Tochterkind sagte kürzlich, dass der Himmel blau ist, weil die Sonne dann einfach besser aussieht. Und ich stellte mir einen grünen Himmel vor. Für ihre Gedanken war keine physikalische Erklärung nötig. Es kann so einfach sein. -
Jedes Kind ist ein Wunder. Und von jedem Kind sollte liebevoll gesprochen werden. Von jedem Kind sollten Erinnerungen geteilt werden können. Egal wie kurz sein Dasein war. 
Verweisten Eltern zuzuhören, ihren Schmerz anzuerkennen und zu teilen, führt den Wert und die Kostbarkeit von Leben ins Bewusstsein. 
Mich hat in letzter Zeit besonders das Buch Lilium Rubellum von Kathrin Schadt inspiriert. Mehr dazu schrieb ich im Blog - HIER -.

Tag 6 bei #MeettheBloggerDE von @annehaeusler und die Frage nach der Inspiration 



Tag 8 bei #MeettheBloggerDE von @annehaeusler

Heute geht es darum, was "Social Media" für mich bedeutet. 
Das beste Sinnbild für das ganze Konstrukt sind Butterblumen aka Pusteblumen - Einzeln oder in Vielzahl auftretend, an schönen, aber auch an sonderbaren Orten anzutreffen, knallig Gelb oder in Verbreitung, gemocht und gepfückt oder ungeachtet, einem Ablauf und dem Wind folgend... Ich kann eine Butterblume pflücken und verschenken oder mir eine ganze Wiese angucken. Ich kann mich freuen und weitergehen. Für mich gibt's da viele Paralleln. 
Ich bin eher ein stiller - kommentarverzichtender Teilnehmer, obwohl man das Sozial, den Austausch ganz klar bei Social Media betonen sollte. Aber im realen Leben bin ich in zweier Momenten auch entspannter als in großen Gruppen. Und dieses Netz ist nun mal auch groß, sodass ich meist nur kundtue, was mir gefällt via Herzen und Daumen. Und Zeit spielt auch eine Rolle. 
Was bedeutet Social Media für dich? 



Tag 9: drei Fun Facts von mir -#MeettheBloggerDE von @annehaeusler 

1. Ich mag diese ⬆ Art von Schmiererei. Geschmiere auf S-Bahnsitzen, kryptische-halbkringel Kriekelein und übermalte Straßenschilder finde ich blöd, aber manche "Verschönerungen" gefallen mir wirklich gut. 
2. Meinen Namen kann ich, besonders in Listen, wegen des Bindestrichs immer gut erkennen. Und seit der Hochzeit ergibt er endlich einen Sinn - ACE. 
3. Ich trinke wirklich gerne Kaffee. Ich mag, wenn der Espresso mit Robustaanteil (70 Arabica/30 Robusta) ist - weniger fruchtig, mehr erdig. Ansonsten habe ich keine Peilung und liebe es, wenn der Herzmann fachsimpelt. 
Und, was gibt es interessantes über dich zu erfahren? 


Tag 10 bei #MeettheBloggerDE von @annehaeusler und die Frage nach meinen Lieblingsbloggern bei Instagram. 
Mir gefallen @rundumdieuhr_isa
und ihre Lebensfragen, @kinderwaerts mit ihrem Astrid Lindgren Bezug und als fast Bloggerin lese ich gern bei meiner lieben @janinchenschnurschuh . 🎨 Keine Bloggerin doch mein Instaschatz ist @coffeebrush.christina. Ihre Bilder sind großartig. 😍
Bei vielen anderen schau ich auch gerne vorbei. Und wer ist dein Lieblingsblogger? 


Blogziele, Schreibgewohnheiten bzw. Blogginggewohnheiten, Lieblingslektüre und Tipps sind Punkte einer Liste, die noch unfertig auf einem Stapel in meinem Kopf liegt. Konkretes? Fehlanzeige. 

Das ist deine Chance. Was interessiert dich? Was würdest du gerne hier lesen? Hast du vielleicht einen Hinweis für mich?  

Ich möchte mich weiter dem Thema Inklusion - vorrangig wohl in Zusammenhang mit pädagogischen Lernorten - annehmen. So als Plan. Und weiter? 

Was mich in Bezug auf das Bloggen happy macht, ist dann doch gar nicht so schwer zu beantworten. Wenn meine Texte gelesen werden, das macht mich froh. Wahrgenommenen werden und natürlich auch positive Reaktionen machen mich happy. 

Wo die Reise wohl hingeht? 

Bist du dabei? 

Anne 

Sonntag, 21. Mai 2017

Lebensbilder statt Krankheitsbild #101 mit Wochenende in Bildern


So ein weiser, neuer Kaffeebecher! An diesem Wochenende habe ich anlässlich meines Geburtstages viel Zeit mit glücklich sein verbracht. 
Zur Feier des Tages waren wir brunchen. Sonnig. Lecker. Entspannt.

Anschließend tümmelten wir uns auf dem daneben gelegenden Spielplatz. Ganz stolz baggerte das Tochterkind bevor sie zu Rapunzel wurde und ihr Bruder ihr nacheiferte. 
Wir zogen durch die Stadt, damit ich mein Geburtstagsschätzchen mit nach Hause nehmen konnte. Reales Einkaufen mit "Beute erlegt"-Gefühl. 
Zuhause gabs veganen Kuchen und Beisammensein bis ich mich verabschiedete. 
Es war ein sehr lustiger und schöner Abend mit zwei meiner Herzdamen. Danke dafür.

Am Sonntag hauselften wir durch die Wohnung und empfingen dann familiären Besuch. Ganz gemütlich war es und mit nochhmal schönen Geschenke wurde ich bedacht. 


Das Tochterkind bekam ein Kleid geschenkt und fand sich ganz bezaubernd. Sie behielt es gleich an. Sie und ich fuhren zu einem Park und traffen eine befreundete Familie. 

Ein super angenehmer Nachmittag bis das Geburtstagsblümchentragende Tochterkind und ich wieder nach Hause mussten. Das Wochenende klang aus. 

Ich bin beseelt von all den lieben Menschen, die an mich gedacht haben - DANKE -, und wunderschönem Kindergesang. 

Mehr Wochenenden in Bildern gibt es wie immer hier  bei Susanne von Geborgen Wachsen. Und was hast du gemacht? 

Ich wünsch einen schönen Abend und einen guten Start in die neue Woche. Lasst es euch gut gehen. 
Anne 

Freitag, 19. Mai 2017

Erinnerungsschätze

Voller innerer Unruhe, bewegt und geprägt von den pränatalen Erfahrungen, getrieben von der Frage nach dem Wert eines Lebens, suche ich einen Weg mein Leben zu leben. Treibe. Fühle in mich hinein. Schwimme in meinem Gedankenfluss. 


meine Heimatstation

Die wohlklingende, vertraute Stimme verkündet "Samariterstraße". Die U-Bahn hält. Ich steige aus. Dränge mich durch eine Traube von Einsteigenden. Tauche auf. Stehe auf "meinem" U-Bahnhof. Sanft streiche ich über den Stahlpfeiler. Unzählige Male bin ich dort ein- und ausgestiegen. Unzählige Male bin ich dort angekommen. Unzählige und ein Mal weggefahren. Und dann bin ich Jahre nicht da gewesen. Doch die Zeit hat meine Station nicht berührt. Stein ist geduldig. Der Bau gepflegt. Altes ist noch da an diesem U-Bahnhof der Linie U5. Ein Fahrstuhl hinzugekommen. 

Keine Bilder laufen wie ein Film, der zurück gespult wurde, in meinem Kopf. Vielmehr erinnert sich das Herz. Erinnert sich an die Hand, die meine hielt, um vom Gleis die Treppe zur Frankfurter Allee zu erklimmen. Aufgetaucht fängt das Ohr längst gesprochene, ermahnende Worte, die mich daran erinnerten wachsam zu sein für den Verkehr und die Hundehaufen am Straßenrand. Die Augen sehen, das Gehirn gleicht ab. Ich denke, dass der Burger King und das Stoffhaus immer schon da waren. Ich weiß, dass der Blumenladen früher der Tabakladen war. Es gab dort diese Gummifrösche mit dem weißen Schaumzeug unten dran. Jetzt gibt es feine Pfeifen und Zigarren hinter Glas zwei Geschäftsräume weiter.

Der Grieche auf der anderen Straßenseite ist nun Teil einer Bäckereikette. Für Lebensmittel muss man weitere Wege gehen. Es gab früher einen "Tante Emma" - Edeka. Ausreichend. Die Ampelschaltung hingegen ist gleich. Von der einen zur anderen Seite muss zügig gegangen werden, weil sonst ein Stopp in der Mitte nötig wird. Zur Wohnung gehend schafft man es locker in einem Durchgang. Wie früher.



Erinnerungen sind Teil unseres Lebens. Nutzen wir sie. 


Die Summe unserer Erfahrungen macht uns aus. Wir werden davon geprägt. Wir bilden unsere Kategorien auf ihrer Grundlage. Erlebnisse, die damit verbundenen Gefühle, Gegenstände, Orte und nicht zu Letzt die Menschen in unserem Miteinander, gestalten unser Weltbild. In uns schlummern Erinnerungsschätze, die aktiviert werden können. Das sind Erdbeeren, die nach Frühling und Sonne schmecken. Das ist Sand, der durch Finger rinnt und zwischen den Zehen hängt, und einen Hauch von Unbeschwertheit mit sich bringt. Das ist der Fernsehturm als Pinnnadel auf meiner Landkarte. Das ist die Fete de la musique, die mich an die entscheidende Begegnung mit meinem Herzmann erinnert und dieses Kribbeln im Bauch aufflackern lässt. 

Dessen bewusst, können wir uns Schatzkästchen packen. Packen wir uns gedanklich oder greifbar mit Symbolträgern wie es Postkarten für Länderreisen sind, ein, was wohlige Gefühle weckt, Geborgenheit ausstrahlt und auf das wir in der Not zurückgreifen können. Wir können an Orte gehen, wo es uns gut ging. Wir können Gegenstände aufheben oder unser Soulfood wie Oma kochen.

Machen wir uns klar, welche Erinnerungen in unserem Herzen den meisten Platz einnehmen. Teilen sie mit anderen. Wir können auch den Rotstift ansetzen. Es anders machen wollen als unsere Eltern. Anders. Nicht besser. Nicht schlechter. Unsere Kindheit ist vergangen. Wir können nichts daran mehr ändern. Wir können nur die Schätze sammeln, darauf zurückgreifen, unsere Wurzeln streicheln und uns mit vergangenen Schmerzen versöhnen. Wunden zu kultivieren bringt uns nicht weiter im Leben. 

Vielleicht schenken wir unseren Kindern einen Koffer für ihre Schätze. 
Ich weiß, dass meine Mama mich liebt. Das ich es Wert bin, geliebt zu werden. Das ist einer meiner Schätze, den ich in mir trage. Besonders an meiner Heimatstation entfaltet er sich. 

Momente sind flüchtig. Zeit schreitet voran. Und mit der neuen Zeitrechnung von Elternschaft ticken die Uhren sowieso anders. Brücken, die uns Zugriff auf unsere Erinnerungsschätze ermöglichen, sind bedeutsam. Nicht um sonst heben viele wie ich besonders akribisch die ersten Babysachen auf. Wir wollen diese erste Kennlernzeit festhalten und uns erinnern können. 


Ich fühle. Wandle in der Zeit. Neues und Vertrautes ist da. Da an meiner Heimatstation, meinem Stückchen Frankfurter Allee. 
Das Herz erinnert sich an die Wurzeln. Die Füße wollen die Treppen in den sechsten Stock hochsteigen. Ich strecke die Hand aus, um in der Vergangenheit anzuklopfen. Ich möchte meine Schuhe ausziehen. Sie vor den großen Holzschrank stellen, der beim Eintreten zu meiner Rechten stünde und dessen Spiegeltür mich immer so faszinierte. Ich würde meine Mama umarmen und ihr sagen, dass Arbeit und Ordnung wirklich nur das Leben sind. Ich wäre klein und groß zu gleich. 


Wo ist deine Heimatstation? 
Welche Erinnerungsschätze trägst du in dir? 

Anne

Mittwoch, 17. Mai 2017

mein Blogfamilia 2017 - Tag


Blogfamilia - Wat'n dit? 

Grüffelo-mäßig: Kennste nich? Beschreib ick dir. 

Blogfamilia - det is Berlin's FamilienbloggerInnen-Konferenz, die für Austausch und Vernetzung, Weiterentwicklung und Eltern-Blogger-Präsenz steht. Weeste?

So is det. Klingt trotzdem abstrakt? 

Dann ein bisschen detailliert-subjektiver: 
   

mein Blogfamilia Tag 


Wie im letzten Jahr machte ich mich mit dem Tochterkind auf die Socken. Wie im letzten Jahr traf ich als Erste Kerstin aka mamAhoi. Interessanter Zufall.

Nach der Anmeldung schauten wir uns erst mal um, zählten die Schritte von der Kinderbetreuung zum großen Saal. 

Ich nahm mir nen Kaffee, setzte mich mit Krümelie nach draußen, ließ alles auf mich wirken und wir naschten einen Cake Pop. 

Unter den ankommenden Menschen erblickte ich Janet von Kinderbuchlesen.de. Die Freude war groß. Wir trafen dann auch gleich noch auf Jenny von Kinderchaos, Anneke von eenemeenemama und Anna von Kinderbuch-Detektive

Nach einem kurzen Plausch brachte ich das Tochterkind zur Kinderbetreuung und dann konnte es losgehen. 



Ich lauschte den Begrüßungsworten von Alu nebst Janni und der anschließenden Keynote von Nora Imlau


Fazit: Authentisch, auf Augenhöhe mit den Leser*innen, 
zeitnah zum Zeitgeschehen und vor allem vielfältig 
rücken Elternblogger*innen Familienthemen mehr in das gesellschaftliche Bewusstsein. 
Sie zeigen, dass es mehr als eine Art und Weise gibt, 
um "gute" Eltern zu sein. 

Danach ging ich zum Workshop "Schule - Das Ende der Kindheit?". Dort unterhielt ich mich mit Katharina von Kinderleute und zwei weiteren Katharinas. Der Vorstellung der Diskutanten lauschte ich gespannt, um dann nach 5 Minuten wieder zugehen. Das Tochterkind wollte von der Kinderbetreuung abgeholt werden. Schade. Aber kein Weltuntergang. 

Gemeinsam nutzten wir die Zeit für die Sponsoren. Krümelie spielte eine Weile am Stand von Tomy und ich ließ auch dieses Treiben auf mich wirken. Die Damen von betreut.de, ich schrieb für ihren Blog mal über Reggio Pädagogik zu Hause, fragten, wie die Verteilung der Betreuungszeit in Familien ist. Wer kümmert sich mehr um die Kinder? Mann oder Frau? Auch eine wichtige familieninterne Frage. 
Aber auch generell ist die Frage, was machen (beruflich, zu Hause, an gelebten Fähigkeiten bzw. Interessen) Männer und Frauen unterschiedlich? 

Krümelie und ich gingen dann nach draußen. Sie sammelte "im Hof" Tannenzapfen, transpprtierte diese zu mir mit einem Stoffbeutel und
füllte so ihre eigene Goodiebag mit Tannenzapfen. Ja, wir haben sie auch mit genommen. Ich führte bis zum Mittag in der Sonne sitzend ein angenehmes Gespräch mit einer Vertreterin von Amigo. 

Wir holten uns etwas zum Mittagessen und setzten uns zu zwei neu bekannten Gesichtern. Wir saßen zur Begrüßung in der selben Reihe und hatten nun Zeit ins Gespräch zu kommen. Bei Sari (Heldenhaushalt) lese ich schon lang. Da ihr Namensschild verdeckt von ihrem auf dem Schoß sitzenden Sohn war, musste ich einen Moment mit dem "Ich kenne sie irgendwoher."-Gefühl leben bis der Groschen fiel und jetzt bin ich sogar Teil ihrer 12von12. Bitte das breite Grinsen ansehen. Den "Vat3r" kannte ich bis dato nicht, aber die Unterhaltung war sehr amüsant. 

Jenny und Janet gestellten sich zu uns. Krümelie spielte weiter "auf dem Hof". 

Gegen halb Drei suchten wir uns wieder einen Platz im Hauptsaal. Krümelie langweilte sich etwas am Rand, obwohl Clara Moring von Tastesheriff vorne wichtige Sachen sagte. Nunja. Dem Tochterkind schnuppe. 

Für Krümelie kam der erlösende Anruf. Der Herzmann war da und holte sie ab. Sie würde Eis essen mit Oma und ihrem Bruder, hätte zwar viel Spaß gehabt, aber das wäre einfach besser. Auf Wiedersehen. 

Ich lauschte dann noch weiter dem Panel-Vortrag. 

Fazit: Am anderen Endes des Kanals ist ein Mensch. Alles kann. Nix muss. 

Leider verabschiedete sich im Anschluss die Sari-Jochen-Fahrgemeinschaft. Schön war es sie persönlich kennen gelernt zu haben.  

Für mich ging es weiter zum Workshop "Jeder kann gewinnen? Gewinnspiele für Blogger richtig handhaben". Auf dem Treppenweg zum Raum plauschte ich mit Mirjam, die ein wunderschönes Kleid trug und "Kaffee" in ihrem Blognamen Kaffiknopf trägt. Spannend. 

Im Workshop traf ich wieder auf Katharina von Kinderleute und war dann ganz schön geflasht von Nina aka Juramama. Es ging um Gewinnspiele, Teilnahmebedingungen und Co. Als zwischenmenschlicher O-Ton blieb mir am Meisten im Kopf, dass sich Nina über ihren - wirklich - hübschen Präsentationshintergrund gefreut hat. Recht ist sonst seriöserer, meinte sie. Gelernt habe ich jedenfalls einiges. 

Zu meiner Freude traf ich wieder auf Jenny und Janet. Gemeinsam unterhielten wir uns mit Sarah von Librileo und Tanja von Zuckersüße Äpfel. Beeindruckende Frauen. 

Ein Foto hier. Ein Foto da. 

Im Hauptsaal wurde über "Digitalisierung und Vereinbarkeit - Fluch oder Segen?" gesprochen. Ein Thema, was mich nur am Rande interessiert. Da ich in einem Kindergarten arbeite, ist menschliche Präsenz unabdingbar. Und meine "Textarbeit" mache ich per Hand, weil es persönlicher ist und für mich eine Form der Wertschätzung den Kindern gegenüber.   

Mittlerweile war es schon 17 Uhr und mein Kopf ziemlich voll an Input. Jenny und Janet ging es ähnlich und wir schauten noch einmal bei den Sponsoren vorbei. Ich ließ es mir nicht nehmen eine Runde mit Jenny zu spielen. Ein Rennen. Ich habe verloren. Lustig war es trotzdem.  

Wir legten eine Pause ein. Saßen draußen auf einer Bank. Plauschten. Julia von Unangespießt berichtete vom "Speed-Dating". 

Nieselpriem (eine sehr sympathische Persönlichkeit - Knorke könnte man sagen) wies uns auf die Verleihung des Blogfamilia Award und die Zeit hin. Es sollten drei Blogger*innen und ihr Engagement gewürdigt werden, die dann mit 250€ "ihr" Anliegen unterstützen können. 

Ich hatte im Vorfeld Mareice Kaiser (Kaiserinnenreich) nominiert. Verdient hat sie einen Blogfamilia-Award erhalten. Ein Gänsehautmoment. Ich jedenfalls hatte eine. Sie spendet das Geld übrigens an den Verein "Eltern beraten Eltern von Kindern mit und ohne Behinderung", welcher gemeinsam mit dem Pflegenetzwerk den Salon für inklusiven Dialog ausrichtet. 
mit meiner Nominierungsbegründung bin ich ein kleinwenig Teil des Gänsehautmomentes
Und dann war der Programmpunkteteil schon vorbei.  
Neben mir, wir stsnden hinter den Stuhlreihen und hatten der Verabschiedung zugehört, unterhielten sich Jenny und Alina (Liebling, ich blogge jetzt) über Kinderbetreuung. Ich lauschte. Da schlagen ja zwei Herzen in meiner Brust - als Mutter und Pädagogin. 

So 19 Uhr rum gab es lecker Abendessen mit Gegrilltem und Salaten. Jenny wollte sich noch kurz mit Katharina von Sonea Sonnenschein unterhalten und ich folgte unauffällig. Groupie-mäßig. 

Zwischen drin sprach ich auch mit Janina (FILEA). Mir gefiel ihre Lippenstiftfarbe so gut, sodass ich ihr ein eigenwilliges Kompliment machte. Nur zeitlich einordnen kann ich das Zusammentreffen nicht mehr. 

Nach 10 Stunden jedenfalls packten wir dann die Sachen, verabschiedeten und bedankten uns bei Alu (grosseköpfe)und zogen zu Dritt von dannen. 

Am Hauptbahnhof verabschiedete sich Jenny. Janet und ich fuhren mit der Tram, setzten uns im Prenzlauer Berg noch draußen hin und tranken etwas zusammen. Ein wundervoller Ausklang. 

So war das also. 
Es war ein ausgesprochen toller Tag. 
Danke an die Organisatoren! Danke für die unglaublich angenehmen, lustigen und aufschlussreichen Gespräche! Danke an die Sponsoren und helfenden Hände.
Und im Besonderen sende ich hiermit Herzen an Jenny und Janet. 

Anne